30/01/12
Internet: Ein Kinderspielplatz für die CDU
Es wäre zum Lachen, wenn es nicht so ernst wäre: In der CDU gilt das
Internet offenbar immernoch als großer Kinderspielplatz, auf dem
ansonsten unvermittelbare Abgeordneten endlich auch ein Sandförmchen
gereicht bekommen.
Wie sonst läßt sich die
lächerliche Büttenrede eines CDU-Bundestagsabgeordneten verstehen,
der, man höre und staune, in der Enquetekommission "Internet und
digitale Gesellschaft" sitzt?
Während zu
Wirtschaftsfragen wenigstens der Anschein der Seriosität gewahrt wird,
scheint es vollkommen an den Konservativen vorbeigezogen zu sein, welche
gerade inhärent demokratische Funktion das Internet (noch) besitzt.
Vielleicht war ein obiges Erbrechen von Dummheit nicht anders zu
erwarten, schmerzhaft bleibt es deswegen nicht minder.
Wir verkommen zu einer Republik der Peinlichkeiten.
10/01/12
Bashing the white Apple: Non-global guides in oh-so-great Keynote
Ladies and gentlemen,
it is time again to do some decent bashing of the White Nibbled Fruit called Apple, which is not a banana and not an orange, but an apple someone has bitten a piece off, and sometimes it seems that this piece was called reason.
Now we present the famous Keynote app, famed for the Cult of same-named Keynote Hardware Magic celebrations. Well this is a powerful and impressive program to replace Powerpoint, and since NoeOffice Impress is incredibly slow to the point of being unusable, Keynote might indeed be worth a try.
And yes, it runs smoothly, looks bright and shiny -- and this is exactly what one wants of a presentation program, to make impressive, thus bright and shiny, presentations, is it? -- and handles huge images with ease.
So, ladies and gentlemen, all is well!
Well, no.
Nothing is well.
I do not know what these ... I am sorry to say so ... bastards think of when they build such programs. How, on earth, can anyone with at least a drop of conscience implement guides in a presentation-making program, which is great ...
... but then just forget to make them global? What the heck do I want with a guide that I have to apply anew on each and every frillin new page? "Just (!) drag a new guide to the same position with the mouse?" Hello? "Just drag again"? This is a work of precision, not mouse-pushing crap! I mean, are you nuts, sirs and madams? Did you drink too much fancy bubble tea? With Photoshop, OK, no problem there. But with a presentation? That cute thing consisting of dozends of separate pages that have to have a coherent layout?
I really do not wat to know in which spheres the white fruit programmers are dancing during work, but I sometimes do have the suspicion that they are either excessively nasty or incedibly ... ignorant. Bah.
Addendum: Okay, concerning the "bright and shiny" aspect, Keynote is
impressive and very smooth to handle. To make presentations that are not
just makeshift paper-clipped sketches, like with other programs, is very
easy and the outcome is impressive.
Granted. But that doesn't make
things better: I get the impression that concerning guides, the
programmers did intentionally make them non-professional (id est, crap).
Did they fear Keynote would become too good for an affordable program or
what? Bigots!
Nachtrag: Ein wunderschönes Zitat von fefe zum Thema Ultrabooks/Apple-Lifestyle-Nutzer: "Auch die Energiebilanz von Aluminium-Gehäusen sollte den ganzen Pseudo-Öko-Veganer-Appleusern die Tränen in die Augen treiben." Tut sie aber nicht, wetten? Chapeau!
03/01/12
Warum ich nichts von PayPal halte
... unter anderem darum:
"PayPal: if you don't like the violin you bought, smash it and we'll give you your money back".
12/12/11
Nach Guttenberg: Bush jr. als Berate/rin/r für Menschenrechte
Brüssel (dep2). Wie ein EU-Kommissar Mahlzahn
heute Mittag mitteilte, wird die Frau des ehemaligen US-Präsidenten Bush
jr. als Beraterin für Menschenrechtsfragen eingestellt werden.
"Wir
müssen mit der Zeit gehen", erklärte Mahlzahn vor
Journalisten. "Nachdem der verheerte, Verzeihung, verehrte fränkische
Freiherr zum Berater für das Internet bezüglich Dissidenten ernannt
worden ist, wohlgemerkt auch mit
einer Internetsperren nicht ganz abgeneigten Ehefrau, haben wir
endlich erkannt, daß die Schlüsselqualifikationen unserer
Berate/rinnen/r congenial angelegt sein müssen."
Auf
verwunderte Nachfrage mit Bezug auf die Politik ihres Mannes erklärte
er: "Wir holen Frau B. nicht wegen ihrer Vergangenheit oder wegen
ihrem Ehemann ins Boot, sondern weil wir ihre persönliche Ausstrahlung
sehr schätzen, und außerdem sind wir schon lange sehr enge Freunde.
Alles andere wäre doch politisch unprofessionell."
Die
Entscheidung sei auch deshalb notwendig gewesen, da die EU als Endlager
abgebrannter Politiker eine Pflicht zu erfüllen habe; er verwies dabei
unter anderem auf eine chronisch abwesende Dame mit einem Vornamen "wie
trockener Weißwein". Und da die EU in der Bürgerschaft
ohnehin als Kasperletheater entlarvt worden sei, spreche auch sonst
nichts gegen die Entscheidung, so Mahlzahn.
Kommende Woche soll
darüber diskutiert werden, ob Dagobert seine Beratertätigkeit in Sachen
Finanzkrise schon früher als geplant antreten soll.
3sat fährt "Hacker" gegen die Wand
Es hätte eine interessante Dokumentation werden können. Da sendet 3sat einen Film über "Hacker" ("Portrait einer Gegenkultur"); was böte sich da nicht alles an. Und was passiert?
Endlose Einstellungen von U-Bahn-Rolltreppen, Schienensträngen, natürlich viel Neonlicht (vermutlich wegen der technischen Wirkung), dazu recht zusammenhanglose Aussagen junger Leute, die sich wohl für "Hacker" halten und irgend etwas über weltbewegendes cross-plattform-Scripting erzählen, auch mal ein bisschen kaumkommentiert War Driving betreiben (ebenfalls eine ganz neue Erfindung), vor allem aber höchst Wissenswertes über spätes Aufstehen, die Notwendigkeit gebügelter Hemden fürs seriöse Auftreten und dergleichen narzisstische Trivialitäten mehr von sich geben.
Wer das Thema nicht kennt, erfährt weniger als nichts, höchstens eine Bestätigung von Klischees; wer sich auch nur am Rande damit befasst, hört bestenfalls nichts Neues. Insgesamt ein ... Ding, das vielleicht nach merkwürdigen künstlerischen Maßstäben geradebrecht wurde und selbst auf die Banderole gern verzichtet, jedoch den Namen "Dokumentation" leider ganz und gar nicht verdient hat. Da ist jede Talkshow mit den üblichen Grinsgesichtern informativer (und ehrlicher).
Die Titelaussage, dieser Film sei ein "Portrait" einer "Gegenkultur", hätte unzutreffender und anmaßender nicht ausfallen können. Wer hat hier bitte die Oberschüler ans Schnittpult gelassen?
15/11/11
Facebook Phishing-Mail
Nichts Ungewöhnliches, aber nicht ungeschickt gemacht: Eine Phishing-Mail,
die Facebook-Logindaten abschöpfen möchte. Und erstaunlicherweise ohne
schwerwiegende Rechtschreibfehler . Zielseite sieht zum Verwechseln
ähnlich. Nicht ohne Humor der Hinweis: "... and make sure no one
is using your account without your permission."
Mancher
Nutzer mag in Panik denn doch zu schnell klicken ...
Dear Facebook Member,
Your Facebook account was recently logged
into from a computer, mobile device or other location you've never used
before. For your protection, we've temporarily locked your account until
you can review this activity and make sure no one is using your account
without your permission.
Did you log into Facebook from a new
device or an unusual location?
If this was not you, please follow
the link below and verify your account.
http://.../index.html?=account_recovery
Please
note: if you not verify your Facebook account wthin 10 working days, for
your protection, the account will be deleted.
Thanks,
Facebook
Security Team
26/10/11
Warnung: Ihr Browser fängt gleich Feuer!
Auf solche "Hilfe" können wir gut verzichten: WordPress-Plugins wie
dieser panische "browser-helper", (nur mit JavaSkript zu
genießen) die den Nutzer mit unsinnigen – und, wie bei Besserwissern so
oft, unzutreffenden – Warnungen belästigen ...
Wenn
schon einer solche Skripte runterschreibt, sollten sie doch zumindest
korrekt funktionieren. Was bei Browsererkennung eben nicht so
einfach geht.
20/10/11
Die Aktuelle Stunde zum Staatstrojaner: Unterhaltsam
Sehr zu empfehlen, wenn einem nach einer anregenden Mittagspause mit Popcorn ist: Die kommentierte Mitschrift zur Aktuellen Stunde über den Staatstrojaner.
⇒ Teil 1 // Rollenwechsel möchte jemand Eis? // ⇒ Teil 2
Demokratie, wie sie sein soll: Erschütternd, unterhaltsam, vielleicht sogar den einen oder anderen zu eigenem Engagement anregend. Sehr erbaulich.
Nachtrag: Selbst der Stern schießt inzwischen scharf: "Hans-Peter Friedrich (CSU) ist gerne Bundesinnenminister, weil ihm ein fünfstelliges Gehalt und ein sechszylindriger Dienstwagen zustehen. Dass mit der kommoden Ausstattung auch gewisse Amtspflichten verbunden sind, scheint dieser Minister, den sie in Schwaben einen Schlaule nennen würden, nicht gelten zu lassen." - weiterlesen
12/10/11
Spannende Gedanken zu einem P2P-Weblog/Sozialen Netzwerk
Der Schockwellenreiter hat sich hingesetzt und sich einige Gedanken zur Realisierung einer P2P-basierten, also dezentralisierten, nicht von einer Firma oder Staat abhängigen und (leicht) kontrollierbaren, Weblog/Sozialnetzwerk-Lösung gemacht.
Was dabei herauskam, liest sich auf den ersten Blick schon spannend. Und ich persönlich würde es ja sehr begrüßen, eine offene Plattform nutzen zu können, die einerseits eine lokale Datenbank nutzt (wie dieses Weblogsystem), andererseits vernetzbar ist und von mehr als einem oder zwei Entwicklern getragen wird: Thingamablog ist wohl leider, auch wegen der Konzentration auf einen Entwickler, tot, und Alternativen müssen her.
Auch politisch ist die Idee interessant. In Zeiten zunehmender Restriktion des einst freien Netzes und steigendem Kontroll- und Eingreifbedürfnis von staatlicher und industrieller Seite ist eine Rückbesinnung auf die Natur des Internet gewiß nicht von Schaden.
Also: Mitlesen, mitdiskutieren, mitentwickeln im Rahmen der eigenen Möglichkeiten ...
10/10/11
Apple! Sit!
Yes it is really really annoying that each time you start an application while working with another one, it hits you right in the face as soon as it has been loaded, pushing the running application into the background. That is unnerving, a (security as well as general) risk and absolutely unnecessary.
Bastards.
Addendum: So now you are
ready to sue a little Café just because they have a red (!) apple
(yes there is a fruit called so) with a white childs' head in their logo
which they want to protect as a trademark?
Because some definite
blind fish might possibly be so unbelievably dumb and mix it up with
your excessively stylish white bite-of thingy? Yes we know that You Your
Majesty Or May I Call You God Please did invent, in fact, the fruit
apple (alas, even the act of biting-off) and maybe even the appletree
itself, but -- honestly? Did the loss of a charismatic cult leader take
you off the rails?
09/10/11
Zivilisation=Töten per Joystick
Schön, der neue saubere Krieg: Nun ist es nicht allein mehr die keimfreie Berichterstattung wie zum ersten Golfkrieg, sondern auch das Töten ganz real vom heimischen Arbeitsplatz aus, und zum Abendessen ist man dann wieder bei Heim, Hund und Familie. So sieht der Krieg hochzivilisierter Demokratien also aus. Fortschritt in Reinform.
Dumm nur, wenn diese Errungenschaften von einem Virus befallen werden. Da beschleichen einen doch die Bilder der "Terminator"-Filme (das prophetische Potental scheinbar nur unterhaltender Science-Fiction-Filme ist beängstigend): US-Kampfdrohnen von Virus infiziert.
Das bringt den Regierungen dann gewiß auch wieder trefflich Munition für ihre Forderungen, das Internet zu kontrollieren, da nun auch Waffensysteme unmittelbar davon betroffen sind: Cyberwar, ganz und gar selbst gemacht. Zivilisation ist schon eine tolle Sache.
Zur Erinnerung: So sieht es aus, wenn Bürger in Uniform morden, um Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit zu bringen. Es darf gemutmaßt werden, daß dergleichen mit Bildschirm und Maus eher noch leichter fällt. Gewiß sind aber alle gute Eltern, die ihre Kinder lieben und auch prächtig Klavier spielen können.
Addendum: Nur unschön, wenn die Computer-Real-Spieler versehentlich die eigenen Leute ins Visier nehmen.
27/09/11
Offener Brief an Kauder: "Der Zugang zum Internet ist kein Spielzeug, wie es sich für Sie darstellt."
Digitale Gesellschafft e. V. hat einen Offenen Brief von Beckedahl (netzpolitik.org) an Herrn Kauder im Blog aufgeführt, der den Nagel auf den Kopf trifft:
"Der Zugang zum Internet ist kein Spielzeug, wie es sich für Sie darstellt. Er ist Grundvoraussetzung für wirtschaftliche, gesellschaftliche, soziale und demokratische Teilhabe (was die aktuelle Rechtslage leider momentan an vielen Stellen nicht widerspiegelt). In meinem Internetverkehr hat mein Provider nichts verloren. Er hat sich um diesen nicht zu kümmern, so wenig wie sich die Möbelspedition beim Umzug um die Schönheit meines Interieurs scheren soll, so wenig sich die Post um den Inhalt meiner Briefe oder der Nachbar um den Inhalt für mich angenommener Pakete kümmern soll, so lange ich ihn nicht drum [sic] bitte." -- Weiterlesen
23/09/11
SBS Dateline: Killing the open Internet
SBS Dateline is an excellent news service from Australia, with many fine reports from all over the world, on controversial topics.
Now they started to hammer a nail into the coffin of the internet – sounds dramatic, yet it is not to be underestimated. More and more news corporations are forced to, or even happily, building walls around their countries. If you want to access certain videos, the message "Geoblocked. Not available in your country" appears (which, of course, is nonsense – It is "blocked in your country"). For example, try to get this video, "America's Nazi Backlash", from Germany.
A real shame.
19/09/11
Wahlen in Berlin: Bravo Piraten!
Bravo Piraten!!Fast 9% für die Piratenpartei ist ein großartiges Ergebnis. Nun sind die Piraten noch eine sehr junge Partei, die vor enormen Herausforderungen steht und sich in vielerlei Hinsicht noch entwicklungsfähig ist, eine Partei, auf die zahllose Riffe und Untiefen lauern – ein besonders gefährliches haben sie schon mit ihrem rechtspopulistischen, inzwischen gottlob ehemaligen Parteifunktionär bereits schmerzlich kennenlernen müssen.
Vor allem aber können sie die etablierten Parteien zwingen, sich endlich der Tatsache zu stellen, daß die Neuen Medien keine triviale Spielerei sind, die man beliebig und ohne jede Sachkenntnis für seine gerade passenden Politparolen mißbrauchen kann, sondern daß diese Medien vielmehr von außerordentlicher Bedeutung für unsere Gesellschaft, unsere Demokratie, ja unsere alltägliche Kommunikation sind.
Ich wünsche den Piraten, daß sie ihr kleines Schifflein durch den Sturm des politische Alltags steuern werden. Es wird Mastbrüche geben und zerfetzte Segel, aber wenn immer wieder Breitseiten gegen alte Dampfer der unsäglich inkompetenten Populisten vom Schlage der Uhlen abgefeuert werden können, wenn die Etablierten endlich begreifen, daß es der Aneignung von Kompetenz bedarf, um über Neue Medien politisch entscheiden zu können, dann haben sie Erfolg mit ihrer großen Kaperfahrt gehabt.
Und wer weiß, vielleicht gelingt es den Piraten, sich als feste Größe zu etablieren wie einst die Grünen, die seinerzeit auch nur als ökologische Wirrköpfe verlacht wurden. Mögen sie aber von den Bohrmuscheln des Politikeralltags weniger zerrieben werden als jene.
Und daß die gelbgetünchte Spaßpartei der Besserverdienenden und Hotelliers ihren Denkzettel bekommen hat, das war einfach nur allerhöchste Zeit. Nicht weiter der Rede wert.
Nachtrag: Wisst Ihr was, vergesst einfach, was ich hier geschrieben habe. Diese Partei hat noch einen weiten Weg vor sich.
06/09/11
Really, REALLY annoying things about Apples OS X
OK, that's it. Apple has just topped hubris* by banning Samsungs Galaxy series from German shops (more here in German). I don't care about Samsung, those high-end lawsuits or modern shiny toys for grown-ups. But the reason for banning it is simply ... hilarious, if the online media are to be believed here: Because the Galaxy Tab would violate a "Geschmacksmuster": It looks like an iPad! Yes, it is, in fact, chief inspector, Sir, it is a flat, round-edged device! No really! I cannot hold my water out of the sheer excitement! You are just destroying the last bits of common sense in our legal system, and are working hard in making life a hell for everyone except shady lawyers, you know? That was (is?) the style of a very well-known software corporation we all hated by the heart and wanted to avoid by using Macs ...
Sorry, that behaviour sounds utterly and completely ridiculous. So now, let's get to work, my dear. A rant I didn't intend to publish, but now it happens to be just the time.
Overall, OS X is a excellently working, well-tailored UNIX based system (yes, sorry, no genuine invention of Apple as it just occurs to me). Especially when Windows XP (or, behold, earlier versions) were in use, it has come as a great relief, at least to me.
Yet there are still , and I mean: still, after over ten years of development, some issues that are really bloody bloody BLOODY annoying about these OS Xes. Here is the Best Of, to be continued:
Copying grabs LOTS capacity. Even with dual processors, it isn't capable
to do multithreading and just put less than 2 GHz on the task of simply
shifting files from one point to another - no, the Big Brake is pulled
and working during large Finder-copy processes is simply awful. Yes I
use the terminal, but sometimes a Finder is just the quicker way, and,
hell, this system says it would be so-well designed to work in GUI mode!
Copying
via the Finder gives me the creeps anyway. Why does this process have to
stop when one, and I repeat: 1 file is corrupted out of
thousands? Why can't I skip this very file, as I even could do with an
old Amiga 500 in the end of the 80th?
Also, copying means "all or
nothing". The idea simply does not seem to have occured to the Holy
Developers Of Apple that someone might, just probably, just want to fill
an already used folder with some new files instead of replacing the
complete former folder with the new one. A feature that is so very
exclusive that every FTP client worth it's salt, every LINUX and even an
Amiga could manage this without even mentioning it. Bastards!
Besides
copying, there are some other things that make cats climb walls.
For
example:
Why is it, that whenever one starts a new application,
and continues working with another one during loading time, the new
application jumps right into the face of the working user like a
Jack-in-the-Box, pushing the already running application, even open
menues, in the back like a drunken pimp? This is not only annoying but
might even be a (low-level) security risk, for example when users enter
a password and don't see in time that they are actually typing in the
newly-started application, not in the password entry box anymore. But
all in all it is just very, very annoying. Blast this!
Then, Finder greets again. Try to select files from, say, the middle of
a file list in the Finder window, down to the last file (or vice versa,
up to the first). Small minded people might just thing "well, let's hold
"Shift" and "Page Down/Up" or even "Pos 1"/"End". But no, THAT would, of
course, be much too easy for our geniuses down at that metallic shining
village. I tried every, EVERY blasted key combination that seemed
sensible enough, yet under 10.6 there is just no chance to automatically
select all files from a certain point onwards just by pressing two keys.
Are you nuts or what? I happen to have some thousand photos I
coincidentially would not want to "grap-select" each of them by "drawing
a shiny frame with my mouse" around them. Why don't you just abandon
that nasty bit called keyboard and just resort to your bloody freakin'
"mighty" mouse? I mean, you already get wet dreams by such a thought,
don't you?
Or the fact that users are more or less viewed upon
like little babies. Boy, there are some users out there who happen to
know how to handle a complex computer system, do not treat it as a
stylish accessoire for their stylish Latte Macchiato hours,
yet love to administer it without a 1-ton UNIX reference handbook at
their desk and nevertheless want to change certain more subtle
settings in the so-called "system preferences" -- a task that is every
so often only possible through third-party piece of tinkering software.
And don't tell me LINUX would be an alternative. It is not, as long as certain professional software doesn't fully support it. Sorry.
And, now, to another topic, my friends.
Why on earth do you bury hard drives so deep in the bright-and-shiny
computer architecture that, when you don't want to buy the top-notch
excessively expensive model, you have to disassemble the whole computer,
meaning you have to pay expensive working hours for the "Apple
certified" Elite of computer shops?
Why is it that the
so-called high-quality hardware cannot even stand my personal
anti-techique aura? So that my
ibook started blanking out pixels on the TFT screen (something like
TFT cancer) and my iMac
started to grow shiny vertical bars right across the whole screen,
both unfortunately features that are irrepairable since replacement
costs almost as much as a new computer?
Blast, how I hate the
arrogance and hubris of the White Nibbled Fruit.
Wouldn't you like
to Copyright, say, the fruit apple? I mean, you inventioned it,
didn't you? And all grocers would of course be happy to pay a share to
Your White Godlyness. I mean, Can anybody please hand me a banana really
quick?
The iToilet. By Electric
Chicken. See there for the excessively simple working instructions.
And clogging.
---
*) Yes, in my opinion. And this is a Rant. Really. Who would have expected it. No reason to sue me. And yes, Apple and Samsung are trademarks. Wow. Swell, is it.
