Item Gewölle aller Art, item Jugger

31/10/10

Das Archiv der Jugendkulturen ist gerettet!

Es war ein knappes und spannendes Spendenrennen, bis heute sind rund 94.000 Euro eingegangen - das Archiv der Jugendkulturen gilt damit als gerettet!

Zwar werden noch 6.000 Euro benötgt, aber dafür ist bis Jahresende Zeit. Die Stiftung wird nun ins Leben gerufen, und wenn mehr Spendengelder zusammenkommen, werden damit sehr sinnvolle Dinge gemacht - all das läßt sich hier in der offiziellen Verlautbarung des Archivs nachlesen.

Es ist ein großes Glück (oder besser: eine kulturelle Errungenschaft), daß in unserem Lande nicht nur nebenher Banken und aberwitzige Managergehälter, Pappschlösser oder Autobahnverlängerungen nach Gutsherrenart, sondern dank großem bürgerlichem Engagement auch Einrichtungen wie diese noch eine Chance haben.

28/10/10

Nur noch 10.000 Euro zur Rettung des Archivs der Jugendkulturen

Um sich wie bisher halten zu können, plant das Archiv der Jugendkulturen eine Stiftungsgründung.

Dafür fehlen nur noch 10.000 Euro bis zum 31.10.: 90.000 Euro sind bereits eingegangen! Endspurt!

... mehr Informationen

Aktualisierung: Nur noch 7.000 Euro! Das sollte zu schaffen sein. Worum es geht, hier noch in Ton und Bild:

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27/10/10

"Montagsdemo"-Protest S21 auch für Gehörlose

Beim Auftritt auf der "Montagsdemo" zu S21 wurden die Ansprachen von Georg Schramm, Urban Priol et al. von einem Gebärdensprachdolmetscher begleitet (nur leider nicht immer im Bild). Respekt!

24/10/10

"Gutmensch": Eine widerwärtige Denunziation

Der Begriff "Gutmensch" wird seit einiger Zeit gern und als herablassend zu gebrauchendes Schimpfwort verwendet, um den damit Bezeichneten Realitätsferne, Inkompetenz, Naivität und zwanghafte Gutgläubigkeit zu unterstellen:*

"Insgesamt wird man sagen können, dass die politische Rechte den Begriff „Gutmensch“ dazu benutzt, um den politischen Gegner zu diskreditieren: Indem sie „linke“ Ideale als „Gutmenschentum“ abwertet, unterstreicht sie den Anspruch, selbst realistisch und auf der Sachebene zu argumentieren. [...] Potenzielle Kritik an (tatsächlichen oder vermeintlichen) rassistischen, homophoben, antisemitischen (und zunehmend auch antiislamischen) oder sexistischen Tabuverletzungen soll durch die Abwertung der Person mittels dieser rhetorischen Strategie entkräftet werden." - weiterlesen

Auf literaturkritik.de findet sich ein lesenswerter Beitrag zur der Genese und Anwendung dieses Unworts.


*)Insbesondere gegenüber einer sogenannten "Linken", einem bei genauem Hinsehen schwer bis gar nicht definierbaren Ding, dem wohlfeil alle Gegner rechter und rechtskonservativer Ansichten nach jeweils aktueller Stoßrichtung zudefniert werden; faszinierenderweise je nach Anlaß von beiden Seiten, hier als Feindbild, dort als Metagruppenidentifikator. Ergänzung: Wie die Arbeit gegen Rechts durch beliebige Definition von "Linken" Seitens der Bundesregierung behindert werden soll, ist im NPD-Blog nachzulesen.

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22/10/10

Bei Wärmegewitter ...

... hallt in Neukölln schräger Gesang durch die Straßenschluchten.

So viel zum "Prenzlkölln"-Mythos und was sich die Damen und Herren Marketingstrategen sonst noch an seichtem Unfug einfallen lassen.