27/07/11
Dieser Beitrag darf ... nicht gezeigt werden
Wozu, darf man fragen, zahlt man GEZ-Gebühren, wenn beim Webstream unserer Öffentlich-Rechtlichen, und zwar wohlgemerkt bei den Tagestehem, ständig solche Pausenbilder (Abb.) minutenlang ins Gesicht springen? In diesem Fall nicht etwa Sport oder solche Sachen, sondern ein kompletter (!) Bericht über einen Täter (nein, nicht Norwegen, sondern zu einem "Ehrenmord")?
09/06/11
07/06/11
OS X 10.7 Lion: Apples Griff nach der Kunden-Fernsteuerung?
Schon einmal wurde an dieser Stelle mit Zweifel auf die neue Stoßrichtung der Firma Apple geblickt, Nutzern an "App Store" (und somit von Apple exklusiv zugelassene) Programme zu binden.
Die Vorstellung von OS X 10.7 "Lion" scheint diese Befürchtungen
wenigstens zu nähren. Bereits der berichtete
Zwang zum Kauf im "App Store" *) der neuen Version
ist an sich ein Unding, allein schon mit der damit verbundenen Preisgabe
der Kreditkartendaten. Als hätte es Datenlecks wie im Hause Sony nie
gegeben.
Wer nicht möchte, daß Apple ein gewisses Maß an Kontrolle
über die eigenen Programme oder gar Inhalte ausübt (gern auch im Zeichen
der "Urheberrechtswahrung"), der könnte es vielleicht in der weiteren
Zukunft schwer haben. Mit Verharren bei 10.6 oder 10.7 wird es auf Dauer
nicht getan sein, da neuere Software, wie schon in der Vergangenheit,
inkompatibel werden wird - ein Umstieg wird also erforderlich sein.
Entwickler von Open Soure-Software können davon schon zwischen den
verschiedenen 10.X-Versionen ein Liedlein trällern, es sei nur an den
Ausfall von GPG Mail erinnert.
So ist auch der Schockwellenreiter nur wenig angetan von dieser Politik. Ob allerdings Ubuntu et al. eine Alternative sein können, wird davon abhängig sein, ob die "schweren Geschütze" unter den kommerziellen Programmen (weniger die ebenso verkorksten Office-Lösungen sind hier gemeint, sondern die extrem leistungsstarken Grafikprogramme) auch unter Ubuntu werden laufen können. Da sind die Open Source-Alternativen m.E. einfach noch nicht gut genug für den professionellen Einsatz - auch Scribus musste letztlich im vergangenen Test seinem kommerziellen Vorbild weichen, als es um realen Offsetdruck ging.
Nachtrag:
*) Zum "berichteten" Zwang:
Gerade ist eine Mail mit dem Hinweis reingekommen, daß sich auch
"offline" im Laden Gutscheine für den App Store kaufen lassen, also
nicht zwingerndermaßen eine Angabe der Kundendaten an die Firma
notwendig sei. Die iCloud ist abschaltbar und der AppStore kann wohl
durchaus auch positiv für kleine Softwareschmieden sein, die dadurch
eine Chance bekommen, wahrgenommen zu werden, wie beispielsweise Scrivener.
- Meine Befürchtungen gehen allerdings auch weniger explizit gegen den
Löwen an sich, als sie sich vielmehr auf die sich abzeichnende
Entwicklung beziehen.
Danke an Jochen für die wertvollen Hinweise!
23/05/11
Chasing the Mouse: Three Highlighters for OS X
Especially when working with two monitors or something like black-background jEdit and code colours, searching for the tiny mouse pointer can get on one's nerves really quickly.
Here are three options to solve this little annoying problem (any further recommendations are welcome).
Item. Mouse locator: A nice little piece of freeware is the mouse
locator. After installation, it sits silently in the system
preferences, until ...
a. you press a button you have assigned to
activate it;
b. you haven't moved your mouse for a certain amout of
time.
Then some sort of a green double-circle appears around the
pointer. You also may show button clicks with a red dot if you need to.
The circles fade away after a certain time. Everything may be adjusted
in the system preferences. Also, it is quite easy to create your own
locator graphics (just .png files).
Maybe not exactly bright and
shiny, but hey, you found the pointer, did you?
This is the
easy-to-use, "bare bones" version of a mouse highlighter.
Item. OmniDazzle: OmniDazzle
is quite the opposite, an application with some different options and
graphics to highlight the pointer. For example, there is the basic
flashlight; a waves and a bullseye pattern; there is an impressive
"sonar"-style one as well, which turns the screen into ... well, a big
green sonar, that chimes and blinks when "detecting" the mouse. Also,
there is the ability to "cut out" pieces of the screen, allowing to
highlight them. And even a version to highlight the field in which you
are currently typing text (such as passwords)! Nice thing.
There has
been mentioned it would be shareware (free version: 1 hour use, than
restart), but I couldn't find confirmation on the Omni Groups website
for that. Still trying it out.*
All in all, quite a beautiful
solution, with very useful and practical options.
Update: *)
Nope, no restrictions visible yet.
Item. Mouseposé: The
classic. We had discussed this one earlier in this weblog. It draws
a flashlight around the pointer and now also highlights button clicks.
Functional, with useful options, but well ...
why spend the money
when there are good alternatives around?
18/05/11
OpenTamB: Thingamablog as Open Source Project?
Since Thingamablog has not been updated for quite a while now and is considered "dead" by some, some people came up with the idea of making an open source project with one of the older versions of TamB: Read more.
TamB is one of the few weblog software types that allows publishing via FTP, without server-side databases, so it would indeed be a stunning thing to save this gem. Let's hope that there are enough enthusiasts to start it.
14/05/11
Kostenlose Bücher: "public_life – Digitale Intimität ... ", "Basic Internet Security"
Item. Datenschutz. Es wird derzeit viel dummes Zeug gequatscht
über das "Ende der Privatheit", da doch ohnehin "jeder" sich bei
Facebook und Co. bis in seine geheimen Vorlieben hinein offenbare. Eine
Behauptung, die mindestens so naiv und falsch ist wie die Verwunderung
darüber, daß FKK-Strandbesucher auch für Datenschutz eintreten können.
Die Naiven (die ihre "Bewegungen" teilweise immerhin ehrlicherweise mit
kindischen Namen versehen) übersehen hierbei natürlich, daß ein jeder
über seine eigenen Daten selber bestimmen können muß - es ist ein
Unterschied, ob man an einem Strand nackt geht, weil man das möchte,
oder ob man ungefragt für alle sichtbar von Dritten im übertragenen
Sinne "nackt" ins Netz gestellt wird. Und selbst viele jüngere
Facebooknutzer geben eben gerade nicht alle ihre Daten dort an,
sondern wählen bewußt, was sie hineinsetzen und was nicht.
Aber Naivität mit ihren einfachen, so eingängigen Sprüchlein ist
natürlich ein sehr menschlicher Wesenszug, der in diesem Falle auch noch
Staat und Wirtschaft vor Glück die Tränen in die Augen schießen und
Geschenkkörbe zusammenstellen lässt. In einem Satz, es wird nie genug
Gras geben.
Zum Wochenende daher der Hinweis auf etwas freie
Lektüre:
Die Beiträge im vorliegenden Sammelband #public_life untersuchen vor dem Hintergrund der digitalen Drift die Bedeutung von Privatheit und Öffentlichkeit heute. Die Gegensätzlichkeit der Positionen, die an Privatsphäre und Kontrollanspruch festhalten oder das Zeitalter von "Post-Privacy" ausrufen, scheuen sie dabei nicht. Mit Beiträgen u. a. von Clive Thompson, Danah Boyd, Daniel J. Solove, Malte Spitz, Jan Schallaböck und Michael Seemann.
Das Buch steht bei der Böll-Stiftung als kostenloses PDF zum Download bereit (cc), kann aber auch gedruckt bestellt werden.
Item. Anonym und sicher im Internet? Als ergänzende Lektüre für diejenigen, die gern auf eingängige und leichte Weise erklärt bekommen möchten, wie man sich im Internet anonym bewegen kann und wo E-Mails und Webeingaben abgehört werden können, sei das ebenfalls kostenlos als PDF zu ladende Buch Basic Internet Security empfohlen. Gut verständliche Grafiken erleichtern das Verständnis.
28/04/11
OmmWriter - just write, distraction-free guaranteed
A bit of a curiosity is the plain (excessively so) text editor OmmWriter. It features a fullscreen mode (just as famous Scrivener does), yet almost nothing else - you can fully concentrate on writing. Yes, writing, not formatting, being reminded of something or other useless stuff. There are some quite ... aetheric soundtracks and a choice of "click" sounds for keyboard strokes.
Well, that I call bare bones!
(via Criminologia)
26/04/11
NeoOffice goes Must-Donateware (que?)
NeoOffice has become Software-to-pay-for (called "Donate"). Not a problem at all, since the price is very low compared with the features (10 bucks minimum - OK, per year; will the software shut down afterwards, or simply not be updated anymore?). Very impressive has been the frequency with which patches have been released, the program seems to be stable and, overall, quite OK. On the other hand, as has been pointed out here, NeoOffiice is not a nice day OpenSource project, but run by a corporation. So "donation" does not fit well, it is more of an (almost) free-to-choose charge.
But the real problem is that you, folks from NeoOffice, did choose Paypal as the only money transfer system. Sorry, I don't trust PayPal an inch, and I will not transfer money through that system which seems to be quite intransparent to me, while asking for birthday date and home adress at the same time. No, I don't like nosey systems at all (and don't you argue that that would be "necessary" - it isn't to get 10 or 50 bucks from one place to another. Of course, I might be a camouflaged terrorist or something and this very money transfer might be the key for exposing my true nature, who knows).
That would have been your money, NeoOffice - but like this, no deal. I will stay with the free version until you offer alternative payment methods.
20/04/11
Simples Grafikenvektorisieren mit Inkscape
Eine Grafik muß unter Umständen vektorisiert werden, um sie quasi
verlustfrei zu vergrößern bzw. zu verkleinern. Denn dann werden nicht
Bildpunkte gespeichert, sondern Pfad-Werte, entlang denen das Programm
dann eine Linie zieht (ähnlich wie die
Zahlen-mit-Linien-verbinden-Bilder aus Kinderrätselbüchern).
Solche
Vektorisierung ist beispielsweise auch für die Herstellung von
Schneidplots notwendig, also beispielsweise ausgeschnittenen Mustern aus
Flex- oder Flockfolie, mit denen man dann Trikots bedrucken kann.
Photoshop Elements oder Gimp bieten keine Möglichkeit zur Vektorisierung (von Umwegen über Pinselvorlagenerstellung einmal abgesehen). Das machen Corel Draw oder Adobe Illustrator. Oder, ganz kostenlos im Gegensatz zu den teuren Verwandten, Inkscape. Für OS X ist hier noch die X11-Umgebung erforderlich.
Wie nun mit Inkscape eine Grafik vektorisieren? Ganz einfach:
- In Gimp, Photoshop o.ä. eine Schwarzweißgrafik (idealerweise ohne Graustufen) erstellen und als JPG, GIF oder PNG speichern, ohne Komprimierung
- Inkscape starten
- Über "Datei" - "Öffnen" die Bilddatei laden
- Auf das Bild klicken (sonst ist nichts ausgewählt und nichts passiert)
-
Pfad -> Bitmap vektorisieren anwählen (siehe Abb. 1, nb
die Auswahlkante des Bildes)
- "Entlang eines Helligkeitswertes" anwählen, ggf. "Aktualisieren", "OK" anwählen (Abb. 2)
- Fenster "Bitmap vektorisieren" schließen (sichtbar passiert hier noch nichts, nicht wundern)
- Auf die Arbeitsfläche neben der Auswahlmaske klicken, oder auf das Bild, bis in der Fußzeile "Farbbild" steht (siehe Abb. 3, unter der Farbskala)
- Löschen mittels Entfernen/Backspace, ggf. Vektorpfade manuell nachbearbeiten
- Speichern als Inkscape SVG
- Fertig.
Ein Hinweis: Wird "Kantenerkennung" angewählt, erstellt Inkscape zwei parallele Vektorlinien entlang der Bildränder. Ungeeignet für Schneidplot.
Noch ein Hinweis: Inkscape liest die Größe von Photoshop-JPGs nicht genau aus, dh. es passt augenscheinlich die (cm-) Größe des Bildes so an, als läge das Original in 75 dpi vor. Ein 10x10cm-300dpi-Bild wird damit zur Tapete, wenn man nicht aufpasst. In Inkscape kann die Größe aber angepasst werden (Objekt -> Transformieren, dann Datei ->Obejkteigenschaften -> Auswahl anpassen).
Abb.1: Erst das Bild anwählen, sodaß der gestrichelte Auswahlrahmen
(siehe Abb. 2, !) erscheint, dann "Bitmap vektorisieren" anwählen.
Abb. 2: (1) "Entlang ...", dann (2) ggf. "Aktualisieren", dann "OK" anwählen.
Abb. 3: Möglichst neben das schwarze Bild, aber auf die Arbeitsfläche klicken, bis unter der Farbskala statt "Pfade" "Farbbild" steht. Löschen.
16/04/11
Need other Weblog software - hints anybody?
It is time to think about a change in the Weblog software. While I am quite satisfied with TamB, the fact that it seems not to be supported anymore as well as the drawback that categories cannot be split into many smaller, interlinked pages (and grow bigger and bigger over time), requires to change software in the nearer future.
It will not be easy to preserve the old entries and links, which is imperative, of course. Does anyone have a hint for a stable, supported static pages weblog software (generating html pages locally and loading them up via ftp)? No Serendipity or Wordpress, in this case ...
Thanks!
14/04/11
Scribus im Test: Ein kostenloses Satzprogramm
Das Problem ist von Word, Neo-/Libre-/OpenOffice und anderen Textbearbeitungen bekannt: Es soll ein großer Text gesetzt werden, und dann verschiebt sich unmittelbar vor dem PDF-Erzeugen wieder einmal ein Bild, Umbrüche knicken ein, insgesamt kommt nicht das raus, was gerade noch auf dem Bildschirm zu sehen war. Texteditoren sind eben bis heute keine Satzprogramme, wenngleich sie hier durchaus schon ziemlich stark geworden sind. Für den Satz von Text empfiehlt sich daher immernoch ein eigenes Satzprogramm - das bedeutet auch: wenn ein Programm zum Schreiben von Briefen oder einfach nur Texten gewünscht wird, ist ein Satzprogramm ungefähr so hilfreich wie eine Gabel anstelle eines Löffels. Da ist, ebenso wie für das Erstellen kleiner gestalteter PDFs, eines der Officederivate zweckdienlich, für reinen Massentext wiederum eher Scrivener.
Wer über einen großen Geldbeutel verfügt, kann sich mit InDesign das schwere Geschütz unter diesen Programmen zulegen und wird viel Freude damit haben - abgesehen von der ärgerlichen Politik des Herstellers, sogar einzelne InDesign-Versionen untereinander kaum kompatibel zu halten. Oder er nimmt LaTeX zur Hand, was aber recht anspruchsvoll in der Bedienung und gerade bei grafiklastigen Inhalten wohl kein Ersatz ist.
Für den Hausgebrauch gibt es nun seit geraumer Zeit eine kostenlose Alternative: Mittlerweise hat sich Scribus zu einer respektablen Software zum Setzen von Texten (genauer gesagt für DTP) gemausert. Wer bereits mit InDesign gearbeitet hat, wird sich sicher schnell und recht problemlos in Scribus zurechtfinden, da die Struktur sehr ähnlich angelegt ist. Soeben wird das Programm für den Satz des Bilderbuchs "Der Sternenmaler" zum Einsatz gebracht.
Scribus erinnert an InDesign und bietet beispielsweise umfangreiche
Einstellmöglichkeiten für seine Werkzeuge, hier einen Textrahmen auf
einer geraden Seite mit einem Bild auf der ungeraden.
Die Zusammenarbeit mit der Druckerei erwies sich dank problemlos einzubettenden Farbprofilen und CMYK-Unterstützung ebenfalls bislang als unproblematisch. Zwar exportiert es PDF-X3 und nicht PDF/X-1a, aber das genügt in diesem Falle. Dem eigenen Buch steht mit Scribus also nichts mehr im Wege.
Natürlich ist es immernoch kein Vergleich zu seinen kommerziellen Vorbildern wie InDesign. Findet man sich aber mit dieser etwas abgespekteren Variante ab, dann hat man eine voll funktionsfähige, gut zu bedienende Satz-Software an der Hand - ganz kostenlos.
Aktualisierung:
Einige Dinge ließen sich in der Bearbeitung
noch feststellen. Getestet wurde wie gesagt mit einem Bilderbuch, also
geringem setzerischen, aber hohem Ressourcenanspruch durch große
CMYK-Bilder (450dpi A4 quer, Bilddatensatz insgesamt ca. 500-800 MB).
- Der Ladevorgang beim Öffnen dauert relativ lang, vermutlich da die Bilder immer neu ins Dokument gerechnet werden.
- Während der Bearbeitung läuft Scribus flüssig und rund, es gibt keine Schwierigkeiten durch die großen Bilder. Die Bilder lassen sich über die Dokumenteinstellung in verringerter Auflösung (analog zu InDesign) darstellen.
- Scribus stürzte nach dem Einbinden eines 4:4:4 JPG CMYK-Bildes von geringer Größe ab. Es ließ sich problemlos neu starten und lud ebenso problemlos das Dokument, das auch bis zum letzten Bearbeitungsstand wiederhergestellt wurde - die automatische Sicherung funktionierte also tadellos.
- Unter den Texteigenschaften findet sich auch die enorm wertvolle Spationierung. Noch nicht getestet, da bei (=kurzen) Bilderbuchtexten überflüssig.
- Der Export in PDF verläuft ähnlich übersichtlich wie bei InDesign
- Etwas problematisch erscheint die Bearbeitung von Text. So werden Veränderungen am Text (Format, Inhalt) nicht von der "Rückgängig"-Funktion erfasst, und es kann passieren, daß über "Alles markieren" der gesamte Textinhalt miteinander verketteter Rahmen gelöscht wird.
11/04/11
Testing TTYTTER: Twitter with IBM console
There are many third-party clients to use twitter with a customized look-and-feel, which might seem appropriate especially after the original web-based twitter.com has changed to a quite crammed page.
Just the opposite of "oh so many colours" is the goal of "retro"-style
applications. For people who like to remember the old times while also
benefiting from modern internet technlogy, applications like GLTerminal
are great: Use the OS X Terminal with screen curvature, the old IBM
fonts and a green-on-black layout, even flicker - and in fullscreen.
Quite nice to see a modern iMac or Macbook displaying the very special
beauty of 1970th PCs. Yet as GLTerminal has some serious drawbacks for
everyday work (problems with cut/paste etc.), the basic terminal with
some font and colour adjustments might serve as a nice alternative.
GLTerminal
at work. Note the screen curvature.
Now, TTYTTER
combines bare-bones terminal with picture-crammed twitter. In short, it
is a perl script that is executed via the command line, connects to
twitter (OAuth is implemented) and lets you read, write and delete
messages, follow and unfollow other people or send direct messages, just
as the basic twitter client. And all that without any graphical stuff
around - there is just the command line and you. Nice thing!
The
customized OS X terminal with TTYTTER, own messages are displayed in
yellow.
Download: The script can be downloaded at Floodgap. Don't be afraid because of the quite "textive" layout, the description on the page is quite simple and clear.
Addendum: Be careful when using Copy/Paste with TTYtter. Once the copy command didn't copy an address as assumed, but still had a complete blog entry in the cache. When pasting it into the terminal (assuming it would only be the address), TTYtter published the complete blog entry at Twitter - it contained line breaks and so TTYtter started publishing it automatically. The "bug" should be corrected with ver. 1.2.
02/04/11
Fußnoten in HTML
Bei akademischen Texten, aber auch in anderen Fällen sind Fußnoten wichtige Werkzeuge: Sie ermöglichen es, längere Erklärungen, Verweise und dergleichen in einen Text einfließen zu lassen, ohne diesen dadurch aufzublähen oder zu zerstückeln.1
Arbeitet man mit gewöhnlichem HTML, so steht hier keine genuine Fußnoten-Definition zur Verfügung, im Gegensatz beispielsweise zu DokuWiki und anderer Software, die z.B. Doppelklammern ((Fußnote)) automatisch in Fußnoten umwandelt. Eine Möglichkeit bei kurzen Texten ist die Verwendung von Sternchen * die dann aber erstmal unverlinkt sind.
Eine Variante, Fußnoten auch in HTML hochgestellt und verlinkt einzubauen, zeigt dNaber.de auf: Mit Hilfe der <sup>-Definition. Der "id="-Tag mit der Auszeichnung "f1" im Kommentar und "a1" (= "Anker 1") im Text-Fußnotenzeichen ermöglicht das unkomplizierte Rückverlinken von der Fußnote auf den Text.
Viel Text
<sup>
<a id="anker1" title="Zur Erläuterung"
href="#f1">[1]</a>
</sup>
…noch mehr Text.
Ziemliches Quelltext-Gefrickel mit der Rückverlinkung, aber durchaus praktikabel.
(via Schockwellenreiter)
----
1Als Geisteswissenschaftler lehne ich beispielsweise die Zitierkonvention der Sozialwissenschaften ab, die mit einer eher unübersichtlichen und zudem den Lesefluss störenden Klammerung (Autor Jahr, Seite) arbeitet. Eine Fußnote, in der mit *Autor: Titelbeginn, Seite zitiert wird, ist da viel besser für den Leser zuzuordnen, der Titel ist schneller und eindeutiger identifizierbar als ein (Fischer 1942b, S. 82) und zudem weniger störend für das Lesen.
21/03/11
Zur Kommentarfunktion
Weil zwei Nachfragen eintrafen, wo die Kommentarfunktion in diesem Blog zu finden sei: Wie vor einiger Zeit geschildert, hatte der alte Dienstleister sein Angebot geändert. Da ich noch keine Zeit hatte, mich intensiv genug mit Alternativen zu befassen, fehlt eine Kommentarfunktion erst einmal.
Anmerkungen und Kommentare können aber natürlich per Mail gesendet werden. Leider geht das im Augenblick bei diesem FTP-basierten, nicht-dynamischen Blog nicht anders.
02/03/11
Grünmonitor-Emulation für OS X ... mit Flimmern
Mit GLTerminal
läßt sich ein uralter Grün-Monitor überzeugend darstellen. Es
funktioniert als gewöhnliches Terminal-Fenster, fllimmert jedoch (mit
einstellbarer Stärke) und hat sogar die klassische Wölbung der alten
Röhren integriert.
Sehr nette Sache! Kleiner Wermutstropfen: Die Preferences müssen beim Starten oft neu justiert werden.
21/01/11
"Eltern im Netz": Kokain rauchende Killerspieler
Eine Perle, die dem Leser nicht vorenthalten werden soll: "Das Amok-Alphabet – Killerspieler und ihre Abkürzungen"
"A wie Amoklauf Amokläufe sind ein Phänomen der Neuzeit, das so alt ist wie ihre Ursache: die Killerspiele."
"B wie Bong [...] Gemeint ist hiermit eine Haschichzigarette, die mit Cannabis, Kokain oder Heroin gefüllt ist. Da Killerspiel-Exzesse oft sehr langwierig sind [...] wird sich so mit verschiedenen Drogen aufgeputscht."
"N wie Noob [...] Spricht ein Killer-Freak den anderen mit “Noob” an, weiß der sofort, dass er einem Killer-Kameraden gegenüber steht."
"P wie Programmiersprachen [...] Während Programme wie die Schreibsoftware Microsoft Word mit HTML programmiert wurden" -- Quelle der Zitate: elternimnetz.0day.asia/artikel/das-amok-alphabet-killerspieler-und-ihre-abkurzungen-teil-1
Das Ganze ist eine mit großem Auwand erstellte (wenngleich recht fragwürdige) Satireseite, namentlich bis zur Verwechslung ähnlich mit der Seite elternimnetz.de, deren Inhaber das Bayerische Landesjugendamt ist. Sie wirkt beim ersten Hinsehen als "echte Seite" durchaus nicht völlig abwegig: Liest man todernste Webpräsenzen wie jene von kreuznet (Zitat: "Die Stadt Köln marschiert im Stechschritt zum Homo-Endsieg"), dann ist die Lektüre eines einzelnen Beitrags von Niveau und Impetus her durchaus vergleichbar und daher nicht sofort als Satire zu erkennen. Erst beim Vergleich mehrerer Einträge offenbart sich die Sache. Das ist das eigentlich Erschütternde ...
14/01/11
Interview with Keith, developer of the editor Scrivener
In December, I published a review on Scrivener, a fascinating new tool for novelists and screenwriters: Basically it is a text editor tailored especially to the needs of these user groups.
Now I am happy to post the complete interview with Keith, single-person developer of this brilliant piece of software, here.
How many developers are currently in your team? Are they mainly
programmers, or are there also writers?
We have one
developer working on the Mac version (me) and one working on the Windows
version (which is currently in development and beta-testing - although
the Windows developer has hired someone else to help him for the
time-being). In fact, until two years ago, Literature & Latte was a
one-man company - it was just me. I didn't start out as a programmer; I
taught myself to program in order to create Scrivener. Before that I was
a teacher, and I had been struggling to write a novel for years. I was
switching between several different programs (and physical media such as
index cards) to keep track of the various strands and scenes, and I had
this idea for a program that I felt would really help me keep it all
together. The idea for Scrivener was also based on the way I approached
writing my MA dissertation - in chunks, weaving the threads together.
Eventually I bought some books on coding and it went from there. So I
was a writer - or wannabe novelist - before a programmer.
There are already lots of text editors out there. How did you get the idea to develop a new one in the first place?
It was based on my own needs. There are a lot of text editors, and even a fair few project management tools for writers, but none did exactly what I wanted. Before I created Scrivener, I kept an Excel file with coloured rows to store an outline, with a synopsis of different parts of my text on each row. From time to time, I would write out the synopses on index cards and move them around on a corkboard. Then, I would return to Excel and move the rows around there, and add any new synopses I had created. And then I had dozens of Word files lying around in the Finder, each containing a part of my manuscript, or a different idea. Switching between these was a pain. And if I wanted to update my text to match the new order of my Excel spreadsheet or index cards, I'd have to cut and paste everything into the new order. I also had dozens of research files - images, PDF files and so on - that I wanted to refer to alongside my text, and I was fed up of arranging the windows of different applications so that I could look at them next to each other. It suddenly struck me that in this age of computers, there must be a software solution for this sort of workflow. The idea seemed pretty obvious and straightforward: I just wanted a program that had a source list or tree on the left, a hierarchical arrangement of files such as you find in the Finder or Windows Explorer, and clicking on them would open the file in an editor on the right. I also wanted to be able to assign a synopsis to each document in the project, and to be able to view those synopses, and rearrange them in an outline view right within the program, so that I could edit and move around the synopses and have this rearrangement move the pieces of text with which the synopses were associated - no more painful copying and pasting just to restructure. Thirdly and finally, I wanted to have a split view that would allow me to open images and other files right alongside my text, or to view different text documents alongside one another.
So I started to hunt for software that would do this, but there was nothing. There were a few fantastic programs that came close - programs such as Ulysses and CopyWrite allowed you to navigate between different documents using a source list, for instance, other programs intended as research depositories, such as DevonThink, allowed you to store and view many different types of document. But there was nothing that combined all of these things and covered my three main criteria. So essentially, the idea came from my own messy way of working on a long text, and arose out of my own needs as a disorganised writer.
When, at which year, has that been?
I wrote down and sketched out an initial design when I was still on Windows, back around 2002, but the programming books I bought with the intention of starting the project were doorstoppers and I just couldn't get my head around programming on Windows. Then in 2004, when I moved to a Mac, I bought a couple of books on programming in Cocoa, and things clicked. By late 2005 I had an early version of Scrivener which was released as a beta on the National Novel Writing Month forums. I then spent another year completely rewriting it from the ground up, and Scrivener 1.0 eventually went on sale in January 2007.
Was Scrivener the program you had in mind, or did it sort of evolve during the development process? Any anecdotes there?
Scrivener is always evolving, but in essence it is the program I had in mind, yes. As I looked into other programs that were available in my hunt for the "perfect" software, though, some of them had an influence. For instance, although full screen mode is now rather ubiquitous, back when I was first working on Scrivener, very few writing programs had such a mode. The first program to introduce this, to my knowledge, was Ulysses, and as soon as I tried that I knew I wanted a full screen mode in Scrivener (Ulysses - which is fundamentally a very different application - also had a couple of other influences on Scrivener, such as the label and status fields). Having tested Copywrite, I knew I needed some sort of versioning feature, which was eventually named "Snapshots" in Scrivener (a name inspired by the Windows application PageFour). The look of the outliner was partly inspired by OmniOutliner. So, along the way, certain aspects of Scrivener were influenced by other software out there.
Also, originally I hadn't intended to put a corkboard into Scrivener. The idea for that came about as I was trying to think of a good way of represent the synopsis in the inspector area. It occurred to me that an index card metaphor was perfect for this, and from there I figured that having a corkboard view as an alternative to the outliner view would not only be useful but would give Scrivener a distinctive look, because no other writing software had a built-in corkboard (although of course there were several good dedicated corkboard applications around).
The first early beta of Scrivener was squarely aimed at novelists, but then I wanted to open it up for academics and so started to add footnote support and suchlike, and then I received a barrage of e-mails and requests from scriptwriters who loved the way Scrivener allowed you to break up and work on a large text project in chunks, and who wanted a scriptwriting mode. Scrivener was never, originally, intended as a scriptwriting application, but scriptwriters adopted it during the early beta stages so that by the time it was released officially in 2007, it had a full-on scriptwriting mode.
At its core, though, Scrivener is very much what I wanted right from the start - for all its features and refinements, at its core lie the three features I wanted when I set out to create it.
Why has Scrivener been a Mac program? Specific reasons for that?
Simply because I'm a Mac user, so there wasn't much point programming for a platform I didn't use! Scrivener started out as a hobby - I was just trying to create the program I wanted to use for my own writing. To begin with, I didn't even think about selling it, that only came later; I just set about coding a program for my own writing that worked on the platform I used.
What is the primary target group of Scrivener in your view?
Pretty much any writer who has to work on long texts - novelists, academics and students, scriptwriters, translators, but also lawyers and journalists. Anyone, really, who has to work on a lengthy and difficult-to-structure document.
Which features do you think make Scrivener unique compared to other text editors, and why did you choose to develop these features especially?
Although since Scrivener was released other text editors have appeared with some similar features, I think its core features are still unique, namely:
• The ability to assign a synopsis to each part of your text and move the synopses around in an outline (or corkboard) to rearrange and restructure the text, so that you can step in and out of getting an overview of the whole or working on the details.
• The ability to open different media and research documents right alongside your text within the same program.
• The ability to split up a long text into smaller chunks and then to switch between these chunks with ease, using the "binder" (list of files), or to view and edit the text as a whole using the "scrivenings" feature. (The "scrivenings" feature allows you to combine different text documents within the project so that you can edit them as though they were part of a single document - so, for instance, a novelist could break a manuscript up into individual scenes and then work on them separately, together as part a chapter, or together with the rest of the manuscript.)
What was the reason to set a focus on Fullscreen?
As mentioned above, I take no credit for coming up with a full screen mode for writing - I believe the excellent Ulysses was the first to do that, and it is now present in most writing applications, including Apple's Pages. It seemed like a great way of blocking out everything else on the computer and just focussing on what you are writing, and that's exactly what I find it useful for. In Scrivener you can still bring various tools up - you can refer to other documents using QuickReference windows, or to your notes or synopsis using a floating inspector - but fundamentally the full screen mode blocks out everything else so that you can just forge on with getting words down on the page.
There seems to be quote a lively and big community, also requests in the forum are answered with impressive speed by the development team. Do you have an insight or an impression which kind of people, or of jobs, like/use Scrivener most? How is the feedback, all in all?
The feedback has been great! It's been really gratifying, and one of the best things about working on Scrivener over the years has been the lively community that has built up around it. The majority of people who post on the forums tend to be novelists, academics and screenwriters, but there are also some translators, comic book writers, games writers, journalists, business and technical writers and other writers of non-fiction - so it's a mixed bag, really.
How would you say is Scrivener represented in Germany, compared with the US?
Well, obviously most of our users are from the US, although I should point out that of the five people on our team, only one is from the US - three of us are English and the Windows developer is Australian. At the moment the biggest barrier to us when it comes to non-English users is that Scrivener hasn't been translated into other languages yet - that's one of our top priorities for next year. We hope to be able to get Scrivener translated into some other languages next year, and German will be one of the first. All the same, I believe that our largest non-English-speaking user-base comes is in fact German.
About the future: Would you like to share your thoughts ... and maybe visions what Scrivener should become in the future?
I don't want to bloat Scrivener. We've just released version 2.0, and one of my main focuses for 2.0 was to better integrate the tools and features it has rather than to add lots of new stuff just for the sake of it. It's always tempting to add every feature users ask for, because you want to please your users, but that way madness lies. Really there aren't many more features I want to add to Scrivener - it already does everything I want, after all! The main things I do want to add are things that have been technically difficult because we're a small team and so have to rely on a lot of standard tools. So in the long run I'd love to add a fully featured styles system, or better bullets and tables (things Scrivener has but which could ultimately be better). These are things that I hope we'll be able to add or improve as we grow or get more time, but ultimately I'm really happy with Scrivener and currently my focus is on ensuring the new version is as stable and rock-solid as possible.
This interview is published under the cc nc-nd-by license. For other licensing, please contact me.
12/01/11
OpenOffice säuft mal wieder ab
Dokument eines Beitragsautors, 55 Seiten, 512 KB, konvertiert in odt, Bearbeitung mit Änderungen nachverfolgen über drei Stunden problemlos.
Dann, ohne daß etwas Tiefgreifendes geändert worden wäre: Speichern dauert über fünf Minuten, OpenOffice säuft ab, Dokumentwiederherstellung bringt es auf mindestens eine Viertelstunde.
Professionelle Textverarbeitungsprogramme sehen anders aus (und nein, Scrivener ist in diesem Falle leider das falsche Werkzeug. Denn hier werden kompatible Fußnoten, Änderungsmarkierungen und Formatvorlagen benötigt). Wer nun aber hämisch sagt, selbst schuld, kauf einfach das Produkt aus dem Hause M$, der möge sich die zahlreichen Berichte über jenes kommerzielle Programm zu Gemüte führen. Ich hatte es seinerzeit hinter mir gelassen, weil es nicht minder anfällig gewesen ist.
Aktualisierung (+1h): Es kriegt es nicht gebacken. Gut. Zeit, mit LibreOffice draufzuhalten.
Aktualisierung (+1:15h): Keine Chance. OOo hat ordentlichen Salat gemacht. Sicherheitskopie ist auch betroffen. Prima!
Aktualisierung (+1:30h): dummdidumm ...
Aktualisierung (+2:00h): Nach diversen Tänzchen zwischen Libre- und Openoffice, diversen Konvertierungs- und Reimportversuchen, Entfernung aller Änderungsmarkierungen, Tabellen und Bilder, erfolglosem Versuch des Umkopierens und geschätzten 2 nutzlosen Arbeitsstunden, läßt sich der Text wenigstens wieder bearbeiten. Jedes Speichern ist eine Zitterpartie.
Nachtrag: Oh toll. OOo Impress fügt nach Belieben chinesische Zeichen ans Absatzende einer bereits bestehenden, mit der neuesten Version nun geöffneten Präsentation. Das macht dann ja einen richtig professionellen Eindruck. Chapeau.
Nachtrag II: ... unter NeoOffice wird das Ding brav eingelesen, ohne chinesische Artefakte und reibungslos. OpenOffice, mach Dich bereit für die Tonne.
30/11/10
JMStV: Blog-Streik im Januar?
Was ist davon nur zu halten? Der JMStV sorgt für Verwirrung
allerorten, wann welche Angaben und Pflichten in welcher Form erfüllt
werden müssen. Schon drohen
erste Weblogs, offline zu gehen. Daher: Wenn dieser
Jugendmedienschutzstaatsvertrag in Kraft treten sollte und wirklich
jeden Internetnutzer in die Pflicht nehmen zu können meint, wie es
behauptet wird* - wie wäre es da mit einem Blog-/Webseiten-Streik?
Für zwei Wochen (oder einen kürzeren Zeitraum) gehen die Weblogs und anderen Internetpräsenzen, bei denen das machbar und sinnvoll ist, offline und bauen stattdessen einen Redirect auf eine Informationsseite über den JMStV ein.
Wenn die größeren Weblogs mitziehen, und vielleicht auch einige Foren und andere Webseiten, könnte das sogar einiges an Medienecho geben. Plötzlich wäre Wüste auf so vielen Seiten, auf denen sich auch Journalisten gelegentlich gern tummeln dürften, mit Sicherheit aber viele internetnutzende Bürger. Und das könnte dann vielleicht etwas bewegen. Eine Demo im Netz sozusagen. Und mal ein, zwei Wochen Auszeit vom "Bloggen".
Na?
Aktualisierung:
*) Wie zu erwarten war, kann die Regelung auch
relativierter gelsen werden. Siehe den
Beitrag im LawBlog. Die Idee mag aber dennoch nicht übel sein,
sollten Regelungen doch schärfer ausfallen.
Nachtrag: Es gibt schon einen passenden Plug-In.
(Button: uhu, cc sa)
Jugendmedien-Staatsvertrag: Ab 2011 jedem kleinen Blog seine Alterskennung
Liest man diese 17 Fragen zum JMStV, dann erhält man den Eindruck, daß unsere Politik von vollkommen inkompetenten und realitätsfernen Personen betrieben wird, wenigstens, was das Internet angeht. Denn dieser Staatsvertrag, der - unter anderem mit Stimmen der Grünen - drauf und dran ist, ab 2011 Vorschrift zu werden, würde eine Alterskennzeichnung für alle (deutschen) Inhalte im Netz vorschreiben. Wenn die Angaben am verlinkten Ort stimmen, dann wird "Ab 0", "Ab 6" usw. für jede Webseite und jedes kleine Weblog erforderlich sein. Ja, auch für das Ihre, sofern Sie ein solches betreiben.
Und dann ist da noch davon die Rede, "die Kennzeichnung befreit von der technischen Sperrung oder zeitlichen Sperrung nur, wenn die Kennzeichnung für ein 'geeignetes Jugenschutzsystem' programmiert wurde" (hier).
Was ein solches "geeignetes Kennzeichnungssystem" bewirken kann, hat
sich hier schon einmal ganz praktisch mit dem Webfilter für Schulen
"Time for kids" gezeigt, der
schlankweg eine Sportwebseite als "pornographisch" sperrte
und sich dafür auch nicht rechtfertigt oder entschuldigt. Wer den
Zuschlag für das Bereitstellen solcher Systeme bekommt, hat nicht nur
enorme Macht in seinen privatrechtlichen Händen, er kann auch ordentlich
Kasse machen; auch eine Art der Arbeitsbeschaffung.
Und für die
Abmahnwellen wegen fehlenden oder versehentlich falsch zugeordneten
Alterskennzeichnungen - ja, auch an Sie vielleicht, lieber Leser -
dürften die Zwielichtigeren unter den Anwaltskanzleien bereits mit den
Hufen scharren.
Der JMStV scheint also ein Einfallstor für jede Form der Rechtsunsicherheit und Verleumdung zu werden. Aber heutzutage wird Politik offensichtlich ohnehin lieber ohne die Bürger gemacht (man erinnere sich nur an Bankenrettung, Castor und S21), da paßt das ins Bild. Erstmal ein Gesetz machen und dann halt "nachbessern". Die Diäten fließen ja trotzdem.
Aktualisierung: Das Law-Blog glättet die Wogen ein wenig in dem Beitrag "Blogger können leidlich gelassen bleiben": "Es gibt, entgegen vieler Darstellungen, keine generelle Pflicht zu einer Alterskennzeichnung. Nur wer Inhalte anbietet, die ausschließlich für Nutzer ab 16 oder 18 Jahren geeignet sind, muss entweder eine Alterskennzeichnung einführen oder seine Inhalte tagsüber sperren. Das ist im wesentlichen übrigens auch bisher schon geltendes Recht. [...] Da es [...] definitiv keine Pflicht für eine Alterskennzeichnung gibt, kann die bloß fehlende Kennzeichnung auch nicht abgemahnt werden."
Und zum pikanten Thema "Jugendschutzbeauftragter" steht dort zu lesen:
"Ganz
untätig bleiben können Blogger aber nicht [...] Wer nicht nur auf rein
privater Ebene ins Internet schreibt, muss einen
Jugendschutzbeauftragten nennen und eine E-Mail-Adresse angeben [...].
Der Jugendschutzbeauftragte soll zwar die nötigen Fachkenntnisse haben.
Das bedeutet aber nicht, dass er hierfür eine besondere Fortbildung
nachweisen muss. Jeder Blogger, der sich die Fachkenntnisse zutraut
[...] kann demnach sein eigener Jugendschutzbeauftragter sein."
Diese Auslegung scheint auch mit der Auskunft der FSM konform zu sein, die hier in deren FAQ zu finden ist.
Nachtrag II: Allerdings analysiert ein anderer Jurist den JMStV und schreibt: "Sei es die Reform des Arbeitnehmerdatenschutzes oder das Buttongesetz gegen Internetabzocke - man wird den Verdacht nicht los, daß hier "Legastheniker" am Werke waren, die erst nach mehrfachen Anläufen ihr Jurastudium an irgendeiner C-Universität zu Ende gebracht haben. Doch alles bisherige wird überboten durch den Jugendmedienstaatsvertrag, der Anfang 2011 in Kraft treten soll."
11/11/10
GPG Mail und das Update auf OS X 10.6.5
Ein leidiges und wenigstens lästiges Thema: Nach einem Update des
Mac-Betriebssystems, bei dem auch das Programm Mail aktualisiert wird,
werden Plugins von Drittanbietern deaktiviert. Und so muß wohl auch GPGMail
neu installiert werden. Glücklicherweise sollte das diesmal auch gehen -
allerdings nicht unbedingt ganz problemfrei, wie in
den macnotes nachzulesen ist.
Schon ein wenig ... nervenzehrend.
Aktualisierung: Das Update funktioniert einwandfrei.
21/10/10
iMac behind bars: The screen problem
I must admit that I am absolutely convinced of the OS X system. Though there is lurking a fear in the dark that Apple does its first step towards "App Store Only" software with OS X 10.7 Lion (meaning only "certified", or Apple approved, software will run on a future OS X system, as is the case with the iPad up to my knowledge) and thus trying to set up a software control monopoly,* the current OS X is more than satisfying and the best system I ever worked with.
Same does not apply to Apple hardware, I am sorry to say.
At least in my experience, almost all my Mac hardware, except the famous old Power PC 9600, encounters problems long before high-quality products should (crashed hard disks, "TFT-Krebs" etc.). And so, the computer screen of the excellently designed ice-white iMac is starting to show more and more vertical lines, matching those used for guides in layout programs, which makes it even more annoying. Or maybe it is just bad luck ...
A propos Computing: A new technical revolution is coming, the "Book" (found via Schockwellenreiter):
*) Well, seismometers are handing in pebble slide warnings: Apple seems to plan abandoning Java. When they will aboandon sudo, we know that hubris has hit them really hard.
21/09/10
GPG Mail funktioniert nun auch unter OS X 10.6
Nach langer Durststrecke ist es endlich wieder soweit: Das Modul GPGMail,
das lange Zeit nach der Aktualisierung auf OS 10.6 nicht mehr
funktionierte (Apple hatte wohl zu viel unter der Haube von Mail
verändert), funktioniert dank des ambitionierten Einsatzes eines
Entwicklerteams wieder!
Ab sofort kann Mail also auch unter OS X wieder verschlüsselte Nachrichten empfangen und entschlüsseln. Danke an das Team für die wertvolle Mühe!
Mein GPG/PGP-Key findet sich hier oder im PGP-Directory.
24/07/10
OpenOffice-Vergnügen im professionellen Einsatz
An sich bin ich mit OpenOffice als Texteditor sehr zufrieden. Auch seine anderen Module funktionieren prächtig. Und der Funktionsumfang in Version 3 ist vollkommen ausreichend, ja luxuriös.