21/10/10

iMac behind bars: The screen problem

I must admit that I am absolutely convinced of the OS X system. Though there is lurking a fear in the dark that Apple does its first step towards "App Store Only" software with OS X 10.7 Lion (meaning only "certified", or Apple approved, software will run on a future OS X system, as is the case with the iPad up to my knowledge) and thus trying to set up a software control monopoly,* the current OS X is more than satisfying and the best system I ever worked with.

Same does not apply to Apple hardware, I am sorry to say.

At least in my experience, almost all my Mac hardware, except the famous old Power PC 9600, encounters problems long before high-quality products should (crashed hard disks, "TFT-Krebs" etc.). And so, the computer screen of the excellently designed ice-white iMac is starting to show more and more vertical lines, matching those used for guides in layout programs, which makes it even more annoying. Or maybe it is just bad luck ...

Mac behind bars

A propos Computing: A new technical revolution is coming, the "Book" (found via Schockwellenreiter):

*) Well, seismometers are handing in pebble slide warnings: Apple seems to plan abandoning Java. When they will aboandon sudo, we know that hubris has hit them really hard.

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19/10/10

Gegen Wasserprivatisierung bis 26.10. unterschreiben: Berliner Wassertisch

Die Folgen der Privatisierung öffentlicher Dienste und Infrastrukturen lassen sich in anderen Städten sattsam beobachten. Die Verscherbelung des Tafelsilbers kommt die Städte dann gelegentlich sehr teuer zu stehen.

Ausgerechnet um das Trinkwasser selbst geht es nun in Berlin: Dieses ist teilprivatisiert worden. Und ausgerechnet in einer so wichtigen Frage wurden Geheimverträge gemacht. Sprich, der Mauschelei wurde in der für ihren politisch-wirtschaftlichen Filz berühmt-berüchtigten Stadt Berlin Tür und Tor geöffnet.

Daß es dabei nicht um das Wohl der Bürger geht, sondern wohl einzig um das Wohl einzelner Konzerne (unter salbungsvollem Abfeuern von "Private-Publik-Partnership"-Worthülsen), ist mindestens naheliegend. Daß grundlegende Dinge wie das Wassser nicht in die Hände von rein grewinnorientierten Unternehmen gehören, dürfte selbst einem Kind einleuchten. Details finden sich auf der Webseite des Berliner Wassertischs.

Dagegen kann der alleinige und einzige Souverän dieser Republik, das Volk, noch bis zum 26.10. über Unterschrift seinen Widerstand äußern und ein Volksbegehren darüber einfordern, besagte Geheimverträge offenzulegen. Es geht um unser Wasser.

Ob die Politik darauf hört, ist zwar fraglich - aber wer sich nicht wehrt, der darf sich auch nicht beklagen. Es sind schon über 150.000 Unterschriften eingegangen, 172.000 werden insgesamt benötigt. Unterschreiben kann man hier. Ein PDF für sechs Unterschriften steht hier.

Aktualisierung: Der erste Schritt ist wohl geschafft! Aber je mehr unterschreiben, desto klarer ist das Signal. Und das Procedere beginnt jetzt erst richtig.

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18/10/10

"Kriegerträume": Lesung und Vortrag zu Jugendgewalt in der Urania Berlin

Heute um 19:30 halten mein Kollege Frank Robertz und ich eine Lese-Vortrags-Kombination aus unserem neuesten Buch "Kriegerträume" in der altehrwürdigen Berliner Urania. So, wie das Buch aus einer Verbindung aus Erzähl- und Sachteil besteht, werden auch wir heute eine Buchlesung mit einem eindrücklich bebilderten Vortrag zum Thema Jugendgewalt und einigen seiner Spielarten halten.

Hier einige Zeilen zur Geschichte dieser Bildungsenrichtung.

Interessierte sind herzlich willkommen!