Um so ärgerlicher ist es, wenn das Programm (immerhin wie gesagt mittlerweile in Version 3) grundlegende Fehler erzeugt, die das professionelle Arbeiten damit fast unmöglich machen. Gerade haben sich bei der Bearbeitung eines mäßig langen Textes (200 Seiten, keine besonderen Formatierungen aber einige Formatvorlagen, keine Bilder) nach dem Erhalt von markierten Änderungen eigene, neu eingefügte Änderungen nach dem Zufallsprinzip partiell "entmarkiert" - sie sind zwar noch vorhanden, aber die Auszeichnung als "Änderung" ist verschwunden. Und das kurz nachdem die Lektorin eines anderen Verlages sagte, sie verzichte auf diese Funktionen, weil häufig - auch unter M$ Word - Fehler aufträten. QED.
Außerdem versuchte OpenOffice beharrlich, das Dokument zuerst im "Weblayout" (wozu immer das in einem Textprogramm von Nutzen sein soll - fürs Web gibt es jEdit oder Dreamweaver) zu öffnen.
Ärgerliche Fehler an grundlegenden Funktionen: Auf die exakte Erhaltung der Texte und der Änderungsmarkierungen muß sich ein Autor absolut verlassen können. Schade. Vertrauen erweckt ein solches Verhalten nicht. Und der Bug Report von OOo ist einfach zu kryptisch organisiert.
Gute alte Zeit der Papierkorrekturen ...
Nachtrag: Es ist bei Massentext wirklich für die Füße. Jetzt stellt es Umlaute vor hereinkorrigierte Worte. Und die Suchen/Ersetzen-Funktion funktioniert nicht (re. sie übersieht Wörter in großen Dokumenten). Was für ein Mist.
Nachtrag II: Und jetzt zeigt er nicht mehr alle Kommentare an!
15/07/10
Illustriert am ZX Spectrum: Unterschiedliche Elektronikstandards von USA und GB/Europa
Das Labyrinth verschiedener Standards in der Elektronik von USA und
England/Europa illustriert an einer Computerlegende, dem ZX
Spectrum-Computer.
26/05/10
Berliner Mengenlehre-Uhr
Ein schönes kleines "Widget" gibt
es für Opera: Die Berliner
Mengenuhr. 1975 ursprünglich am Uhrfürstendamm
an der Uhlandstraße aufgestellt, wurde sie diese faszinierende Uhr 1996
vors Europacenter verlegt.
Das Ablesen ist zunächst ein wenig
Gehirnjogging:
Die oberste Zeile gibt je Block 5 Stunden an;
die
zweite Zeile je Block 1 Stunde;
die kleinen Blöcke stehen für
je 5 Minuten;
und die unterste Zeile gibt je 1 Minute
an. Zusammengezählt hat man dann volle 24 Stunden zu je 60 Minuten.
Frage:
Wie viel Uhr war es zur Zeit des Screenshots?
Die Uhr mag nicht ganz so leicht zu lesen sein wie herkömmliche Modelle, aber genau deshalb strahlt sie eine sehr Uhren-untypische Ruhe aus. Die Version für Opera ist wesentlich schöner gestaltet als das entsprechende, flächige Apple-Widget.
Für das Widget muß der Browser installiert sein, aber nicht gestartet werden; die Uhr kann beispielsweise automatisch mit Systemstart eingeschaltet werden. Und da sie über die Software des Browsers funktioniert, ist sie plattformübergreifend (zumindest, so lange es Opera für die jeweilige Plattform gibt).
Antwort: 13:46
06/05/10
27/04/10
Uhus *finest-assorted* Weblog Droppings in neuem Gefieder
Endlich ist es geschafft, das Weblog hat ein neues Federkleid verpasst
bekommen, analog zur Hauptwebseite.
An der Software hat sich nichts
geändert. Die alten .htm-Seiten sind noch online, werden aber nicht
weiter gepflegt.
Noch ein wenig testen, aber eigentlich sollte es flügge sein.
26/04/10
Medienkompetenz wie vor fünfzehn Jahren: Passwörter im Klartext mailen
Man sollte doch meinen, daß im Jahre 2010 das Bewußtsein für die Bedeutung von Passwörtern so weit gereift ist, daß sie nicht mehr offen einsehbar in einer Mail zugesandt werden - inklusive Link zum Portal und Benutzernamen. Trotzdem sind zahlreiche Online-Foren immernoch so eingestellt, daß sie dem Nutzer, als wäre er automatisch dement, nach Anmeldung eine Mail mit allen diesen Informationen zustellen.
Und da viele Nutzer ein Passwort für zahlreiche, wenn nicht fast alle Online-Portale verwenden, läßt sich durchs Abfangen einer solchen Mail eine Menge Unsinn anstellen. 1995 wäre das ja noch nachvollziehbar gewesen, aber 2010 ...
22/03/10
"Funktionstransfer": Hyperlinks analog im Naturkundemuseum
Ein Beispiel für einen "Funktionstransfer" aus der virtuellen in die reale Welt - die Verwendung dieser an sich unrichtigen Einteilung möge der Einfachheit halber verziehen werden - ist beispielsweise im Naturkundemuseum Berlin (dessen Besuch wirklich lohnenswert ist) auf besonders interessante Art zu beobachten.
Im WWW sind traditionell (wenngleich heutzutage immer seltener) Links durch Unterstreichung des verlinkten Textes gekennzeichnet. Im Naturkundemuseum hat man sich das daraus resultierende Verhalten - Unterstreichung=weitere Informationen - zunutze gemacht, indem die gedruckten Infotafeln mit unterstrichenen Texten versehen sind. Berührt man nun eine solche Textstelle, dann läuft in dem keinen Monitor zwischen den Textblöcken eine entsprechende Animation ab. Hier wurde also gedruckter Text "analog verlinkt", und Finger ersetzt Maus. In dieser Kombination aus Druck und Interaktivität doch sehr interessant ...
Eine Infotafel.

Unterstrichener
Text und Anweisung auf dem Bildschirm.


Auf
Fingerdruck läuft eine entsprechende Animation ab.
Stacheliger Geselle einer vergangenen Zeit.
07/02/10
Scherz zum Sonntag: DE-Mail für 20 Cent/Mail
Höchst amüsante Neuigkeiten von den Experten für Neue Medien bei der Post: Man träumt, wie fefe sehr treffend schreibt ziemlich feucht davon, pro Mail 20 Cent zu kassieren, bei der "DE-Mail", die doch schon allein durch den Zusatz "vertrauliche Online-Kommunikation" ein echter Schenkelklopfer ist. 1&1 ist auf diese Idee zur gar prächtigen "Wertschöpfung aus dem Nichts" auch gleich eingesteigen.
Ganz hervorragende Idee. Hat auch was von natürlicher Auslese: Wer das benutzen wird, der ist wirklich selber schuld.
Und da es Sonntag ist, an dieser Stelle ein frommes Gebet: Herr, sch... Hirn vom Himmel!
PS. Daß diese Art technischen "Fortschritts" ein Naturgesetz und
also unabwendbar sei, können nur einfältige Narren glauben. Wenn also
jemand dagegenhält, daß man "halt irgendwann einfach
gezwungen sein wird, diese DE-Mail für offizielle Kommunikation zu
benutzen", dem kann nur gesagt werden:
Wird man nicht.
Außer, wenn es in unserer Demokratie von uns Bürgern widerstandslos
zugelassen wird. Und wir wären dann also folgerichtig ... selber schuld.
Nachtrag: Verschlüsselt wird die DE-Mail, welch großes Wort.
Und eine Vortäuschung falscher Tatsachen in meinen Augen: Wird diese
Mail doch für die Augen jener Angestellten, die im Staatsdienst
arbeiten, zwischendurch
entschlüsselt.
Im Ernst: Wer Verschlüsselung braucht, der
sollte sich die Mühe machen, GPG oder dergleichen zu installieren. Da
kann auch Vater Staat, beziehungsweise der notgeile Herr Meier von
nebenan, der bei Vater Staat zufällig arbeitet, nicht mal eben
reinschnüffeln.
29/01/10
Abmahnungen: Heute schon gezahlt?
Noch nie Musik getauscht und trotzdem eine Abmahnung über 450 Euro wegen illegalem Musiktausch bekommen?
Kein Problem scheint das bei der derzeitigen Rechtslage zu sein – man
möchte es für einen Scherz halten. Denn die Beweislast kehrt sich hier
nicht nur einfach um, offensichtlich ist man bei entsprechend
kompetenten Richtern automatisch schuldig, wenn ein findiger Anwalt das
mal eben behauptet und mit angeblichen IP-Adressnachweisen wedelt.
Vollkommen unabhängig davon, ob man zur fraglichen Zeit überhaupt den
Rechner angeschaltet hatte und zu Hause gewesen ist.
Absurd? Von
wegen: Realität. In gewisser Weise hat es unser Rechtsstaat damit
geschafft, noch hinter die Zeit der Hexenprozesse zurückzufallen - denn
dort mußten die Beschuldigten zumindest ihre Schuld, wenn auch unter
Folter, eingestehen. Andererseits, den Ruch der Wasserprobe hat dieses
IP-Fischen dann ja schon. In sofern ist dieses Urteil ja vielleicht doch
etwas zu hart. Aber das soll demenstprechend jetzt der Beschuldigte
widerlegen.
Bei näherem Besehen handelt es sich nicht einfach um Schluderigkeit in
einer Bagatelle. Das Problem reicht weitaus tiefer: Beweist es doch, wie
Gerichte mit einer neuartigen, ihnen unbekannten Sachlage umgehen
können. Anstatt ihrer höchsten Verantwortung nachzukommen und sich
umfassend in Kenntnis zu setzen, jener Verantwortung, die immerhin ihre
einzigartige Machtstellung als Richter innerhalb unserer Demokratie erst
legitimiert, setzen sie sich über nichts Geringeres als absolut
grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien hinweg und annulieren
kurzerhand die Beweispflicht gegen einen Angeklagten: Das Urteil wird
einzig und allein gemäß dem persönlichen Geschmack des Richters gefällt.
Wenn man es genau nimmt, erweckt das Verhalten solcher Richter daher den
Verdacht der staatsfeindlichen Umtriebe. Sie schaffen sich auch selber
ab, da schließlich ein Gericht überflüssig ist, wenn eine blanke
Anschuldigung zur Schuldzuweisung genügt. Her mit den Galgen!
Sicherlich
wird sich irgend ein juristischer Winkelzug in den Gesetzestexten
finden, mit dem derlei selbstherrrliche Entscheidungen legitimiert
werden sollen, aber solcherlei Spitzfindigkeiten machen die Sache
angesichts der Tatsachen keinen Deut besser. Im Gegenteil.
Wie dem auch sei - Deutschlands Richter wünschen viel Spaß beim Leeren Ihres Briefkastens. Vielleicht findet sich ja morgen dort ein solches Schreiben für Sie.
Kleiner Beitrag im c't Magazin zum Thema Abmahnungen.
Aktualisierung: Das überaus kompetente und dafür gewissermaßen
berühmt-berüchtigte Landgericht Hamburg ist der Ansicht, daß man nicht
mal mehr zum Postkasten gehen muß. Es reicht
für derlei eine E-Mail. Das ist jene Kommunikationsform, die
sich durch SPAM-Filter auszeichnet. Wo genau solche Schreiben hängen
bleiben dürften. Vermutlich ist es nach Ansicht dieser geballten
Kompetenz auch rechtens, jemanden per Mail abzumahnen, der keinen
Computer und keine Mailadresse hat. Er hätte sich ja eine zulegen können.
Bravo,
großes Kino - ich bin dafür, schleunigst einen Grund für Abmahnungen
gegen die Richter und Beisitzer dieses Landgerichts zu finden. Und ihnen
diese Abmahnungen natürlich nur per Mail zuzustellen. Könnte lukrativ
werden.
Aktualisierung II: Es zeigt sich aber auch Licht am Horizont. Am AG Frankfurt scheint es beispielsweise durchaus kompetente Richter zu geben: Gericht stellt Erlösmodell der Abmahn-Industrie in Frage
28/01/10
Apple iPad: Der Apfel wird ... seltsam et time of the Nudelholz
Da hat die Firma Apple also einen neues Gerät auf den Markt gebracht,
was auch in den öffentlcihen Medien wie
der Tagesschau auf erhebliches Echo stieß.
Bei näherem
Besehen weist der "iPad" allerdings Merkwürdigkeiten auf: So laufen dort
wohl nur
Programme, die aus dem AppStore von Apple geladen werden – und der
scheint auch mal Anwendungen zu entfernen, die ihm
nicht passen. Auch die Anschlüsse am Gerät sind wohl
gewöhnungsbedürftig (nicht, daß es endlich einen USB-Standard gäbe).
Das
Allerbeste: Dieses Küchenbrett für Yuppies ist nicht einmal
multitaskingfähig ... und das war, im Gegensatz zu MS-DOS, schon in Macs System
6 möglich, ist also eigentlich eine typische Mac-Eigenschaft.
Urgestein Dave Winer kommentiert das Ganze aus seiner Sicht:
"But given the lack of imagination and execution in this product, it's a cruel joke that illustrates that all that remains of Apple's brilliance is Apple's arrogance."
Dies gepaart mit der Tatsache, daß sich auf dem nur wenige Jahre alten iMac hier inzwischen vier vertikale bunte Linien im TFT darstellen, darf man wohl Zweifel an der Apple-Hardware hegen. Ich hole mir bald einen hässlichen, aber günstigen 08/15-Tower und zwinge ihm das weiterhin phänomenale Betriebssystem auf. Solange das noch Programme von außerhalb des AppStores zuläßt, versteht sich.
Nachtrag: Alex
Payne kommentiert: "If I had an iPad rather than a real computer
as a kid, I'd never be a programmer today. [...] We have the technology
and the incentive to build the future of computing in an open way. The
only reason not to is greed, laziness, and hubris."
Treffend
dazu
der Schockwellenreiter: "Für mich jedenfall steht fest: Ein
Computer, auf dem weder Processing noch Python läuft, ist kein Computer,
sondern eine Fernsteuerung."
Nachtrag II: Ladies and Genttlemen, this is the time of the
Nudelholz: Jetzt bekommt nicht nur Apple wegen diesem
Hochglanz-Küchenbrett eins aufs Dach, sondern die
Firma Adobe mit ihrem proprietären Flash-Format in den Nutzerkommentaren
ihres Blogs gleich mit dazu - weil sie sich beschwert haben, daß
eben ihr proprietäres Flash nicht auf dem iPad läuft. Nur ein Beispiel
aus der Diskussion:
"With upcoming web technologies — including
canvas, HTML5 video and audio [...] — we will see the proprietary
software of Flash fade away for much more powerful and accessible
content. The iPad/iPhone/iPod touch gives us a valuable customer base to
target with these technologies that will push other browsers to move
forward."
Fangschuß.
29/12/09
Cursing Photoshop Elements
I am using Photoshop Elements to its fullest extent. No, I am not a professional user, yet I have to use it in many aspects where - albeit excellent - PhotoLine or similar alternatives just don't offer enough in certain areas. While it has to be said that especially PhotoLine does offer a lot aspects that are only found in the full version of Photoshop, PSE does still offer smoother operation and, quite simply, speed, in my opinion. Well, up to now.
But what seriously, and I am sorry to use this phrase: pisses me off, is when a company with top-of-the-line products, and a huge budget starts to cut down the little, essential functions in the following versions of the affordable "little brother" of its flagship.
As for Photoshop Elements, the really unnerving cut-downs are, for example:
- We Tell The User Where His Objets Belong To: A "magnetic" behaviour of objects, which cannot be switched off - whether you want to move an object, or, even more devastating, if you want to resize it, the borders of said object always snaps to the borders of the canvas. That has not been in PSE 2.0, and this, sorry lads, makes your product trash in one go;
- the brilliant idea to blast away the optical rezise function by proportional-rezising objects not from the side where the pointer grips it (as before), for example rezising the object from the upper left corner upwards, but rezises the object always from the center, which makes precise optical resizing almost impossible;
- the inability to select the object of a specific layer - not the complete layer as in "Select All" (no I don't want to copy transparent bits), but just the content. In PSE 2.0, you could just do a <KEY>-click on the layer, and the object was marked;
- the great idea to molest your once faithful coustomers with these regresses in the hope that they will bend down and buy the four-digit-priced full version.
- Addendum: I just found out that it seems PSE is not able to split an animated GIFs into separate layers. Instead, the GIF is displayed with colour faults. REALLY big deal.
Anyone thinks these are minor regresses? Then just try to do proper work in proper time with this application. Please leave your webcam online to let us enjoy your cursing.
I, for my part, am looking for an alternative. Once and for all.
27/12/09
Notiz: Kommentare bald offline
Da Haloscan seine Kommentarfunktion auf Bezahlbasis umschaltet, kann es passieren, daß die Kommentare in diesem Weblog für einige Zeit "verschwinden". Bis Zeit für Umstellung bleibt.
18/11/09
Darstellungsfehler beim iMac TFT
Eine vertikale, hellblaue Linie hat sich am rechten Monitorrand eingefunden. Ein Problem, das bei Apple-Monitoren offenbar nicht allzu unüblich ist.
TFTs altern und gehen irgendwann kaputt, das mag wohl sein. Aber von diesen Geräten solle man eine etwas bessere Qualität schon erwarten können (wobei auch ein ibook bereits "TFT-Krebs" hatte) . Interessant, daß Apple kommentarlos den Thread zum Thema gesperrt hat, in dem zahlreiche Mac-Nutzer von vergleichbaren Darstellungsproblemen bei ihren TFTs berichten.
Nachtrag:
Ein zweiter Strich hat sich hinzugesellt ... Mac hinter Gittern ...
04/11/09
Adobe Photoshop Elements 6 + OS X 10.6: Berechtigungen korrigieren / change permissions
Adobe Photoshop Elements 6 läßt sich problemlos unter Mac OS X 10.6 (Snow Leopard) installieren. Allerdings blieb ein Feature von OS X unberücksichtigt, nämlich die anzuratende Arbeit als Benutzer mit eingeschränkten Rechten: Mehrere Funktionen, darunter "Save for Web" / "Für Web speichern" funktionieren unter nicht-Admin-Accounts nicht. Das gilt offenbar auch für 10.5.
Die Lösung findet sich, durch Web-Suche kaum zu finden, hier
in den Adobe Support-Foren.
Im Grunde ist sie einfach: Die
Berechtigungen des Ordners DE_de
bzw. der Datei MediaDatabase.db3 in
Library/ApplicationSupport/Adobe.../Locale/
müssen für den Benutzer auf "Lesen/Schreiben" gesetzt werden, dann PSE
unter einem Admin-Benutzer starten und beenden, und dann läuft PSE 6
auch bei Benutzern mit eingeschränkten Berechtigungen.
*
Adobe Photoshop Elements 6 is running well with mac OS X 10.5 and 10.6. If you use a non-administrator account, though, some features do not work, like "Save for Web".
To make them work, just change the permissions for your account to read&write for the folder en_EN (or us or whatever) and the file MediaDatabase.db3 in Library/ApplicationSupport/Adobe.../Locale/, start and quit PSE using an administrator account, and all is well. See here for details.
18/10/09
Interview with Bob Tandlinger, developer of the Thingamablog software
Without Thingamablog,
Uhus *finest-assorted* Weblog Droppings (launched in
August 2004) would not be; or would, at least, look very different. So I
decided to do a little interview with with Bob Tandlinger, developer of
this little gem of software, an unusual and platform-independent way to
maintain a weblog offline and publish it via FTP. Version
1.5 of TamB is just about to be released.
Uhu: First of all: When did do you start working on TamB?
Bob: I first started working on it way back in 2003. Now that I think about it, it's hard to believe Thingamablog is that old!
Uhu: How was the Weblog "scene" at the time?
Bob: Well, this was back when “blog” was a brand new buzzword. There
were not as many options then as there are nowadays. As I recall, the
two big ones were Blogger and MovableType. I think Wordpress was just
getting started around this time as well.
As for the “scene,” I'm not
really sure. Believe it or not, I've never really been much of a
“blogger” myself, but I do remember that everyone and their brother
seemed to be starting blogs in those days. Everyone was telling me to
check out their blogger.com blog. I think it was sort of like the
facebook of that time. Back then blogging seemed much more like a fad
than it does now.
Uhu: Would you like to tell us a bit about your personal background concerning the Internet and IT?
Bob: I guess I am a typical geek. I've always been interested in computers. I first got on the Internet around 1995 or so with a “blazing fast” 9600 baud modem :) Currently I'm a freelancer doing various web development tasks, software development, and SEO type stuff.
Uhu: And why did you create TamB in the first place?
Bob: Simply because it seemed like a fun programming project. I had stumbled across a little tcl/tk script that could post news updates on a website. I figured why not take this idea a step further and try to implement a full blown blogging platform that provides functionality similar to blogger.com- but without having to actually rely on blogger.com.
Uhu: What was the reason to use a third-party database independent way to maintain and publish the weblog, when MySQL and other database solutions were already at hand?
Bob: Well, not everyone has access to php/MySQL enabled web hosting
(although that is becoming more and more uncommon).
From the
beginning, one of the main goals of Thingamablog has been to make no
assumptions about what the user can run on the server side. Back then,
the web space I had did not have MySQL or php and even still today the
free web space provided by schools or ISPs is often not capable of
anything more than serving static HTML files. For these types of
situations, Thingamablog is a pretty good solution.
Also, back when I
started TAMB, setting up software like MovableType could be a major pain.
Uhu: How was the first reaction on the new weblog software?
Bob: It was pretty good. Much better than I had anticipated. I figured at best a handful of people might find it useful, but after a few months there were 100s of ThingamaBlogs in existence. In the grand scheme of things that's nothing, of course- but still it far exceeded my expectations :)
Uhu: How was, and is, the support you get from users and friends? Is there a TamB "community"?
Bob: Support from users has always been great. Even without an update in
a long long time I still get “Thank You” notes from users and a nice bit
of interest in the program. So, I'm always thrilled that people out
there find it useful.
As far as a TAMB community, I'm not really sure
if one exists. If one does exist, it's only a small group of users these
days. Thingamablog is something of a niche product. It's not for
everyone.
Uhu: Some people might say that TamB is a bit "oldschool", without online database handling like in wordpress or serendipity.
Bob: I would agree completely :) But I'd also say that being “oldschool”
isn't always a bad thing. I think we sometimes forget just how much
easier and straight-forward things were back in the day. Wordpress, for
instance, has a ton of plugins for just about anything imaginable, which
is great. However, with all this flexibility comes quite a few headaches
as well.
I think if one puts themselves in the shoes of an average
non-techy person, running Wordpress properly takes a bit of skill. For
example, you need to: know which plug- ins you need, how to upload
plug-ins and themes, keep plug-ins updated, update Wordpress regularly,
edit php files, have an understanding of unix file permissions, etc.
Now,
I'm not saying all this endless customization is inherently a bad thing.
But the fact is that the vast majority of people simply do not care and
do not want bothered with it. If someone just wants to set up a blog to
make a few posts every month, is all that -really- necessary?
There
are online blog services which make this easier like Wordpress.com
hosted blogging, blogger.com, or livejournal.com – But there again you
are tied to a third-party service. What if they decide to start putting
advertisements on your blog? What if you want it hosted on your own web
server?
I think this is the niche that Thingamablog fills. An easy to
use blogging platform that you are in complete control over.
Uhu: Now, with dynamic content like Twitter feeds, comment systems and flickr lightboxes, how can an offline solution keep up without a proper plugin manager and an online admin interface?
Bob: These kinds of services almost always provide snippets of
javascript that can work on any plain old web page. You can insert these
types of things right into your Thingamablog templates and they'll work
just fine. So, you don't necessarily -need- to have a full fledged CMS
running on your server to use this sort of stuff.
Also, if you can
run, say, php on your web host, there's nothing from preventing you from
adding whatever custom code you want, and then simply set Thingamablog
to publish pages with a .php extension. So you don't really loose too
much flexibility there, and you can do things you typically cannot do
with the online blog services.
Uhu: We have reached Web2.0 after all. Er, do we?
Bob: Again, there's not really anything from preventing one from using third-party Web 2.0 gizmos and what-nots. Although, in some cases it might take a little bit of “shopping around” to find the best fit for TAMB.
Uhu: So is Thingamablog designed for, as we would call them in Germany, silverbacks of the Early Internet Age?
Bob: No, not necessarily. Actually, I never really had anyone in mind when creating Thingamablog. It just seemed like a cool idea that could solve a certain set of problems. That is, having a blog without being tied to a third-party, or server-side software.
Uhu: Down to the point: Why should someone use TamB and not one of the popular online blog services or systems?
-
Well, I will be the first to say that not everyone should use
Thingamablog over the big server-side CMS's or online blog services.
It's simply not the right tool for a lot of situations.
With that said, here are a few reasons why one might want to use Thingamablog. - Less moving parts means it's inherently more secure than server-side applications. Thingamablog is no less secure than an SFTP connection, where as apps such as Wordpress need to be constantly updated to keep on top of security issues. If you slip up and miss an update, something like this can be the result: [Link].
- It's fairly easy to use and has a small learning curve. If you can use an email client, you can use Thingamablog.
- It works anywhere regardless of what is supported on the server side. If you can FTP to it, Thingamablog will most likely work with it.
- Your blog data lives on your computer, not on some server in the cloud. (This is either a good thing or not depending on your point of view)
- It's easy to experiment with and make blogs look how you want. No need to learn a new programming language just to edit a template. The template syntax is straight forward easy to understand.
- You can maintain multiple blogs on multiple different servers from a single program.
Uhu: There were some longer times of rest in the development of Thingamablog - about two years between the release of TamB 1.1b6 and the next public one, which seems to have been 1.5b3. Many people already assumed TamB would be dead. But now we see that it is happily alive as ever!
Bob: Yes, unfortunately it was dead for a while. Mostly due to a lack of time to work on it. Life can get in the way sometimes :) But It's back from the dead now, and I'm trying to resolve to never let more than 3 months pass without an update.
Uhu: That sounds excellent! So, what would also be really interesting to know: What are the next big changes you would like to make in TamB? Is there a "roadmap"? And last, not least: What would you like to become TamB in the distant future?
Bob: Well, in the short term my main focus is just getting Thingamablog back on track after being dormant for so long. I think v1.5 is a good step forward. A lot of long standing issues have been fixed and there are some great new features. As things progress, my hope is that it will evolve into a more traditional CMS application rather than just being a “blogger.” There are still a lot of things that could be made more flexible. Also, there -might- be a plug-in architecture coming somewhere in the not-too-distant future.
Uhu: Thank you very much! Happy scripting!
This article is licensed under the Creatve
Commons 3.0 license nc-nd-by.
As for by:
Please link back to this post or mention Uhus
Droppings weblog address; as for nd: Quoting is encouraged,
of course; as for nc, just contact me if the question should
arise.
17/10/09
Anspruch vs. Wirklichkeit: Enzyklopädie Wikipedia und ihre "Relevanzkriterien" (Neu im Netzkino! Edit Wars 2.0)
Wer bestimmt, welches Thema in einem Wiki, das für sich in Anspruch nimmt, die große Online-Anzyklopädie zu sein, "relevant" und welches "irrelevant" ist?
Dies gilt auch für einzelne Bereiche in Artikeln, so wie zu Jugger-Links
oder zur Einordnung
des Sports als "kommerziell" in der deutschen Wikipedia
teilweise selbstgerecht und emotional, teilweise sehr uninformiert hin
und her diskutiert wird.
Und Jugger
wurde vor ein paar Jahren von der englischen Wikipedia als
"irrelevant" markiert - um sich des Sprachgebrauchs jener
selbsternannten Aufpasser zu bedienen: 0wned. Ein Blick ins Netz
hätte gezeigt, daß es Jugger da schon in Deutschland mit großer
Anhängerschaft, aber auch in anderen Ländern bereits gab.
Dieses
reichlich merkwürdige Verhalten der aufrechten Wikipedia-Kehrtrupps ist
also nicht allein auf Deutschland beschränkt, zu dem F!XMBR
einen wie üblich recht ... engagierten, wiewohl durchaus nicht ganz
unzutreffenden Beitrag verfasst hat. Wikipedia kann halt immer nur
ein kleiner - wenngleich durchaus praktischer - Baustein sein, wenn man
sich über einen Sachverhalt tatsächlich mehr als nur oberflächlich
informieren möchte. Und interessant wird es besonders, wenn Wikipedia
durch sein "umfassendes" dargestelltes Wissen oder Meinen eine Art
Monopolstellung für sich Schnellinformierende erringt.
Nachtrag: Das Abstruse der Bewertung wird deutlich, wenn man "relevante" und "irrelevante" Themen nebeneinanderstellt, wie im Aggregat7 demonstriert. Also wenn mir eine akademische Arbeit in die Hände fällt, die Wikipedia in ihren Fußnoten aufführt, dann wird das meiner Relevanzbewertung jener Arbeit nicht gerade zuträglich sein (das war zwar schon vorher so, wird jetzt aber noch stärker der Fall sein). So viel eigenständige Quellenkritik, auch bezüglich der Zitierfähigkeit von Sekundärquellen, erwarte ich von dem Verfasser einer akademischen Arbeit.
Nachtrag II: Eine Sendung (allerdings kein Streitgespräch oder strengere Diskussion) mit einem Wikipedia-Administrator gibt es im Chaosradio als mp3 zum Download.
Nachtrag III: Als Unbeteiligter gewinnt man schon den Eindruck, daß die Verwalter von Wikipedia ihr schönes System gerade mit Wucht gegen die Wand fahren - unter anderem, indem sie einerseits eine pressewirksame Dikussion einberufen, um dann aber nur eine Handvoll Personen dort zuzulassen. Solches Verhalten führt zu Ärger. Und der wächst derzeit. Gerade auch unter denjenigen, denen Wikipedia ihre technische Existenz verdankt. Selber Schuld, wer einem solchen Verein Spenden oder hochqualifizierte Programmierzeit zukommen läßt. Und nein, hier schreibt kein "fefe-rekrutierter Internet-Troll", herzlichen Dank für solche niveauvollen, gern herablassend gehaltenen Diskussionsbeiträge auch. Immerhin verdeutlichen sie eines der Kernprobleme der Wikipedia.
Nachtrag IV: Erstaunlich sachlich und ruhig äußert
sich nun fefe zur Wikipedia-Diskussion nach der eher
merkwürdigen, ausgerechnet im technischen Bereich augenscheinlich
reichlich dilettantisch vorbereiteten Podiumsdiskussion. Einer der
wichtigsten Punkte aus meiner Sicht: Wikipedia hat einen quasi-Monopolstatus
errungen, und damit gelten für Wikipedia eben auch andere Regeln als für
ein Wald-und-Wiesen-Wiki. Ein Schrebergartenverein
darf sie eben nicht mehr sein. Zudem sitzt die Wikimedia auf einem
ordentlichen Berg Spendengeldern, und die verpflichten ebenso wie das
Engagement zahlloser sicherlich "irrelevanter" Nutzer zu willkürlich als
"irrelevant" gebrandmarkten Themen. Willkür einiger Weniger darf daher
nicht mehr gelten.
Und wer sich den Stil in manchen Diskussionen auf
Wikipedia ansieht, kann viele dort Diskutierende ehrlich gesagt sicher
nicht mehr ernst nehmen; das Niveau entspricht sprachlich wie inhaltlich
oft eher der Hauptschule oder der Gymnasialen Oberstufe.
Nachtrag V: Auch ein schönes Detail bei einer Sendung: Robert Stadlober wundert sich zu Recht, daß sein "Bekenntnis zur Bisexualität" bei Wikipedia an erster Stelle seiner Beschreibung steht, und Alec Empire erzählt: Er wurde von Journalisten häufig nach manchen Dingen gefragt, und er fragte sich, "woher kommt eigentlich dieser Schwachsinn, und da hat [der Journalist] gesagt, na ja, es steht ja auch bei Wikipedia [...] und dann korrigiert man [den Wikipedia-Eintrag selbst], und dann gibts dann irgend son Typen, 'Nö, ich korrigiers wieder zurück.'" Durchaus unterhaltsames Gespräch zur Hybris und der Problematik dieser "Enzyklopädie".
PS. Und nein, ich gehöre nicht zu den "fefe-Jüngern", sondern bin erstaunlicherweise ein eigenständig denknendes, zur Reflektion fähiges und durchaus recht gebildetes Individuum, dessen Leben sich überwiegend außerhalb des Internets abspielt und das weiß, was eine akademische Recherche ist. Trinkt Euch Euere Blumenwiese nur schön. Aber spendet die Spendengelder vielleicht vorher einer wirklich gemeinnützigen Organisation.
02/10/09
Totgesagte leben länger!
Gerade über meine Kommentare von Heiko erfahren:
Thingamablog ist alles andere als tot, wie schon dank Offlinezeit des Forums und der letzten öffentlichen Beta von 2007 vermutet worden ist. Kürzlich ging das englische Forum wieder online (das deutsche hielt sich standhaft) und nun steht Version 1.5b3 zum Download! Ich werde diese schöne, unzeitgemäß lokal speichernde und via FTP publizierende Weblog-Software mit Freuden ausprobieren.
Thanks Bob!
Aktualisierung: Nun ist TamB Beta 4 draußen. Hier versteckt sie sich. Allerdings startet sie unter OS 10.4 leider nicht; mal sehen, warum ...
Noch aktueller: Ah, TamB basiert auf Java 6. Scheint erst ab 10.5 zu rennen. Bald ...
08/09/09
08/06/09
Für ein sicheres Internet: Mehr Hinweisschilder
Endlich kann das höchst effektive Vorgehen mit "Stoppschildern" im
Internet Schule machen: Die Titanic
stellt eine Reihe wichtiger
Netzverkehrszeichen vor. An die Politik: Ausdrucken!
PS.
Falsche Zitierung/Kontextuierung oder wirklich so gemeint? Diese Frage
muß man sich bei der Lektüre eines Beitrags der Berliner Zeitung
stellen. Dort scheint die SPD (genauer gesagt, Herr Wiefelspütz) über
von der Laiens Leyens Initiative durchaus angetan und
läßt durchblicken,
daß aktive staatliche Zensur im Internet auch gegenüber anderen Inhalten
im Namen der Sozialdemokratie durchaus vorstellbar sei. Mehr dazu auch
im hochgeschätzten LawBlog.
Wiefelspütz: »'Natürlich werden wir mittel- und längerfristig
auch über andere kriminelle Vorgänge reden.' (...) Er könne sich
vorstellen, so Wiefelspütz, auch Seiten mit verfassungsfeindlichen oder
islamistischen Inhalten zu blocken « - Berliner
Zeitung (er schlägt im Übrigen damit in die gleiche Kerbe wie, ja
wirklich, ein Journalist in der ZEIT, dessen Artikel ich noch mit Muße
gründlich filetieren möchte). An anderer stelle äußert sich Wiefelspütz,
er wolle
ein staatsfreies Internet. Fehldarstellung? Freudscher Versprecher? Mal
sehen.
07/06/09
"Killerspiele": "no significant relationship between violent video game(s) and school shooting(s)"
Einen Beitrag zum Thema "Killerspiele" findet
sich im IGaK-Weblog. Beliebtes politisches Thema auf dünnem Eis,
denn unter anderem gibt es auch den vielfach behaupteten
"wissenschaftlichen Beleg" nicht:
"'Amokläufer haben
sich vor ihren Taten immer wieder mit solchen Spielen beschäftigt'.
Dies(e Aussage) drückt natürlich keinerlei belegbare Kausalität aus und
ist noch dazu inhaltlich falsch (...) There is 'no significant
relationship between violent video game exposure and school shooting
incidents' (Ferguson 2008)"
11/05/09
Fehler in OOo 3.1 füllt Festplatte --partly solved
So sehr ich OOo schätze, manchmal jagd es den Benutzer die Wände hoch.Beim automatischen Sichern eines größeren Dokuments (45 MB) schrieb OOo augenscheinlich derart viel Daten auf die Festplatte, daß diese sofort voll ist und OOo demnach auch nicht mehr speichern kann. Die Platte leert sich nach Absturz (bzw. Abschuss) des Programms dann wieder brav. Vor dem Datenspaß hatte es seine Voreinstellungen geschreddert und erkannte ein ebenso umfangreiches Dokument nicht mehr als OpenOffice-Dokument, sondern als NurText.
Aktualisierung:
Problem teilweise gelöst: Offenbar genügten
runde 3,7GB Festplattenspeicher nicht für die Umwandlung der Daten beim
Speichern. Ungünstig war hier allerdings der Umstand, daß OOo bei
gefüllter Festplatte nur eine Warnmeldung bringt, mittels derer man den
Speichervorgang selbst nicht abbrechen kann - anstelle eines
"Abbrechen"-Schalters findet sich hier nur "Wiederholen".
23/04/09
Real Life und CS
In der Süddeutschen findet sich ein Bericht zu Counter Strike ..."Karl war als Jugendlicher abhängig von dem Computerspiel Counter-Strike. Zwei Jahre lang verbrachte der heute 24-Jährige mehr Zeit vor dem Computer als im Bett oder in der Schule. (...) Heute studiert Karl Wirtschaftswissenschaften an einer deutschen Elite-Universität. Er hat eine Freundin, trägt einen Seitenscheitel (...) "
Zynisch gefragt: Statt am Rechner Pixel schießen im echten Leben elitär
und gescheitelt Menschen und Volkswirtschaften schröpfen lernen, ist das
wirklich besser? Immerhin haben feingescheitelte elitäre "Experten"
gerade fast die ganze Weltwirtschaft an die Wand gefahren und kassieren
dafür pro Kopf auch noch Millionen an Belohnung. Oder befördern
"Killerspiele" gar die dazu notwendige Mentalität? Das wäre doch mal
eine Studie wert!
/Zynismus Ende
20/02/09
Tippen auf LSD (oder besser Speed)
... so ungefähr scheint die Arbeit mit der multidimensionalen NEO-Tastaturbelegung
zu sein. Sechs statt drei bis vier Ebenen.
Auf der Suche nach einer
effizienteren Anordnung aus den Tiefen des Netzes gefischt, will sie
ausprobiert werden ... die Probleme der mechanischen Schreibmaschinen,
die QWERTZ bedingten, gibt es ja seit einem Weilchen nicht mehr. Sie
sieht jedenfalls vielversprechend aus. Wobei Engelbarts
Fünffinger-Tastatur
(hier
auch Videos, und eine
7-Tasten-Variante) auch durchaus interessant ist.
19/02/09
Monde und schwarze Löcher auf iTunes
Man kann über Apple und seinen Markenkult sagen, was man will (abgesehen davon, daß OS X nicht die sadistischen Qualitäten hat wie das verbreitete und zu Recht unbeliebte Fenstersystem) - aber der neue iTunes Visualizer ist das Beste, was ich je in diesem Bereich gesehen habe. Neben der Brillanz der Darstellung ist das Einbinden von "schwarzen Löchern" und mit Höfen versehenen Monden ein geradezu umwerfender Genuß. Und genau das Richtige, wenn man gerade Werwölfe zu bändigen hat. Exzellent!
04/02/09
Bahn mahnt netzpolitik.org ab
Das Unternehmen mahnt
netzpolitik.org ab, da dort ein internes
PDF der Bahn über die Überwachungsafffaire ins Netz gestellt worden ist.
Aber Hochkaiser M. wird weich fallen, selbst falls der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, daß man dem Hobbyarchitekten und Datenexperten den Stuhl wegziehen sollte. Das Schlimmste, was dieser Person passieren kann, ist wohl ein dickes "Grundeinkommen" für den Rest des Lebens. Aber so weit wird es nicht kommen: Um derlei Personen reißt sich unsere Wirtschaft. Hier lohnt Hybris.
29/01/09
Mac-Fetischisten? Von wegen ...
Fetischisten sind nicht jene Leute, die feststellen, daß OS X ein
vernünftiges Betriebssystem ist. Sondern jene, die das von M$ Fenster
behaupten. Und bei jenen darf man wohl einen ordentlich masochistischem
Einschlag vermuten. Und so gibt's für die Gläubigen Win7, je nach
Wohlstand, gleich als bunte Auswahl:
"Man sollte doch glauben,
Microsoft würde aus Fehlern lernen? Egal, bringen wir Win 7 einfach in
vielen bunten Versionen, von Basic bis Ultimate." - weiterlesen
20/01/09
Verlängerung des Urheberrechtsschutzes: Wer profitiert wirklich?
Die Schöpfer? Und der Storch bringt die Kinder. Ein informatives Video über die Interessen hinter dem Betreiben, begleitend der Kampagne Sound Copyright:(via Schockwellenreiter)
PS. TAMB verschluckt immer noch ab und zu den /object-Tag beim Publizieren. Deswegen sind eingebettetete Videos manchmal "verschwunden" ...
Domaingrabbing 125te
Gerade trudelte mal wieder (zum zweiten Mal) eine SPAM-Mail ein, die mir
großzügig anbietet, die Domain "juggerblog.com" zu kaufen. Ähmn ...
dieses New Economy-"Geschäftmodell" ist irgendwie schon etwas 90er;
Herr, laß Gras wachsen. Dokumentierend im Folgenden ein Auszug:
|
Hi, The domain juggerblog.com has recently become available for us
so we are offering it to you, because you are the owner of its
.net version. |
Oh bugger off please, spam yourself. Schade nur, daß es kein deutscher "Dienst" ist. Jeder mache mit diesem Text was er will ...
12/12/08
Empfehlung: Die Logik des digitalen Nutzungsrechts
Stichwort Musikindustrie, Urheberrecht, Nutzungsrecht, sog. "Geistiges Eigentum" ... ein sehr sehenswerter Film von Mario Sixtus, unter anderem zu sehen beim Schockwellenreiter. Ansehen!
14/10/08
Openoffice.org 3.0 ist geschlüpft - und im Teich
Gerade noch als Beta-Version verfügbar, ist nun die fertige Version
3.0 der Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und und und OpenOffice
erschienen. Besonders spannend für OS X: Das Ganze läuft nun mit Aqua,
sprich es muß nicht mehr, wie bisher, X11 gestartet werden, die Menüs
entsprechen also dem OS X-Standard (bzw. werden ihm noch angepasst), und
so weiter.
Mögen Spezialanwendungen wie die Tabellenkalkulation auch noch ihre Häkchen haben - für Massentext, übrigens auch im Austausch mit M$ Office-Nutzern, hat sich diese umfangreiche, kostenlose Software ausgezeichnet bewährt (beispielsweise bei drei mal zwölf und ein Mal siebzehn Autoren, die überwiegend M$ Offfice nutzen, oder bei einer 800 Seiten-Arbeit, und in allen Fällen mit dem ganzen Schnickschnack wie Überarbeitungsmodus, Formatvorlagen etc. pp.). Ist Not am Start, läßt sich mit dem Unterprogramm Draw sogar ein ganz ordentlicher Folder oder Flyer layouten. Ein kleiner Testbericht findet sich auch in der c't.
Jetzt wird das Ding mal getestet. Herzliche Empfehlung zum Geldsparen - einfach runterladen. Und wer ein ausgezeichnetes Handbuch mit jeder Menge Tricks, gut leserlichen Hinweisen und Tipps sucht, das gibts hier.
20/08/08
Acer Aspire One 150L-Netbook am Start
Das Acer Aspire One-Netbook (Test mit Video) ist nun auch im deutschen Handel zu bekommen. Gerade ein Exemplar in einem Berliner Computerladen abgeholt. Mit 120GB Festplatte, 1GB RAM und 1,6 GHz Atom und natürlich LINUX sollte das gute Stück für den Alltagseinsatz auf Reisen ausgereift sein. Für 350 Euro eine mehr als faire Sache.
Ich bin gespannt, wie ses sich bewährt - Erfahrungsbericht folgt. Und ob es meinem üblichen Glück mit der Technik gewachsen ist ... bitte um kräftiges Drücken aller Daumen.