Urania-Vortrag am 18.10.2010

Aktualisierung: Einen kurzen Live-Mitschnitt der Lesung aus Kapitel 8 gibt es bei box.net. Ein Mitschnitt der ganzen Veranstaltung kann bei der Urania bestellt werden.

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15/10/10

Tram vs. Uhu 1:2

So ... pfft pfft ... ja meine sehr verehten Damen und Herren, liebe Zuschauer, herzlich Willkomnmen zu einer neuen Runde Sparring mit Öffentlichen Verkehrsmitteln an der Spree! Es erwartet uns ein spannendes Spiel heute zwischen BeFauGee und Uhu, nach dem 1:0 mit zwei ausgefallenen Bussen am Sonntag und 60 Minuten Verspätung, geht das Turnier heute in die zweite Runde. Es werden dem Uhu keine guten Chancen eingeräumt, das ist nicht sein Gebiet, gegen die BeFauGee hat er noch nie so recht brilliert, aber spannend wird es, das garantiere ich Ihnen.

Einlauf, von links kommt der Uhu, und ja, er erreicht die Haltestelle, er hat als Penalty das Rollmobil dabei, Penalty für das letzte verlorene Match ... und dort, an den Schienen, sehen wir ... keine, ich wiederhole, keine Tram! Die Straßenbahn eröffnet also mit einem routinierten Waintin' Dropkick.

Es sind da auch jede Menge Fahrgäste, das riecht nach einem erfolgreichen Double Waitin' Dropkick und also nach weiteren Punkt für die Straßenbahn, aber der Kampfrichter sagt Nein, nein, Wiederholungsmove, und Wiederholung zählt nicht, auch bei einem anderen Verkehrsmittel, allein der Stil zählt, für Ausfall, also für einen Double Waintin' Dropkick gab es schon einen Punkt, der ist vergeben, und so warten wir, wird es noch ein spannendes Spiel, oder bleibt alles beim Alten, Aber nein, nein, da kommt sie, die Straßenbahn, und sie ist gerammelt voll, ein klarer Fall vom Excessive Cramming, um den Gegner zu zermürben, das ist doch etwas Neues, wird der Uhu diesem Cramming bereits erliegen und auf die nächste Bahn warten müssen mit dem gewaltigen Rollmobil, das wäre vielleicht einen Punkt wert, aber nein, er läßt sich nicht beirren, schöner Konter mit einem SnakeSlithering Move! Was für ein Einstieg, was für ein Einstieg! Geschwind wie eine Schlange nutzt er die Lücke, unglaublich, wie er den Raum zu nutzen versteht, den es doch gar nicht mehr gibt, wird es ein 0:1 dadurch geben, aber nein, ganz so geschickt ist er nun wieder nicht, das schafft doch jeder Kinderwagen mit Großstadtkampfausbildung, tatsächlich, es schließt sich die Tür, sie schließt sich, und souverän hat der Uhu den Punkt für die BeFauGee abgewehrt - es steht weiterhin 0:0.

Aber was ist das. Body Slam durch die Tram: Gedränge in der Straßenbahn. Und Uhu pariert ganz entspannt. Und diesmal aus den Seilen wieder ein Body Slam - Tram an der nächsten Haltestelle mit weiteren Fahrgästen - wie wird der Uhu darauf reagieren? Wie? Wird er es aushalten?

Gar kein Problem. Souverän nimmt er das Geschiebe hin, die Bahn versucht ihn aus dem rettenden Türbereich zu drängen, ja, ja, sie schafft es, sie schafft es -- nicht. Wie ein Fels in der Brandung steht er da, das Rollmobil vor sich, und um ihn herum tosen die Fahrgastströhme, Aikido ist nichts dagegen, sage ich. Was für ein Anblick. Was für ein Anblick, meine sehr verehrten Damen und Herren! Der SteigOut wird so kein Problem sein, noch ist diese Partie nicht vorbei, noch ist alles offen!