14/08/08
Kleiner Software-Tipp: CMYK ohne Photoshop in OS X
Kleiner Tipp am Rande: Wenn man Bilder im CMYK-Farbschema braucht (beispielsweise um einen Folder oder Farbseiten in einem Buch drucken zu lassen), dann geht das nicht mit Photoshop Elements oder Gimp. Und nur für CMYK die Vollversion von PS zu kaufen - dazu muß man wirklich viel zu viel Geld haben.
Eine kostenlose (Shareware)-Alternative ist für OS X der ohnehin äußerst vielseitige GraphicConverter. Der macht zwar kostenlos kein Batch Processing (also z. B. Konvertierung aller Dateien eines Ordners), aber einzeln läßt sich der Modus mit zwei Handgriffen umstellen. Wie das Druckergebnis aussieht, darauf bin ich noch gespannt. Sollte aber funktionieren.
Eine Einschränkung: OpenOffice scheint Schwierigkeiten mit der Darstellung von CMYK-Bildern im PDF-Druck zu haben.
12/08/08
Geschichte der Creative Commons
Ein ebenso erleuchtender, wie auch technisch-strukturell exzellent gemachter Vortrag von Lawrence Lessig zur Entwicklung der Creative Commons, der auch die antikreativen (aber Einzelnen sehr, sehr gewinnbringenden) Folgen zu langen bzw. überscharfen Urheberrechtsschutzes aufgreift. Und erklärt, wie Copyright als prächtiges Steuerungsinstrument der Kultur missbraucht werden kann:
03/08/08
Moderierte Kommentare
Gegen SPAM und aufgrund der Fallstricke deutscher Rechtssprechung habe
ich die Kommentare auf "moderiert" umgestellt; nicht wundern also, wenn
er nach Euerem Eintrag nicht gleich da ist!
Sollte ein Kommentar
von Euch partout nicht erscheinen, kann das dann allerdings daran
liegen, daß der Kommentar von der Software nicht abgeschickt wurde ...
24/06/08
co0l: UhuLinux
Es gibt nun (ok, seit 2001) auch eine Uhu-spezifische Distribution
von LINUX: Das
UhuLinux aus Ungarn.
Als Stärken werden die einfache Installation
und "Multimedia-Unterstützung" genannt. Und wer nicht so gut Ungarisch
kann, dem steht eine englische Variante zur Verfügung. Da wird mein
Rechner wohl bald eine neue Bootoption dazubekommen ...
Interessant dürfte allerdings sein, warum der Schriftzug dem der bekannten Klebstoffirma gleicht (der Vogel Uhu heißt interessanterweise wohl auch auf Ungarisch "Uhu"). Bleibt zu hoffen, daß die Firma damit einverstanden ist ...
Version 2.1 ist herunterladbar unter ftp.uhulinux.hu/dists/Bumm, Webseite uhulinux.hu
14/06/08
Anonymous: Ein Internet-Phänomen
Anonymous, bekannt
geworden durch ein Video auf youtube, ist eine Protestbewegung gegen
Scientr010vgy.
Da Scientr010vgy
in der Vergangenheit gern Daten über Protestierer sammelte, ist
"Anonymous" eben ... anonym. Was dazu führt, daß im Internet de facto
jeder anonymous sein kann: Jeder kann sich diesen Namen geben, eine
identifizierbare Gestalt hat Anonymous nicht. Trotzdem funktioniert die
Bewegung, und zugleich ist die Anonymität gegenüber der mächtigen
Organiosation der entscheidende Faktor, der Proteste erst in größerem
Rahmen ermöglicht.
So kommt es, daß aus dem Video nun eine weltweite, via
Internet vernetzte Portestbewegung gegen die Sekte entstanden ist
und regelmäßig Demos vor den Scientr010vgy-Zentralen
abhält. Faszinierenderweise anonym, also ohne feste
Organisationsstruktur. Jeder kann sich eine Guy Fawkes-Maske überziehen
und sich an Organsiation und Durchfühgrung der Proteste beteiligen,
jeder kann bei der Planung mitdiskutieren.In Berlin läßt die Polizei
hier ein beachtliches Demokratieverständis walten, indem sie das Tragen
der Masken erlaubt; schließlich kann sie den Schutz der Demonstrierenden
nach der Demo nicht garantieren. Im konservativen Stuttgart muß der
Protestierende dagegen, da unmaskiert, mit Kartierung, Identifikation
und Verfolgung durch Gegner rechnen.
Auf die Straße gehts
beispielsweise heute
Mittag in Berlin. Auch das Fliegende
Spaghettimonster läßt sich diese Gelegenheit nicht entgehen.
Scientr010vgy ist eine Sache, mit der umgegangen werden will. Da ist dieser gutgelaunte und doch sehr ernste Protest, denke ich, genau der richtige Weg. Lästig sein wird er der Firma auf jeden Fall. Zeit, eine Maske zu bauen.
30/01/08
Neugieriger Innenminister
Die Diskussion um Datenschutz gegen pauschale Datenspeicherung zeugt
immerhin einige nette Internet-Blüten, darunter ein kleines Javascript,
das Herrn Schäuble neugierig über den unteren Browserrand ins heimische
Zimmer blicken läßt (siehe das Leuchtlurm-Blog),
oder die kleine umgeknickte Papierecke im oberen rechten Rand einer
Seite.
Und ja, einige dieser Aufmerksamkeitswerber sind etwas lästig.
Andererseits geht es um eine einerseits so wichtige und andererseits auf
so leisen Sohlen daherkommende Sache, daß etwas Lästiges in Maßen
durchaus seine Berechtigung hat, um darauf aufmerksam zu machen ...
Ich
habe den Schäuble-Kopf mal als neugierigen Bundesadler bearbeitet,
angelehnt an entsprechende Plakate
- und keine Angst, er wird hier nicht ewig nisten :)
29/01/08
Endlich Kategorie-RSS-Feeds: Jedem Thema sein Eulchen
Dank kategoriebezogener RSS-Feeds ist es jetzt endlich möglich, nicht immer das ganze Gewölle auf den Teller zu bekommen, sondern nur die jeweils gewünschte Art Knöchelchen.
Siehe rechts und hier:
Jugger
(RSS) I El Uhu en Metal (RSS)
I Literarisches (RSS) I Owl
Content (RSS)
Eulereien (RSS)
I HardnSoftware/Internet (RSS)
I Politik (RSS) I Sonstiges
(RSS)
Uhus Bloody
Ventilator (RSS) I Uhus
Spielekiste (RSS) I Wissenschaft/Uni
(RSS)
19/01/08
6 Anrufe und 3 Tage für 3 Minuten: Spaß mit der Dame
Gerade durfte ich einen netten Tanz mit unseren Telekommunikationsunternehmen beobachten:
Das Internet fiel bei einem Bekannten am Dienstag Abend plötzlich aus. Und damit begann die Telekommunikationsodyssee (Freunde dieser Rubrik werden weitere Labsal beim Schockwellenreiter, dort zu T-DSL, finden):
- Mittwoch, 21:00 Uhr: Ausfall der Internetverbindung.
- Donnerstag, 9:00 Uhr. Anruf beim Kundendienst. Fernwartung. Keine Ergebnisse. Mitteilung des technischen Kundendienstes: Bitte geben Sie eine Mobilnummer an, damit wir die Leitungen prüfen können. Mobiltelefon war aber nicht zur Hand.
- Donnerstag, 9:20 Uhr: Mobiltelefon ist zur Hand. Anruf beim Kundendienst. Meldung: Wir können Sie nicht zur Technik durchstellen, da unsere Programme alle nicht funktionieren. Tut uns leid.
- Freitag, 9:00 Uhr. Ein Mobiltelefon liegt bereit. Anruf beim Kundendienst. Durchgestellt zum Techniker. Der rät, das Modem aus- und einzuschalten und einen Reset durchzuführen, dann nochmal anrufen. Gesagt, getan. Da immernoch keine Verbindung zum Internet hergestellt werden konnte,
- Freitag, 9:30 Uhr: Anruf beim Kundendienst. Der teilt mit: Leider sind unsere Techniker alle ausgebucht, können die Sie heute Abend zwischen 20 und 22 Uhr auf Mobil zurückrufen?
- Freitag, 20:00-22:00 Uhr: Kein Rückruf.
- Samstag, 10:00 Uhr: Anruf beim Kundendienst. Antwort: Bitte rufen Sie direkt vom Mobiltelefon aus an, da unsere Techniker sonst die Nummern durcheinanderbringen könnten. Daß das teuer sei, wurde mit einem Schulterzucken kommentiert. Anruf via Mobil. Mitten im Gespräch wird die Verbindung getrennt. Zweiter Anruf via Mobil. Wieder wird die Verbindung getrennt.
- Samstag, 10:30 Uhr: Ein Festnetz-Funktelefon organisiert. Anruf via dieses FestFunkFon beim Kundendienst. Durchgestellt zur Technik.
- Samstag, 10:33 Uhr: Der technische Kundendienst hat die Verbindung geprüft und veranlaßt die Zusendung eines neuen Modems und Splitters.
- Montag, 9:00 Uhr: Aber immerhin, der Kundendienst meldet sich nun von sich aus und erkundigt sich, ob alles geht – das ist dann schon positiv anzumerken.
- Mittwoch, 11:00 Uhr: Die Ersatzgeräte treffen ein. Das Internet funktioniert dennoch nicht.
- Mittwoch, 12:00 Uhr: Telefonat mit dem Kundendienst mit Mobiltelefon etc. Noch ein Test, dann: Die Techniker rufen Sie bis 15:45 zurück.
- Donnerstag, 8:00 Uhr: Auf magische Art und Weise und ohne weiteren Kontakt funktioniert das Netz wieder ... geht doch.
Fazit:
Für 3 Minuten Kabeltest wurden
3 Tage,
6
Anrufe beim Kundendieenst,
2 Mobiltelefone,
2
Festnetz-Funktelefone,
1 Festnetztelefon
... und
unmengen Nerven verbraucht. Wie es weitergeht, wird zu berichten sein.
Und nein, nicht von dem Standardverdächtigen Telekom, sondern von dem
Unternehmen mit der schlanken Dame und den wehenden Stoffen. Wobei hier
immerhin der Kundendienst sich dann doch noch von sich aus meldet (auch
wenn zu dem Zeitpunkt schon alle Schritte unternommen worden sind).
Tipp: Auf Rauchzeichen umsteigen. Das geht schneller. Ick sach nur nochmal: Stöhn meine IP mit der Option "schmerzvoll".
08/01/08
Microsoft Office 03 sperrt automatisch seine alten Dateiformate aus
Ein Witz am Morgen: Warum auch immer, mit einem Service Pack 3 schafft
M$ Word es tatsächlich, automatisch seine eigenen älteren
Dokumente (darunter nach Angaben von Wired
solche, nun ja, nicht ganz so alten Dokumentformate wie Word 6.0, 97 für
Windows und 04 für Mac) nicht mehr lesen zu dürfen, weil sie, man höre
und staune, "weniger
sicher" wären. Zum "re-enablen" muß man dann laut
dem guten M$ Support eine ganze Liste von Schritten unternehmen. Sie
wissen eben alles besser als die Nutzer ...
Wieder einmal ein guter
Zeitpunkt, um auf OpenOffice
oder andere vernunftbegabtere Lösungen umzusteigen, so nicht schon
geschehen.
Angesichts solcher Heldentaten muß sich ja jedes Klischee mit
Minderwertigkeitskomplexen in die Ecke verkrümeln.
(Via Content-type)
Nachtrag:
Word verwendet mit docx
ein neues Format. Großartig, jetzt geht wieder der Affentanz mit der
Kompatibilität los. Hier
ein Beitrag zur Konvertierung für OOo und hier
ein Widget zur Konvertierung docx-> doc ... Man müsste M$ die
Arbeitszeit für derlei in Rechnung stellen. Happy new year.
02/01/08
TamB1.1b6 released
Thanks to a comment by Heiko, I learned that a new version of TamB is available. It surely looks good, and as I am using it right now, it seems to work fine though still beta. Some interesting new features like Publish Via Mail have been added; let's look what they do ...
(See also, Bob is a GOD of blogware and a view on Thingamablog (in German)
22/10/07
Semi-Kampfroboter fühlt sich als Terminator
In Zeiten, in denen sich die Entwicklung semi- bis vollautonomer Roboter
einer sehr menschlichen Begeisterung erfreut, und solche Maschinen nicht
nur im Miniaturformat fliegen lernen, sondern
auch mit
Bewaffnung ausgestattet werden, sind Meldungen dieser Art um so
bedeutender: In Südafrika begann eine computergesteuerte Oerlikon-Flak
(ein kleinerer Vorgänger dieses Geschützes stand bereits auf deutschen
U-Booten im zweiten Weltkrieg) plötzlich auf
Personen zu feuern, tötete dabei neun und verletzte elf Soldaten.
Eine
angenehme Vorstellung, daß sich bewegliche und bewaffnete Kampfroboter inzwischen
schon im Einsatz befinden, im Irak nämlich; und daß unbemannte,
flugfähige Überwachungsdronen im Kleinformat entwickelt werden,
die auch mit Waffen bestückt werden können.
12/10/07
Diskussion um WoW-Sucht: Über 1200 Einträge
"Es bleibt im Leben eines normalen Menschen keine Chance mehr das
Leben richtig 'knallhart' zu spüren und sich zu beweisen (...) Postet
doch bitte mal Ideen, was man in seiner Freizeit alles Sinnvolles machen
könnte ohne am Pc zu sitzen", fragt ein
Teilnehmer einer erstaunlich langen Diskussion über "WoW-Sucht". --
Aber gern, mach Jugger
:)
Bronski, der 2005 Leute für eine sogenannte "Gilde" in dem
Online-Spiel "World of Warcraft" zusammenkratzte, hatte im Juni 05 eine
Diskussion in seinem Blog um "WoW-Sucht" angezettelt. Und
diese hat inzwischen über 1240 Einträge gesammelt, mit dem bisher
letzten Eintrag vom 25.9.07.
Die Bandbreite der Meinungen ist
interessant; einige schreiben dort, sie seien aufgrund der Diskussion
davon abgekommen, das Spiel weiterzubetreiben und hätten ein völlig
neues Leben (wieder-) entdeckt: Das "reale" nämlich. Andere verteidigen
ihr Hobby oder berichten, daß sie das Spiel gut mit ihrem restlichen
Leben vereinbaren können; wieder andere schreiben, sie würden einfach
nicht davon loskommen, obwohl selbst Beziehungen daran zerbrochen wären.
Unter
dem Vorbehalt gelesen, daß der Wahrheitsgehalt einzelner Aussagen nicht
überprüfbar ist, ist aus dem kleinen Blogeintrag von Bronski jedenfalls
eine sehr interessante und außerordentlich lebhafte Diskussion geworden.
PS. Natürlich kommt
das Wappen der "Urgilde" nicht von ungefähr ...
27/09/07
Notiz: OpenOfffice 2.3 ist draußen - auch für OS X/X11?
Seit einigen Tagen ist bereits OO 2.3 für den PC erschienen. Auf den
Downloadseiten von OpenOffice
findet sich jedoch immernoch nur die alte Version (2.2.1) für X11.
Interessanterweise liegt auf dem FTP-Server einer Uni eine Datei, die
eben jene Variante für X11 zu sein verspricht - vielleicht existiert
also schon eine aktuelle Version auch für den Mac. Jedenfalls behauptet
das Programm dies auch beim Start und im "Info"-Fenster.
Schon
mit 2.2.1 war das Programm ein für mein Empfinden, und selbst bei hohen
Ansprüchen, vollwertiger kostenloser Open Source-Ersatz für die
bekannten kommerziellen Office-Anwendungen. Nur kleine
Unannehmlichkeiten, wie der Mangel an Favoriten im Öffnen-Dialog oder -
recht hinderlich - kein Kopieren/Einfügen im Suchen/Ersetzen-Dialog,
waren zu bewältigen, und sind es offenbar leider immernoch.
26/09/07
Zufriedenheit!
Heute durfte ich mich wieder einmal an dem effizienten E-Mail-Support erfreuen, ebenso wie mehrfach in der Vergangenheit: Die Antwort auf meine Nachfragen - Details zu Domainumzügen, Datenbankfagen, ausländische DNS-Einträge, was es so alles gibt - wurden stets prompt und zufriedenstellend bearbeitet. Domainaufschaltungen und -einträge gingen durchweg sehr schnell. Und dabei sind die Paketpreise im Vergleich zu den Leistungen (MySQL, SSI usw.), wie ich finde, auch noch angenehm günstig.
Alles in allem also sehr positive Erfahrungen!
25/09/07
ARPANet is back!
... oder so. Zumindest behaupten meine Referer das in den Logfiles:
Interessant.
Nachtrag: Aha!
24/09/07
Geschickter Phishing-Versuch
Phishing E-Mails sind nichts Neues. Dennoch ist es zweckmäßig, ihre Dreistigkeit im Kopf zu behalten. So kursiert derzeit eine Email von "robot (a) f-shop", die den Empfänger darauf hinweist:
|
Hiermit teilen wir Ihnen mit, dass Ihr Konto leer ist.
Abgewickelte Transaktionen für das gestrige Kaufen haben alle
verfügbaren Geldmittel verbraucht. Um die früher bestellten Waren
bekommen zu können, bitten wir Sie sich mit unserem Manager in
Kontakt zu kommen, eine evtl. Nachzahlung abzustimmen oder den
Kauf gar abzulehnen. Die Empfangsbescheinigung sowie die
Kontaktdaten des Managers können Sie jederzeit hier abrufen
http://support.f-shop(xxx)/usr48265/qt0024 |
Diese E-Mail ist natürlich eine Fälschung, kein Konto wurde belastet -
noch nicht.
Surft man die Internetseiten des genannten Shops über
manuelle Eingabe der Adresse an, so passiert natürlich nichts, im
Gegenteil, der Shop weist selber auf die Phishing-Attacke hin. Klickt
man jedoch auf den Link in der Mail, so wird man auf eine ganz andere
IP-Adresse, und dort direkt auf eine .exe-Datei, gelenkt. Der Link wird
auch im Apple-Programm Mail nicht im Klartext angezeigt (einem Mac ist
eine exe-Datei allerdings auch herzlich egal), Thunderbird
beispielsweise warnt vor dem Phishing-Versuch. Und vernünftig
eingestellte Internetbrowser warnen ihre Nutzer auch vor dem Download
oder dem Aktivieren einer solchen Datei.
An sich sollten die Zeiten
des arglosen Linkklickens aber ohnehin vorbei sein ...
07/09/07
Teil-Erfolg des Narzissmus
Und die Person, die jene Geschmacklosigkeit zusammengeschustert hat, die sich vollmundig selbst als "Schriftsteller" - bei einer Publikation in einem eher unbekannten Verlag - und 23jährigen Berliner preist und das Weblog als eine Art pervertierte "Kunstaktion" offenbar weiterbetreiben möchte, hat beinahe den vorhersehbaren Erfolg damit: Sie landet in einem Artikel im Focus. Aber in diesem Falle hat die Arbeit der Presse ein Lob verdient: Weder wird der reale Autor benannt (der allerdings offenbar zur Zeit des Artikelverfassens noch unbekannt war), noch das Blog verlinkt. Bleibt abzuwarten, wo dies beides zitiert werden wird. und Erfolg hatte der Fälscher schon bei Wikipedia, das das Blog aufnahm.
Ansonsten bleibt mir nur, mich der gestrichenen Benennung dieser Person im Schockwellenreiter anzuschließen.
09/08/07
STRG+C auf die Finger hauen: picapica
Das Projekt Picapica der Uni Weimar könnte gerade für Fach- und
Sachautoren von größerem Interesse sein. Mit Picapica
soll es möglich sein, Plagiate im Netz ausfindig zu machen. Da auch
Magazine und Zeitschriften sich gern freizügiger bei Publikationen
unwissender Autoren kostenlos bedienen, eröffnet sich hier vielleicht
eine Möglichkeit, den Kopierern auf die Finger zu hauen - und ein
kleines Honorar für die kopierte Mühe zu erhalten. Schriftsteller können
hier sicherlich die Justiziare der Gewerkschaft
(ja, die gibt es wirklich und immernoch, trotz ver.di-Fusion ...)
hinzuziehen. Abgesehen davon dürfte der verwendete Algorithmus eine
recht spannende mathematische Sache darstellen.
Wohlgemerkt:
Bei kommerziellen Produkten. Privatleuten gegenüber muß man sich nicht
gleich wie die Pariser Polizei verhalten, die einen Schüler wegen
der Übersetzung eines (!) Harry Potter-Kapitels festnahm, da
reicht die Bitte um Autorennennung bzw. Löschung. Zumindest, wenn man
einen Funken Würde in sich hat.
08/08/07
20er Jahre iMac
Apple ist eine komische Firma.* Weshalb verpasst sie ihrem schönen ehemaligen Eisberg-iMac jetzt einen Lidschatten, daß er aussieht wie eine Dame der haute culture aus den 20er Jahren?
*) wenngleich wohl die erste, die begriffen hat, daß auch Computer nicht wie graue Mäuse oder buntbemalte Schaltkästen aussehen müssen ... da darf man sich auch mal vergreifen.
21/05/07
Track Me Not: "Offensive" Anonymisierung für Firefox?
Ein interessantes Vorhaben scheint Track
Me Not zu sein: Eine kleine Firefox-Erweiterung, die aus einer
Begriffsliste und schließlich dynamisch dauernd Zufallsanfragen an die
großen Suchmaschinen abfeuert - durch das enstehende Hintergrundrauschen
soll eine Nachverfolgung und Analyse der tatsächlich vom Nutzer
vorgenommenen Anfragen verkompliziert, wenn nicht unmöglich gemacht
werden. Um Mißverständnissen vorzubeugen: TMN anonymisiert genaugenommen
natürlich nicht, IP-Adressen usw. bleiben erhalten, ebenso die
Bewegungsprotokolle bei den Providern. Um dem vorzubeugen, braucht man
schon schwerere Geschütze. Aber interessant mag TMN beispielsweise vor
dem Hintergrund dieser
Meldung zu den Hausdurchsuchungen im Vorfeld des G8-Gipfels sein.
In wieweit das Werkzeug in Verbindung mit üblichen Anonymisierern Sinn ergibt, bleibt abzuwarten (Tor kämpft mit Trafficproblemen, bei JAP mag sich die Fragee ergeben, ob dauerndes "Abfeuern" der IP-Adresse sie nicht wieder nachverfolgbarer machen könnte usw.; zudem benötigt man eigentlich nicht unbedingt auch noch einen Nebelwerfer, wenn man ohnehin schon unter einer Tarnkappe steckt). Aber ein durchaus interessanter und angenehm offensiver Ansatz!
14/04/07
Ringfahndung
Aufforderung, Zitat aus dem Schockwellenreiter:
Ein leider unerfreulicher Nachtrag zur re:publica: Tim wurde seine Tasche geklaut. Er fahndet jetzt danach und sammelt für neues Equipment:
»Ansonsten soll der Rechner zu seiner Stolperfalle werden: Ich fordere hiermit jeden auf, künftig nach folgenden MAC-Adressen zu fahnden: 00:14:51:86:49:D1 (WLAN) und 00:0a:95:f2:0d:38 (Ethernet). Das Gerät ist ein Apple PowerBook G4 1.67 15? DLSD/HR (Modellnummer M9969LL/A, letzte Generation der PowerBooks). Die Seriennummer des Geräts lautet W8548G5NSX2. Wenn ich schon meine Daten nicht wiederbekomme dann will ich wenigstens das PowerBook irgendwann wieder auf meinem Tisch sehen und damit eine Spur zum Dieb bekommen. Sachdienliche Hinweise an tim at ccc dot de.«
Bitte gebt diesen Passus auch in Euren Blogs bekannt. Wer immer das Teil geklaut hat, er soll keine Chance haben.
26/01/07
Thunderbird in Mail importieren
Nachtrag: Einen Versuch hat das Programm noch verdient. Daher
also unter Preferences die com.apple.mail.plist sichern und schauen, ob
es geht ...
Was bisher geschah:
--
HALT.
nach dem Einfrieren des Rechners und Neustart beliebt
Apple Mail sämtliche Mailserver-Einstellungen (POP-Accounts) zu
löschen.
Unfasslich - zurück zu Thunderbird! Dem machen
Abstürze wenigstens nichts aus. Also: Finger weg von Apples
E-Mail-Produkt!
Man möchte lautstark und unflätig fluchen.
Thunderbird
ist ein hervorragendes, außergewöhnlich vielseitig erweiterbares,
kostenloses Open-Source-Mailprogramm. An sich mehr als ausreichend für
den Mailverkehr.
Allerdings hat der Donnervogel einen Haken: Er ist
recht langsam. Das fällt nicht auf, wenn man überschaubare
Nachrichtenmengen zu bewältigen hat. Aber beispielsweise bei mit
Enigmail verschlüsselten, vielleicht auch mit umfangreichen Anhängen
versehenen Nachrichten kann es zu Verzögerungen kommen, die wiederum
zwar nicht dramatisch, aber für den Arbeitsfluss lästig sind.
Dagegen
ist Apple Mail schneller, wenngleich es seinerseits andere Nachteile hat
(beispielsweise ist ein Speichern von Mailvorlagen nicht vorgesehen,
ebensowenig wie das Markieren von Mails in unterschiedlichen Farben).
Wenn nun über 200 MB an Mails in unter-unter-Unterordnern im Magen des
Donnervogels ruhen und man sie zu Apple Mail umziehen will, wird häufig
berichtet, daß Mail beim Import unzählige Nachrichten nicht importiert,
dafür aber eigentlich gelöschte wieder hervorholt. Der Apple
Mail-Importer (via "Netscape/Mozilla" oder mbox) ist zum Umzug bei
größeren Datenmengen also nicht geeignet.
Sehr
gut bewährt hat sich dafür MailboxCleaner,
der eigentlich für Eudora-Umzüge gedacht war, aber bei TB wunderbar
funktioniert. Mit Hilfe des beigelegten AppleScripts lassen sich sogar
Mailflags (zB gelesen/ungelesen) zumindest größtenteils korrekt
umwandeln, und Anhänge bereiten auch keine Probleme. Nach dem Import via
MailboxCleaner darf man nicht vergessen, die Ordner in Apple Mail
mittels "Wiederherstellen" bzw. auch wiederum mit einem entsprechenden
AppleScript neu aufzubauen, sonst erscheinen sie in Mail leer.
Die
Anleitung auf der Webseite
von MBC ist aber gut verständlich und hilft weiter!
Zur
Integration von GnuPG scheint GPGMail
bestens geeignet (Terminal-Befehle und Löschen des PGP-Bundles aus der
Hauptlibrary nicht vergessen, siehe Anleitung).
17/01/07
Kyocera FS-Drucker in OS X Tiger einrichten
- Folgende Datei kopieren:
(Kyocera-Installations-DC/) drivers /fsprinterdriver/KPDL/WIN9x/WINME/german/(Druckername).ppd
(z.B. "KM1010EG.PPD". Die PPD-Dateien enthalten die Steuerbefehle für Postscript-Drucker)
- Zielverzeichnis: Im Grunde gleichgültig, sinnigerweise Library/Printers
- Drucker-Dienstprogramm anwerfen: Menüführung: "Drucker konfigurieren": "Druckermodell" (Dropdown-Menü): "Andere ..."
Jetzt stehen auch nützliche Zusatzfunktionen wie der Tonersparmodus (Eco print) unter OS X zur Verfügung.
25/12/06
ibook-LCD löst sich auf ...
Es hat nicht viel zu sagen, wenn hier ein technisches Gerät mal
wieder(*) den Geist aufgibt - es reiht sich nur in seine zahlreichen
Vorläufer ein. Und wieder einmal darf man erstaunt auf den
Einfallsreichtum der Technik blicken: Seit einigen Wochen beginnt sich
der LCD-Bildschirm Zelle für Zelle aufzulösen - es begann mit zwei
schwarzen Zellen am oberen Rand in der Mitte. Die verbanden sich zu
einer schwarzen Linie. Aus der Linie erwuchs ein schwarzer
1-Zeilen-Höcker. Der verbreiteerte sich zu einer zweiten schwarzen
Linie. Und so ging es weiter, und zwar immer nach jedem Einschalten des
Rechners.
Rätselhaft.
(*) So crashte die Festplatte, es wackelte es auf dem Bauch liegend, das Netzteil macht gelegentlich einfach Pause ... undsoweiter
12/12/06
Verkauft der tip Berlin seine Nutzer für blöd?
Will man eine Filmbeschreibung nachschlagen, so heißt es neuerdings beim
TIP online:
"Um Ihnen den Besuch unserer Website noch
angenehmer zu machen, möchten wir Sie bitten, sich einmalig zu
registrieren. Sie haben danach folgende erweiterte Möglichkeiten:"
-
Quelle
Klar, wenn man nur einen Film nachschlagen möchte, ist es
viel viel angenehmer, seine Mailadresse abzugeben und Nutzernamen und
Paßwort anzugeben, als einfach nur wie früher per Mausklick zu der
Beschreibung geleitet zu werden.
Lieber TIP, Wenn Ihr schon
solche Marketinggags macht, dann bitte, verkauft Euere Surfer wenigstens
nicht für komplett blöd.
11/12/06
"Killerspiele": Ein Hirnforscher auf eigener Mission wagt sich auf dünnes Eis
Der Herr im reiferen Alter hat sicherlich als Hirnforscher seine
Qualitäten, das sei unbestritten. Nun äußert er sich zu "Killerspielen".
Kennt man sein Buch "Vorsicht Bildschirm", dann gewinnt man
möglicherweise den Eindruck, daß es hier eher um eine Art persönlichen
Kreuzzug des öffentlichkeitsbewußten Wissenschaftlers als eben um
Objektivität bemühte wissenschaftliche Erkenntnis geht - und mag darin
durch dessen Aussagen in einer Zeitung bestätigt sehen:
"Wenn wir die Entwicklung so weiterlaufen lassen wie bisher, dann
verursachen Bildschirme im Jahr 2020 hier- zulande jährlich einige
hundert Morde, einige tausend Vergewaltigungen und zehntausende von
Gewaltdelikten gegen Personen." Ist die Vorbildwirkung von Gewaltszenen
im Fernsehen schon schlimm genug, wird bei Computerspielen, so Spitzer,
"die Gewalt noch aktiver eingeübt als beim passiven Fernsehkonsum". -
Weiterlesen
Solche Aussagen auf der derzeitigen dünnen
Studiengrundlage zu treffen, klingt, mit Verlaub, nach
Kaffeesatzleserei. Damit nützt man einer sachlichen Diskussion wenig und
droht eher dem Ansehen der Wissenschaft zu schaden.
Wenn sich das
für die dringend erforderliche Sachlichkeit in der Diskussion um
negative Auswirkungen von Gewaltdarstellungen in Computerspielen mal
nicht als Bärendienst erweist.
Nachtrag:
Besagter
Hirnforscher erschien nun als Gutachter vor Gericht in Sachen Ermordung
eines Obdachlosen durch einen 19-Jährigen, der zuvor ein brutales
Computerspiel gespielt hatte. Und mit der unvergleichlichen Objektivität
wissenschaftlichen Scharfsinns (dieses Phänomen hat allerdings eine
lange Tradition in der Wissenschaftsgeschichte) stellt er fest:
"Angesichts des völligen Fehlens eines Motivs kann man die Tat gar nicht
anders verstehen als ein Resultat des Videospiels“ -
weiterlesen
Technortai Tags:
Killerspiele,
Amoklauf
10/12/06
Kein Science-Fiktion: Fliegende Kampfroboter in Straßenschluchten
Beim Raben
findet sich eine Zusammenstellung diverser Überlegungen der britischen
Regierung, Kampfdronen für den Zweck der Überwachung, der Aufklärung und
vor allem des sowohl militärischen als auch de facto
terroristischen Kampfes zu entwickeln.
Neben weitegehend autonom
operierenden Bomberschwärmen wird an "UAVs" gebastelt, die
"senkrecht starten / landen und multimodal zur Videoüberwachung, Zielerfassung
und -erkennung oder zum Zerstören bzw. Töten identifizierter Zielobjekte
und -personen verwendet werden kann. Das liest sich bei Aurora dann so:
'GoldenEye 80 is designed to give company commanders the ability to
spot, identify, designate, and destroy targets' said Aurora CEO John
Langford. 'With its powerful sensors and quiet operation, the aircraft
can dash to a target area, hover motionless in the sky, and observe and
designate a target – all without being heard by people on the ground.'"
-
weiterlesen
Und das alles ist keine Fiktion mehr, sondern
realisierbar - beim
stationären südkoreanischen Kampfroboter bleibt es nicht. Wie
schön, daß wir uns bald nicht einmal mehr werden bewegen müssen, um uns
gegenseitig abzuschlachten. Das sind dann wirklich:
Killerspiele.
25/11/06
21/11/06
Computerspiele auf Bayrisch
In Bayern (oder bei einigen deutschen Zeitungen - s. u.) gibt es
offenbar eine ganze Reihe neuer Computerspiele:
"Die
bayerische Familienministerin Christa Stewens (CSU) forderte
Computerspiele wie Gotcha, Paintball und Laserdrome auf den Index zu
setzen." -
weiterlesen
Interessanterweise könnte dies auch die Lesart der
Presse sein, findet sich
auf den Seiten der CSU doch die etwas andere Formulierung:
„Killerspiele wie Gotcha, Paintball oder Laserdrome bedeuten einen
eklatanten Verstoß gegen die Menschenwürde.“
IGaK hat einen Kommentar zu den "Killerspiel"-Verbotsforderungen
online gestellt.
17/11/06
Proxomitron: Er lebt noch!
Proxomitron, ein lokaler Proxy (auf dem Rechner installierbarer
Werbefilter), den ich in meiner PC-Zeit liebgewonnen hatte - wer surft
schon mit SpaceBison durch das Web anstelle mit Netscape oder
Ur-Opera - lebt!
Eine ausführliche deutsche Internetseite ist
ihm gewidmet, dazu ein lebendiges Diskussionsforum:
Link
Für Windows-Nutzer eine nette und ebenso leicht wie extrem
variabel einstell- und erweiterbare Filteralternative zu
Privoxy.
Technortai Tags:
Proxomitron,
Proxy
15/11/06
Thunderbird singen lassen: Ordnerspezifische akustische Meldungen per Mailbox Alert
Inzwischen tut es auch auf dem Mac, die Erweiterung "
Mailbox Alert" in der version 0.10.0 für Thunderbird.
Wenn man viele Ordner zu verwalten hat, eine durchaus nützliche Sache:
Jedem Ordner kann ein Klang zugeordnet werden, der dann ertönt, wenn
eine Mail dort hineingefiltert wird. So ist man über automatisch
abergufene neue Mails und deren Wichtigkeit gut informiert, auch wenn
man gerade mit einem anderen Programm beschäftigt ist oder die
Ordnerliste über den Bildschirm hinausreicht.
Gab es schon in
Outlook für OS 9 und in anderen Mailern, nun endlich auch für den
Donnervogel.
Jetzt wünsch ich mir (es wird ja bald Weihnachten) noch
eine Farbkodierung für einzelne Ordner, dann bin ich restlos glücklich
mit dem Vogel :)
Funktionsfähiger Kampfroboter in Südkorea?
Selbst wenn es ein Fake ist, ist es doch bezeichnend: Dieses Video zeigt
einen (angeblichen? Aber sehr real aussehenden) stationären
Kampfroboter Südkoreas in Aktion. Er identifiziert menschliche Ziele
und tötet sie bei Bedarf.
Das Ding kommt einem doch bekannt vor
- ist es doch im Grunde nichts anderes als eine der alten
DDR-Selbstschußanlagen, nur daß es sicherlich zuverlässiger tötet und
dabei eine perfide Auswahl trifft.
Hier der Werbefilm: Robot Sentinella (Dailymotion). Arnie läßt grüßen.
(via
Schockwellenreiter)
04/10/06
Copyleft: Freie Programme bleiben frei
Nichts Neues, aber da der Begriff sich (glücklicherweise) auf immer
mehr Webseiten resp. Projekten wiederfindet,
hier die Definition von "Copyleft", erwachsen aus dem
außerordentlich sympathischen GNU:
"Wenn bestimmte
Personen ihnen diese Freiheit nehmen könnten, hätten wir viele Benutzer,
aber die Benutzer hätten keine Freiheit. Daher stellen wir GNU-Software
nicht in die Public Domain, sondern unter das »Copyleft«. Das Copyleft
bedeutet, dass alle, die die Software (mit oder ohne Änderungen) weiter
verteilen, auch die Freiheit zum Weitergeben und Verändern mitgeben
müssen. Das Copyleft garantiert, dass alle Benutzer Freiheit haben.
" -
weiterlesen.
Hintergrund ist, daß ein Programm, das ohne
Copyright als Public Domain läuft, von Dritten verändert und dann mit
deren Copyright versehen werden könnte - und dieses Programm würde dann
mit allen Rechten den Dritten gehören.
02/10/06
Curiosum.org: Absurde und witzige Perlen des Internets
Im
Weblog Curiosum.org finden sich exquisite absurde, ungewöhnliche und
humorvolle Fundstücke des Internet und des realen Lebens (und her und da
vielleicht auch Photoshops), wie beispielsweise der "Froschsalat" oder
die Werbung eines Bestattungsunternehmens in einem U-Bahn-Schacht.
Ein wunderbarer Morgenaufheiterer!
29/08/06
Protest gegen GEZ-Gebühren für PCs - die angeblich auch bei bereits vorhandener Beitragspflicht zusätzlich anfallen?
Weiß jemand mehr über die unter anderem von Berliner Ärzten ins Leben
gerufene Unterschriftenaktion
http://www.pc-protest.de/?
Wenn diese seriös ist, dann wäre eine
Teilnahme sicher nicht verkehrt.
Zudem weiß ich nicht, ob es nur der
brodelnden Gerüchteküche geschuldet ist oder tatsächlich angedacht ist:
Daß auch Personen, die Fernseher und Radio angemeldet haben und dafür
bereits (hohe!) Gebühren zahlen, zusätzlich mehrere
hundert Euro für Computer am Arbeitsplatz zu zahlen haben werden. Aber
liebe GEZ: Fernseher und Radio reicht. Für einen zusätzlichen PC steht
Euch kein roter Cent zu - das wäre nun wirklich eine "Fenstersteuer"!
"Ich soll also Gebühren dafür zahlen, dass ich ein internetfähiges Gerät
besitze, auch wenn ich gar keinen Internetanschluß habe? Tja, dann werde
ich mal ganz schnell Kindergeld beantragen. Ich habe zwar noch keine
Kinder, aber das Gerät ist vorhanden." - Spiegel Nr. 32
Mal sehen, was nun wird ...
Technorati Tag: GEZ, Fernsehgebühren
04/08/06
Alte Turboente besser als neue Turboente
Nachdem
Cyberduck 2.6 regelmäßig nach dem Hochladen von Dateien abstürtzt (OS
10.3.9), habe ich wieder 2.5 installiert (2.4 wollte gar nicht mehr),
und jetzt ist alles wieder gut.
Merke: Künftig vor dem Update von
Cyberduck eine arbeitsfähige Version ins Archiv legen ...
24/07/06
Anonymisiertes Chatten via TOR und gaim mittels einer einfachen Anwendung
Mit Hilfe der kostenlose Software
ScatterChat (OS X-Variante in Vorbereitung) soll es sich sicher und anonym
chatten lassen. Dazu verwendet das Programm mit angeblich recht einfach
zu bedienender Oberfläche neben dem Anon-Proxy
TOR die Open-Source-Verschlüsselung gaim. So soll es beispielsweise
Regimekritikern erlauben, zu kommunizieren, ohne daß ihr Chat
zurückfverfolgt werden kann.
Für die Bedenkenträger: Wie der
Beitrag zum Thema Chatrooms und pädosexuelle Straftäter in dem Magazin
Kriminalistik (Heft 6/2006) belegt, geben jene Erwachsenen, die Kinder via
Chat zu verführen versuchen, häufig ihre Kontaktdaten an den
vermeintlcihen Chatpartner weiter - und diese Daten werden natürlich
nicht gefiltert.
(ScatterChat gefunden bei
BoingBoing)
13/07/06
Macs vs. Viren in der ZEIT
"In seinem "Security Report 2006" empfiehlt der Hersteller des
bekannten Sicherheitstools Norton Antivirus, vom omnipräsenten Windows
künftig auf andere Betriebssysteme wie Mac OS X oder Linux umzusteigen.
Auch Sophos [stimmte dem zu] [...]. Ungeschützte Windows-Rechner gebe
es so viele, dass Schadsoftware fast ausschließlich für Windows
programmiert werde. Tatsächlich entdeckte man erstmalig im Februar
dieses Jahres ein Virus für Mac OS X. Es konnte sich nicht nennenswert
verbreiten." -
Quelle
Nun also - endlich - auch in der ZEIT. Es muß aber nicht
unbedingt ein mac sein: Es kann durchaus nicht schaden, wenn OS X von
Linux und anderen etwas "Konkurrenz" bekommt (wobei OS X tatsächlich als
Betriebssystem verdammt, verdammt gut ist). Damit es nicht irgendwann
einfach nur einen anderen Monopolisten gibt.
06/07/06
NeoOffice: Erster Eindruck
Der erste Eindruck von
NeoOffice, der ebenfalls kostenlosen Java-basierten Alternative zu
OpenOffice für OS X (dank eines
Kommentars zu einem früheren Posting) , ist gut! Der Import des
besagten rund 300seitigen Textes verlief in der 2.0 Alpha 4-Version
problemlos und ging sogar vergleichsweise schnell - dem Eindruck nach
vielleicht sogar schneller als das standardisierte Einlesen unter OOO
X11. Die Elemente bleiben erhalten, ebenso die Bildeigenschaften, die
Druckformatvorlagen und Verzeichnisse. Einstellungen von OOO 1.1.4
werden bei der ersten Installation importiert.
Das Öffnen eines OOO
1.1.4-Flyers (A4, 2 Seiten, viele grafische Elemente, sehr viele
Positions- und Textrahmen mit Hintergrundfarben usw.) verlief
gleichfalls zufriedenstellend, alle Positionierungen,
Transparent-Definitionen usw. waren erhalten geblieben.
Der
Seitenaufbau ist (Java-bedingt?) noch etwas langsam, ebenso das Öffnen
von Menüs usw., aber durchaus innerhalb der Toleranz.
Sieht
gut aus, mal sehen, wie es sich bei längerer Arbeit bewährt.
(tag,
tag)
29/06/06
Warnung: OpenOffice und lange Texte
Ein Hinweis für Nutzer von
OpenOffice unter OS X:
Es scheint sinnvoll zu sein, erst einmal die
alte Version (OOO 1.4) neben der aktuellen (OOO 2.01) zu behalten:
Bei sehr langen Texten, die Referenzen, Inhaltsverzeichnisse, Fußnoten,
Textrahmen, Bilder usw. enthalten (in meinem Fall ca. 300 Seiten mit
insgesamt über 12 MB) kommt es bei mir unter Version 2.01 zu
unterschiedlichen "lethalen" Fehlern: Willkürliches Seitenumbrechen,
Absturz nach den ersten Minuten der Bearbeitung, Neuzuweisung von
Bildeigenschaften, Beschädigung der Datei beim Wiederherstellen usw.
Dies geschieht auch, nachdem ich die Datei in 1.4 konvertiert und dann
nach Bearbeitung für Version 2 rückgespeichert hatte. Die Fehler tauchen
scheinbar nach einer zufälligen Zeitspanne auf. Interessanterweise tritt
er in diesem Dokument auch unter 2.02 für PC auf.
Unter OOO
1.4 verläuft die Arbeit aber weitgehend reibungslos.