Und was ist das! Sehen Sie was ich sehe! Das kann doch gar nicht wahr sein! Die Tram mit einem Bearhug! Aber was für einem! Foul! Das ist eindeutig ein Foul! Aber der Kampfrichter läßt weiterspielen! Es kümmert ihn gar nicht, daß der Bahnsteig soeben von der linken auf die rechte Seite der Straßenbahn gewechselt hat! Das ist eine interessante Griffvariante. Denn die Türen für die rechte Seite befinden sich weit vorne und hinten, und der Uhu erkennt die missliche Lage, die Tür zur Linken ist damit nutzlos geworden, er kann dem Bearhug nicht entkommen, kalkuliert wohl, wann der nächste Bahnsteig zur Linken kommen wird, aber nein, da wird keiner mehr kommen, was für ein gemeiner Trick!

Wird das der nächste Punkt für die Straßenbahn? Wird er es? Der Uhu gibt nicht auf. Kleines Sparring. Schwachstellen werden geprüft. Mitfahrer von links. Mitfahrerin von hinten. Gekonntes Schiebemaneuver zum nächtsgelegenen Ausgang. Der Bearhug bricht! Aber flink wechselt Tram über, und ... Chokeslam! Das Rad des Rollomobils blockiert an einem Vorsprung, das Rollomobil passt nicht hindurch, der nähere linke Ausgang ist verperrt! Er ist versperrt! Und bis zum anderen ist eine enggepackte Menschenmasse abwehrbereit, Full Nelson durch die Tram! Das sieht ganz nach einem Punkt für die Tram aus, jetzt aber wirklich -- Zielhaltestelle -- und vorbei! Die Tram ist durch die Zielhaltestelle gefahren, ohne daß der Uhu aussteigen konnte! Und der Kampfrichter, was macht der Kampfrichter? Er erkennt den Punkt an!

1:0 für die Tram! 1:0! Was für ein Spiel, meine sehr verehrten Damen und Herren, was für ein Spiel, da bleibt kein Auge trocken, so etwas haben wir noch nicht erlebt, eingekeilt zwischen Fahrgästen fährt -- er -- vorbei!

Wie weit wird er fahren müssen - bis zur Endhaltestelle sind es nur noch rechtsseitige Haltestellen, und davon nicht zu knapp. Der Full Nelson sitzt perfekt. Kein Entkommen. Weiterhin kein Durchkommen vorne und hinten, da hilft kein SnakeSlithering mehr. Die Tram hat diesmal vorgesorgt. Der Uhu, man sieht ihm an, diesen Sonntag wollte er sich nicht geschlagen geben und wieder mit wertvollen Stunden bezahlen, diesen nicht. Aber was soll er machen! 1:0, das kann er nicht mehr schlagen, nicht heute! Dieser Griff ist nicht zu brechen. Vielleicht könnten wir ihm ja einen Punkt für gute Führung geben, das wäre doch gerecht, aber ich hoffe da nicht darauf, einen Gleichstand würde der Kampfrichter nicht akzeptieren, vielleicht, ja vielleicht hebt er ja die Penalty fürs nächste Spiel auf ... aber irgendetwas sagt mir, daß das Spiel noch nicht entschieden ist.

Noch nicht entschieden! Was rede ich, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Zuschauer! Es müsste ein Wunder geschehen ... aber was ist das! Was ist das! Ich sehe ... das ist ein interessanter Move! Negatives Technikkarma der feinsten Sorte! Wird der Uhu es gegen die Tram wenden können? Kaum zu glauben! Aber er hat schon in der Vergangenheit seine Meisterschaft darin bewiesen! Nur meistens gegen sich selbst. Was will er? Daß die Räder von seinem Rollomobil fallen? Aber so macht man keine Punkte, nicht hier, wo es hart auf hart geht!

Und da, ein Unfall. Aber nur an der Kreuzung, die Tram fährt unbehelligt weiter. Tolle Leistung, Uhu, Zuschauer zu treffen, das ist gar nicht gut für die B-Note ... oder war es nur eine Keilerei der Zuschauer unter sich? Es sollen ja hohe Wetten gesetzt worden sein!

Na der Unfall war jedenfalls nicht der ersehnte Gegenschlag - aber das ist ein weit ausholender Move, oh, oh, oh, der ist noch nicht vorbei, da kommt noch was ... das wird noch spannend, die Tram fährt in die Haltestelle hinter der Zielhaltestelle ein, jetzt wäre noch Gelegenheit zum Aussteigen und zurücklaufen, sonst bekommt die Tram gar noch einen Punkt für Exzellenz dazu! Draußen zieht außerdem Regen auf, wenn der Uhu im Schauer zurückmuß, gäbe das vielleicht auch noch einen Extrapunkt für einen effektiv gesetzten Pourin'Rainer Drench. Das wäre dann ein legendärer 3:0-Sieg!

Und der Bearhug ist so undurchlässig wie zuvor, im Gegenteil, weitere Fahrgäste steigen hinzu, und immer rechts, immer nur rechts! Keine Gnade, ich sage nur, keine Gnade! Und die Türen gehen zu. Jetzt ist gleich soweit, jetzt wird der Weg zum Ziel zu Fuß zu weit. Noch steht die Tram. Aber ihr Stehen nützt dem Uhu nichts, er ist eingebaut wie ein Block im guten alten Tetris-Spiel, da bewegt sich nix. Ah, diese Demütigung! Er wird mit einer neuen Tram zurückfahren müssen, ja, er wird den Gegner anbetteln müssen um ein Kurzstreckenticket, da wartet garantiert ein Kontrolleur! Ja, das ist übel, gaaaanz übel! Die Straßenbahn will ihren Gegner ein für alle Mal kaltstellen, wie es scheint! Nicht schlecht gemacht, Respekt, Respekt. Aber sehen Sie das, meine sehr verehrten Damen und Herren, der Karma Move ist noch nicht vollendet! Da kommt noch was, da kommt noch was!

Die Ampel wird grün. Die Tram regt sich immer noch nicht. Dabei steht sie so dicht vor einem haushohen Sieg! Was ist das? Gnade? Oder ganz besonders grausame Folter?

Aber nein! Nein! Nein! Unglaublich! Unfassbar! Ein völlig unvorgersehbarer Uppercut vom Uhu beschließt seinen Technikkarma Move! Und Hit, Hit!! Und ein Energy Roundhouse Kick! Es kommt die Durchsage:

"Bitte alle aussteigen, diese Tram fällt wegen einer Betriebsstörung aus!"

Technisches K.O.! Ja ist das denn zu fassen? Alle steigen aus, der Bearhug ist gekontert, gewaltig, gewaltig! Und sogar er, da schreitet er siegreich und voller Triumph die schmalen Stufen auf dem Steg des Sieges hinab, der Uhu betritt den Haltestellenbahnsteig, auf der rechten Seite, er ist frei, eine Haltestelle hinter dem Ziel, er kann zurücklaufen, trockenen Fußes, die Reste seines erlegten Gegners hinter sich zurücklassend, ja ist das denn zu fassen? Kann das denn wirklich wahr sein? Fantastisch, meine sehr verehrten Damen und Herren, fantastisch! Technisches K.O. in der letzten Runde durch einen Technikkarma-Move!

Und der Kampfrichter ... 2 Punkte! Zwei legendäre Punkte für den Uhu wegen Exzellenz! Mit dem eigenen Technikkarma die Tram lahmgelegt, wer kann das schon von sich behaupten, Gratulation, Gratulation! Unglaublich, ich fasse es selbst nicht, was für ein Spiel, und was für ein Ende, es ist nicht zu fassen, durch technisches K.O.! Der Kampf endet 2:1 ... für den Uhu!

Damit dominiert der Uhu souverän mit einem Punkt Vorsprung in einem Kampf, in dem die Tram klar im Vorteil gewesen ist! Respekt! Jubelnde Massen hier im Studio, wer möchte nicht einmal einen solchen Sieg gegen die Öffentlichen davontragen! Ich gege ab an meinen Kollegen Treutel Hainz für die Analyse! Wunderbar!

12/10/10

Now testing: Scrivener

I have looked through different software solutions to replace standard OpenOffice/M$ Office software by one that fit better to my needs. While Ulysses does not offer enough features, and I surely do not need advice in writing as given in Papyrus, Scrivener caught my view. It is a shame good old Word 5.5 wouldn't run smoothly under OS X ...

Scrivener, especially designed for OS X, seems to be quite promising. It is highly customizable and has some nice features, including linking of text and research documents and notes. And it got a true fullscreen mode!

I will give it a try and write a little review here when I have tested it thoroughly.

Addendum: Boy, it looks cool.

11/10/10

Zweites Buch über Jugger: Stand der Dinge

Der Satz ist beinahe fertig - das Erscheinen des Buches ist für November geplant.
Und es deutet alles darauf hin, daß es wirklich klasse aussehen wird! Prächtiges Bildmaterial.

09/10/10

Unduldsam und wohlstandsverwöhnt

Ganz egal, welcher Partei die Dame angehört, ihre Entrüstung ist wortgewaltig und ernstzunehmen. Den 26. Oktober kann man sich wohl vormerken.

Und das bei einem Projekt das laut Leibchen der Befürworter "Sinn macht", anstelle ihn zu ergeben. Haben wir hier einen Freud'schen Verschreiber? Wenn es keinen Sinn ergibt, dann "machen" wir uns einfach einen?

Quelle: Tagesthemen

02/10/10

Jugger auf der BTB-Fachtagung "Turnen in der Schule" in Berlin

Jugger Liga Von Dienstag bis Donnerstag kommender Woche, 5. - 7. Oktober 2010, findet in der Max-Schmehling-Halle die 13. Fachtagung "Turnen in der Schule" des Berliner Turnerbund statt.

Auch Jugger kann dort jeweils ab 13 Uhr kennengelernt werden.

Es wird ebenso über die Möglichkeiten und besonderen Chancen von Jugger im schulisch-pädagogischen Einsatz gesprochen, wie praktisch in den Umgang mit Pompfen und das Spielprinzip hineingeschnuppert. Herzlich willkommen!

Die Ankündigung des BTB findet sich hier als PDF.

Einige Stimmen von Pädagogen und Trainern:

„[Jugger ist] eine sehr interessante Geschichte für den Schulsport, da dort in einer sehr begrenzten Zeit die motorischen Entwicklungsreize gesetzt werden sollen, und das passiert hier optimal.“ - Dr. Andreas Günther, Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik der Martin Luther Universität Halle

„Hier sehe ich die Möglichkeit, die Schüler über diese Sportart zu erreichen – es ist neu, sehr ungewöhnlich, noch nicht so in der Erwachsenenwelt verankert worden, hier kann ich mich als Schüler noch ausleben.“ - Dipl. Soz. Päd. Markus Böttcher

„[Im Jugger erkennt man,] dass es Geschick und Teamwork braucht und brachiale Gewalt nicht weiterführt, und das finde ich sind klare Aspekte, die Schülerinnen und Schüler zur Demokratiefähigkeit verinnerlichen sollten.“ - Magnus van Lück, Verfasser einer Abschlussarbeit über Jugger

(Zit. aus: Jugger. Der Endzeit-Sport, Archiv der Jugendkulturen 2010)

Ohne Worte
Foto: Sebastian Bennecke ssb-photo.de

01/10/10

Respekt, Stuttgart!

Viele Bürgerinnen und Bürger Stuttgarts haben offenbar die Nase voll von einer Politik, die meint auf sie verzichten zu können und Toll Collect-ähnliche Vertragswerke "ohne Kündigungsklausel" für völlig normal hält.

Daß die gutbürgerlichen Stuttgarter (wir reden von Schwaben!) dafür sogar ein Auge voll Pfefferspray durch die Polizei hinnehmen, ist beachtlich. Und es dürften einige zu jener Schicht gehören, die für ein spannendes Nachspiel in der Sache sorgen kann.

So viel Rückgrat verdient Respekt.

Nachtrag: Laut CDU haben die Schwaben ihre Kinder als menschliche Schutzschilde verwendet (Minute 1:46). Man darf gespannt sein, wann sie ihre verstaubten Spieße und Helmbarten aus dem Keller holen.

Nachtrag II: Nette Persiflage bei F!XMBR:

"Bewohner der Erde,
wie ihnen zweifellos bekannt sein wird, sehen die Pläne zur Entwicklung der Außenregion der Galaxis den Bau einer Hyperraum-Expressroute durch Ihr Sternensystem vor. Und Ihr Planet ist einer von denen, die gesprengt werden müssen. Es gibt keinen Grund, dermaßen überrascht zu tun. Wir verurteilen die ausufernden Proteste ..."
weiterlesen

Nachtrag III: Der Polizeieinsatz war allerdings politisch wirklich erstaunlich ungeschickt. Denn jetzt steht der Filz im Rampenlicht, der in Stuttgart um das Bauprojekt, so wie es aussieht, in Verbidnung mit der CDU fröhlich gewuchert hat. Konservative bleiben sich eben treu.

Dazu passt die Ansage der FDP an die Demonstranten: "Die Menschen sind in zunehmender Zahl sehr unduldsam und wohlstandsverwöhnt." Quelle
Wählen gehen, dann Schnauze halten scheint das Demokratieverständnis hier zu lauten. Das könnte den Liberalen so passen.

Nachtrag IV: Nachspiel QED: "Ich bin kein Berufsdemonstrant und kein Chaot, sondern habe diesem Staat bis zu meiner Pensionierung vor einem Monat treu gedient, zuletzt elf Jahre lang als Vorsitzender einer Strafkammer des Landgerichts Stuttgart": Einer der "Wohlstandsverwöhnten" ist Dieter Reicherer, ehem. Vorsitzender einer Strafkammer des Landgerichts Stuttgart und gewiss kein "linker Spinner", der als "Opfer eines Wasserwerferangriffs" Dienstaufsichtsbeschwerde beim Innenminister einlegt: Hier ist sein Schreiben nachzulesen.
Es endet mit den harschen Worten: "Gestatten Sie mir die Bemerkung, dass ich einen derartigen Polizeieinsatz gegen friedliche Bürger bislang nur durch Berichte aus China und anderen Diktaturen kannte."

Stuttgart21 dürfte noch interessant werden. Vielleicht ist es gar ein Zeichen der Politisierung in einer an sich eher trägen, aber politisch brandgefährlichen gutsituierten Mittelschicht. Es wird sich zeigen.

Nachtrag V: War der Pfeffersprayer ein agent provocateur der Polizei? Gefährlicher Gedanke im Stuttgard 21-Blog.

Nachtrag VI: Gewehr bei Fuß, Schreiberlinge! So könnte der Aufruf klingen, "angesichts der Anwesenheit des OB bittet der Vorstand um PÜNKTLICHKEIT und eine verbindliche Anmeldung". Worum geht es? Darum: "Nachdem ursprünglich das traditionelle Schriftstelleressen der Stadt Stuttgart auf der Liste der Streichungen [Spitze Anmerkung: Wir reden von der Stadt, die gerade Millionen verpulvert] im Literaturbereich zu finden war, lädt nun der Oberbürgermeister der Stadt die Mitglieder des VS herzlich ein zum traditionellen Mittagessen."

Kollegen, laßt Euch nicht instrumentalisieren.

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Otto Waalkes

Der Uhu führt hier ein Weblog, ist aber gewiß kein "Blogger".

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