Mit
kleineren Texten, auch mit vielen Layoutelementen (wie mit Rahmen,
Grafiken, Farbhintergründen ausgestattete Flyer usw., auch bei
PDF-Umwandlung für den Druck) gab es unter OOO 2 keine
Probleme, das Programm läuft höchst zufriedenstellend. Und das ist ja
eigentlich schon mehr, als man sich erträumen kann, wenn man bedenkt,
daß dieses so funktionsreiche und strukturiert aufgebaute Programm
kostenlos zu haben ist.
(tag)
28/06/06
Der Leichensack für danach
Die moderne Werbe-Technik und der Zynismus: In der Online-Ausgabe einer
österreichischen Zeitung ziert bei jedem zweiten oder dritten Reload
automatisch von Google eingeflochtene Werbung für Leichensäcke und/oder
Bestattungsinstitute die Meldung über die Hinrichtung eines Mannes mit
der Giftspritze in Texas.
Nachtrag:
Auch
online-Zeitungsberichte haben da ihre Fehltritte. Beispielsweise hier:
"Erdrosselt/mißbraucht - Bild für Bild"
15/06/06
o rly? - ya rly!
Juhu, ich hab ihn!
Heute ist
mein Wunsch in Erfüllung gegangen: Mein Drucker druckte ein
o rly aus! Die Eule war in der Installation eines Screensavers versteckt,
Kai hat diese hervorragende Überraschung gemacht - danke!
Dürfte
selten sein, daß sich jemand über einen Virus freut
(OK, es ist kein Virus - also keine OS X-Revolution, siehe der
mac-pc-Virus-Spot von apple - tut aber genauso).
14/06/06
I am a mac - and I am a pc
Der apple-Kult geht einem ja manchmal (und manchmal auch immer mehr) auf
die Nerven. Ja, das Design ist hervorragend, und ja, das Betriebssystem
ist es ebenfalls, aber man kann alles übertreiben ... und vergessen wir
nicht die schon weniger faszinierende
Beziehung des Unternehmens zu DRM (siehe auch
hier).
Aber eins muß man apple lassen: Dort versteht man sich nicht nur auf
innovatives und schlicht gutes Design und stabile Betriebssysteme,
sondern auch auf einfach gute Werbespots. Natürlich ziehen sie M$ durch
den Kakao, aber auf eine durchaus sympathische Art:
PS. A propos Mythos: Ausgerechnet während ich mir den ersten Werbespot
angesehen habe, produzierte mein mac mittendrin --- eine kernel panic
. Ja, ja, die Wirklichkeit ist nicht perfekt :)
Nachtrag:
Aus
Lapidarium re.
http://arno-klein.de/weblog/2006/06/26/gluhbirnen/:
Wie viele Microsoft-Leute braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln?
Keinen, sie erklären ‚Dunkelheit“ einfach zum Standard.
Wie viele Mac-Entwickler braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln?
Einen!
Er hält die Glühbirne hoch und wartet, dass sich das Universum um
ihn dreht.
30/04/06
Die Gefahr der Computerspiel-Sucht aus Sicht der Nutzer
Viel ist geschrieben worden über die Gefahr einer Sucht beim Spielen von
Massive Multiplayer Online -Spielen wie
World of Warcraft,
Eve online und anderen.
Inzwischen
haben sich bei bronski.net, der selber vor längerer Zeit eine Gilde auf
WoW gegründet hatte, über 376 (!) Kommentare angesammelt zu einem
Eintrag, der sich mit dieser Spielsucht befasst und eine Art
"Sucht-Checkliste" enthält.
Beispielsweise:
"Ich
hab einen Süchtigen Zuhause, obwohl er es immer abstreitet. Aber es
stimmt schon, er vernachlässigt einfach alles wegen dem Spiel und wenn
ich ihn öfters mal frage, ob er endlich das Spiel beendet, oder ich ihm
dabei über die Schultern schau (um zu verstehen, warum ich Stunden lang
warten muss), dann jammert er (...)" "Bei mir gabs bei Wow eigentlich
recht schnell eine Sättigung, die ersten 4 Wochen auch hardcore gespielt
(...)" --
mehr
26/04/06
+
Niemals vergessen. Niemals verharmlosen.
14/04/06
Freie Internet-Forendiskussionen: Das war's dann wohl.
Durch das aktuelle Urteil des Hamburger Landgerichts ist dank unklarer
Definition eine Situation geschaffen worden, die für öffentliche Foren
sich als höchst problematisch erweisen könnte. So
müssen Forenbetreiber nun möglicherweise für die Beiträge in ihren Foren haften
, ganz gleich, ob sie Kenntnis von rechtswidrigen Beiträgen haben oder nicht.
Zumindest legt der Urteilsschluß des LG dies nahe:
"
Nur vage äußerte sich die Kammer zur Frage, ob sich ihre Sichtweise auf
jedes Webforum oder nur auf Dienste von Presseorganen bezieht. Sie
spricht von derjenigen "Person, die Einrichtungen unterhält, über die
Inhalte in pressemäßiger Weise verbreitet werden". Dies gelte "auch für
Unternehmen, die Inhalte über das Internet verbreiten." Der Heise
Zeitschriften Verlag verbreite in seinem Webforum Äußerungen von Nutzern
"pressemäßig". Dies dürfte folglich auf jedes Internet-Forum zutreffen,
eine weitere Differenzierung nehmen die Richter zumindest nicht vor."
Konsequenterweise schalte ich mit sofortiger Wirkung die öffentlich
einsehbaren Kategorien
unseres Quo Vadis-Forums ab, schon allein aus Protet gegen diese
Entscheidung, die sich zu einem indirekten massiven Eingriff in die
Rechtssicherheit und verkappter, jedoch um so effektiverer Zensur
mausern könnte. Wer sich ehrenamtlich in Foren engagiert, sollte nicht
mit einem Fuß im Gefängnis (oder vor dem finanziellen Bankrott zugunsten
von besonders schlauen Geschäftemacherles) stehen - herzlichen Dank auch.
Ende der Durchsage.
17/03/06
Umzug vollzogen - großes Lob!
So, der Umzug der Homepage ist vollzogen. Ein riesengroßes Lob gebührt
dem neuen Provider
profihost - kaum war die Übernahmebestätigung durch, waren die DNS-Server
umgeschaltet und die Homepage wieder online - offline war sie praktisch
gar nicht!
Vielen Dank dafür - auf daß der Uhu ein sicheres Nest
gefunden haben möge!
14/03/06
Virtueller Umzug
Nachdem 1&1 meinen Vertrag nicht von den alten 10 MB auf etwas mehr
Speicherplatz aufzurüsten bereit war, ohne daß ich gleich eines von den
dickeren Paketen hätte nehmen müssen, fliegt der Uhu jetzt eben zu einer
anderen und geräumigeren Nisthöhle bei
profihost. Die bei
IT&W geschilderten Vorgänge haben mir den Entschluß nicht eben
schwerer gemacht ...
Während der Nestverlegung wird hier kurz
Funkstille herrschen, aber bald ist der Uhu wieder online.
16/02/06
Zensur live scheint mittlerweile naheliegend: Dürfen nicht-Europäer keine Tagesthemen sehen?
Noch einmal die Eulen:
Es ist nicht verifiziert und es kann auch
völlig andere Ursachen haben - will sagen, was hier steht, ist
Spekulation.
Aber in der heutigen Zeit, bei aktiver Zensur
seitens Google in China und dergleichen, würde es nicht wirklich
verwundern, wenn es zuträfe: Daß außerhalb der Eurozone, oder zumindest
innerhalb der USA, die "Tagesthemen" und im Speziellen die Meldung zu
den neuen Folterbildern nicht besichtigt werden könnten.
Diese Vermutung wird durch die Kommentare im
Immo-Blog nahegelegt:
"Aeh, worum geht es ? Klicken auf
sfdrs-videos und dort die "tagesschau". Ergo : Folterszenen Britische
Soldaten im Iraq ??? Diese darf ich, so zdf-tagesthemen, nicht als ip in
USA sehen, wohl aber ueber das Schweizer Fernsehen (egal WO und WER und
WIE ich im Internet bin, vow !)" -
Quelle und weiterlesen ...
Was man früher mit einem Kopfschütteln
als paranoides Hirngespinst abgetan hätte, erscheint heute schon als
ganz naheliegende Möglichkeit.
09/02/06
Massaker in Synagoge: Nicht der Antisemitismus, ein Egoshooter sei die Ursache, so Prawda
Am 11. Januar verübte der zwanzigjährige Alexander K. ein Massaker in
einer russischen Synagoge. Die Prawda schrieb daraufhin:
"The
game [=Egoshooter] which the young man was playing made him a zombie.
The man was programmed to demolish and kill. It was believed not so long
ago that the descriptions of such mental disorders could be found in
fictitious novels and stories. However, those addicted to computer games
often suffer from the so-called videogame epilepsy syndrome. [...] A
person who suffers from the videogame epilepsy syndrome can easily grab
a kitchen knife, leave the virtual world and look for victims in
reality." --
Quelle
Was die Prawda hier so leicht erklärt zu haben meint,
besitzt jedoch Merkmale einer Sündenbock-Politik. So schreibt die
Zeitung:
"This is not a matter of 'fascism knocking on
people's doors', as spokespeople for the Jewish community in Russia put
it." --
Quelle
Demnach wäre das durch einen Egoshooters (auch
"Killerspiel" genannt) verursachte dubiose "Syndrom" Schuld an dem
Amoklauf, nicht etwa ein laut der jüdischen Gemeinde ansteigender
Antisemitismus.
Interessanterweise verhält es sich bei
US-amerikanischen Meinungen (mit Ausnahmen) genau umgekehrt: Hier wird
fast ausschließlich auf den antisemitischen Aspekt eingegangen und so
gut wie gar nicht auf das Spiel, das gemäß seinen Screenshots und der
Demoversion tatsächlich "ultra-butal" genannt werden kann und Counter
Strike, Doom3 und andere Shooter noch weit in den Schatten stellt. Die
Beschreibung einiger Mods des Herstellers gibt hier einen Eindruck:
"To all the fans I give you my first mod of this game, actually it's a
texture mod that removes the chix's panties in the game and replaces it
with some real flesh... You now have to kindsa pussies in the
game , if you know what I mean...hehe" "With this mod you can shoot
limbs off of people and corpses, right down to their little midsections."
Über die Problematik von sog. "Killerspielen" und eine wissenschaftliche
Einschätzung ihrer Risiken bietet das Institut für Gewaltprävention und
angewandte Kriminologie
einen entsprechenden Vortrag an und
bloggt zum Thema.
08/02/06
John Perry Barlow: Declaration of the Independence of Cyberspace
Jep,
still sounds good.
(Danke,
Jörg)
31/01/06
online again
So, nach Crash des Rechners und Verfirewirerung seiner Festplatte (und
unzähligen Gebeten, daß sie noch heile ist) ist dank tatkräftiger
dinglicher Unterstützung von
Kai und
Jörg die Arbeitsfähigkeit mit Ersatzgeräten wiederhergestellt ...
Vielen Dank, Retter in der Not!
22/01/06
Über die Wirkung des gemeinen Videospiels
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Es ist gelogen, daß Videogames Kids
beeinflussen - Hätte Pac Man das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören. Kristian Wilson, Nintendo Inc., 1989 |
23/12/05
Rippin' da stream und LittleSnitch
Wer gerne sein Lieblings-Webradio in die Ferien mitnehmen möchte, kann
seinen iTunes-Stream bequem mittels der Freeware (GNU GPL2)
StreamRipperX mitschneiden. Meiner Erfahrung nach ist sie einfach zu
bedienen, arbeitet effizient, kooperiert gut mit iTunes und teilt die
gesendeten Beiträge gleich in MP3-Dateien auf, sofern sie als solche
kodiert übertragen werden.
Das Programm wurde in Kommentaren bei
Versiontracker allerdings als Spyware kritisiert, wobei mir die
Hintergründe für dieses Urteil nicht bekannt sind.
In
jedem Fall lohnt sich ein Blick auf
LittleSnitch, ein Shareware-Programm für OS X, das ähnlich wie
ZoneAlarm oder Outpost für den PC ausgehende Verbindungen (weitgehend)
überwacht und nachfragt, bevor es einem Programm das Herstellen zu
Dritten im Internet erlaubt. Die kostenlose Variante läuft pro Sitzung
immerhin 3 Stunden bei voller Funktionalität. Unpraktisch ist hier
allerdings, daß
LittleSnitch sich nur über die Systemeinstellungen ohne Shortcut ein- und
ausschalten läßt.
02/12/05
Bob is a GOD of blogware
Bob, creator of
Thingamablog, has just been appointed God Of Bogware. Absolutely no
doupt there.
Why?
Simple. As I have reported yesterday, my
database has been broken when my mac crashed during the publishing
routine. It couldn't be loaded again. Crude thing, with all blog entries
lost exept those of my backup three month ago (which is, in blogging
terms, almost everything) ... So I wrote him an e-mail with a cry for
help. Had not too much hope, though.
Well, he asked for the
database this noon, and just right now, I received his answer - with the
fully fixed database. I vow to do regular backups from now on! Thanks a
lot, Bob!
So, repeat: There is a new God in the blogware heaven!
Worship him by using
Thingamablog!
PS. Nevertheless, I have lots of work to do, so not much news here in december, I fear.
21/11/05
Spaß bei der Arbeit: Mails von Outlook Express OS 9 nach OS X ...
Wenn man E-Mails von Outlook Express (ein Programm, das unter Mac OS 9
an sich durchaus brauchbar war) für OS X konvertieren möchte, dann
passieren lustige Dinge.
Die Mails werden von OE nämlich allesamt in
e i n e r (ja genau: 1) Datei gespeichert. Und nicht etwa nur die.
Als ich sie mittels Eudora kovertiert habe, stellte sich heraus, daß rund 80
MB an Geistermails mit drin steckten - E-Mails aus vergangenen Zeiten,
die OE nicht anzeigte und die sich nicht löschen ließen. Und die den
Eudora-Konverter unter OS X zum Absturz brachten. Außerdem wurde unter
Classic ein und dieselbe Mail ein paar hundert Mal repliziert.
So
wurden nach dem Konvertieren aus rund 105 MB ganze 600 MB an Daten.
Glücklicherweise lag die Häfte davon in einer Mailordnerdatei, die -
unter Verlust der Mails des betreffenden Ordners - gelöscht werden
konnte. Nach vielen Stunden waren die E-Mails dann mit leichtem Schwund
unter OS X lesbar.
*Puh*
21/10/05
Hurra,OOO 2.0 ist da!
Endlich ist die Version 2,0 meiner bevorzugten, kostenlosen,
eierlegenden Wollmilchtextverarbeitung
Open Office (bewährt sich gerade in der Arbeit einer vielhundertseitigen
Dissertation mit unzähligen Fußnoten, Bildern, Querverweisen,
Druckformatvorlagen, Textboxen usw.; sowie für Exposés, Tabellen und was
sonst noch glücklich macht). Natürlich ist
word 5.5 als Massentextverarbeitung weiterhin unschlagbar ...
2.0 ist für OS X noch in der Betaphase. Alternativ kann man sich
auch an
NeoOffice versuchen, das nativ unter OS X läuft.
Kai, der
gerade ein
Handbuch zu OpenOffice speziell für Text-Anwender (wie Studenten, Lehrer
usw.) fertiggestellt hat, betreibt außerdem ein hilfreiches
Diskussionsforum, in dem man Hilfe bei Schwierigkeiten erhalten oder
Erfahrungen mit dem Programm mitteilen kann.
20/10/05
ibooks in Cafés
Die letzte Sendung von Polylux, auf deren Beitrag ich wirklich nur
aus Zufall gestoßen bin (nein, ich sehe diese
Lifestyle-Wellness-Groovy-Sendung mit Tita-von üblicherweise
nicht), fordert zu einem Disclaimer heraus.
Es gibt nämlich auch
Leute, die ihre Rechner nicht auf Berliner Cafétischen aufbauen, um
gesehen zu werden oder um sich dort besonders knülle vorzukommen,
sondern weil sie einfach lieber draußen in der Sonne als in einem
dunklen Zimmer arbeiten, ab und zu wenigstens. Oder die schnell nach
Hause eilen müssten, wenn sie das Gerät nicht benutzen könnten, da ein
Text ausgerechnet jetzt sofort das Nieder- oder Umgeschriebenwerden
verlangt.
Und es wäre doch wirklich schade, der Herbstsonne
entfliehen zu müssen, oder?
18/09/05
Wahl 05: Schleichwerbung zur Bundestagswahl im NDR?
Der LINUX-Verband hat etwas dringend Notwendiges getan und gegen den NDR
geklagt, da dieser bei seinen Hochrechnungen das Micro$oft-Logo mit
einblendet. Die daraufhin erlassene einstweilige Verfügung
mußte bis zu einer Entscheidung nach der Wahl zurückgezogen werden
.
Wir leben in Groß-Schilda, was nichts Neues, aber doch immer wieder
bemerkenswert ist:
Während einerseits vollmundig gegen
Schleichwerbung gewettert und angeblich ach so effektiv vorgegangen
wird, wirbt der, wir erinnern uns, öffentlich-rechtliche,
sprich GEZ- und steuergeldfinanzierte NDR andererseits
ausgerechnet während der Bundestagswahl, einem Kern unserer
demokratischen Ordnung, für eine Firma, die Computerprogramme verkauft.
Werbung hat hier eigentlich nicht, NICHTS, verloren.
Aber
nein, DAS ist natürlich keine Schleichwerbung. Die Rechtsabteilung des
Senders hat sich da schon die passende Drumrumformulierung einfallen
lassen. Wenigstens biss das entscheidende Programm vorbei ist.
Also nochmal zum Mitschreiben:
Der NDR
betreibt KEINE Schleichwerbung. Der NDR betreibt KEINE Schleichwerbung.
Der NDR betreibt KEINE Schleichwerbung. Der NDR betreibt KEINE
Schleichwerbung. Der NDR betreibt KEINE Schleichwerbung. Der NDR
betreibt KEINE Schleichwerbung. Der NDR betreibt KEINE Schleichwerbung.
Der NDR betreibt KEINE Schleichwerbung. Der NDR betreibt KEINE
Schleichwerbung. Der NDR betreibt KEINE Schleichwerbung. Der NDR
betreibt KEINE Schleichwerbung. Der NDR betreibt KEINE Schleichwerbung.
Fazit: Wählt
Die Partei, die verspricht uns in ihrem
schönen Spot offen und ehrlich und mit dem unerläßlichen Ehrenwort
die Freiheit von Schleichwerbung aller Art!
30/08/05
10-Jahres-Party heute bei Opera (wasesnichtallesgibt)
Mein favorisierter Web-Browser Opera feiert heute um 3 PM CET eine online-Geburtstagsfeier: Zehn Jahre gibt es das gute Stück. Schon Version 5.0 hatte mich überzeugt (was zugegebenermaßen zu jener Zeit mangels Alternativen aber auch kein Kunststück war; aber selbst heute ... nö, wenig qualitative Konkurrenz zu sehen.)
Gerade festgestellt: Wenn man "zur Party geht", bekommt man gratis einen Freischaltcode für seinen opera-Browser! Jippie!
22/08/05
Chat-Zitat des Monats
<RasKK> "Lieber Postkunde,"
<RasKK> "heute hatten wir
schwierigkeiten mit der zustellung ihrer post, da:"
<RasKK> und
dann war angekreuzt "kein briefkastenoder einwurfschlitz vorhanden ist"
<RasKK> lolol
<RasKK> und das hatten wir IM BRIEFKASTEN
http://german-bash.org/action/top/n/100
(Danke für den
Hinweis an
Frank)
16/08/05
Prey of the Zergs
Diese Meldung war dann doch überraschend. Obwohl ich mir mit
Kai im Anschluß an diverse Gespräche zu geradezu unzähligen in Arbeit
befindlichen, gerade fertiggewordenen oder sich in diversen Auflagen
befindenden Büchern zum Thema Mac (PS. Sein Handbuch zu Open Office
sollte so gut wie im Druck sein) auch durchaus gern mal über der
Ungezieferbekämpfung diverser Zerglings die Zeit vergessen habe, bestand
bei keinem von uns - wenigstens wissentlich - Lebensgefahr.
Jetzt
wissen wir zumindest, warum die Macher von StarCraft, einem
Science-Fiktion-Spiel aus den End-90ern, bis heute (!) Patches zu dem
Spiel herausbringen. In Zeiten der hochtechnisierten 3D-Animationen ist
dieses vergleichsweise einfach aufgemachte, aber erstaunlich komplexe
und taktikfordernde Spiel immernoch so faszinierend, daß einer seiner
Fans tatsächlich darüber zusammengebrochen ist - nach zweitägigem Spiel,
wie
die Netzeitung berichtet.
So tragisch dieser Vorfall ist, er ist
gleichzeitig einfach zu absurd.
(Danke für den Hinweis an
Kai)
02/08/05
Abandoning Apple - who holds the key of the strongbox?
Bei
Boing Boing stehen einige beachtenswerte Gedanken zu Apples Plänen,
künftig Macs mit Intel-Prozessoren auszustatten. Nachdem eine
Entwickler-DVD von OS X für Intel in Umlauf gekommen ist, sind Gerüchte
im Umlauf, als würden einige sehr unschöne Details mit dem umgebauten
Betriebssystem einher gehen.
Dabei geht es weniger um die gern
etwas fetischistisch anmutende "Gut-Böse-Frage", sondern um das sog.
"Digital Rights Management", was nach
Boing Boing den freien Austausch (legaler) Dateien blockieren könnte: Wenn
man nicht dieses bestimmte Programm jenes einen Herstellers dazu
benutzt, es zu öffnen dann ist die Datei nicht mehr zu öffnen - man wäre
gezwungen, das eine Produkt zu kaufen.
Eine solche künstliche
Omnimonopolisierung wäre tatsächlich eine unschöne Sache,. sofern sie
praktikabel ist; sie wäre definitiv ein Grund, unverzüglich vor dem
bisher angenehm leistungsstarken, unkomplizierten, zuverlässigen und
sympathischen Betriebssystem zu flüchten. Eine Monopoloisierung á la M$
jedenfalls würde für mich den Ausschlag geben, den Fuß nicht mehr über
die virtuelle Schwelle dieser Firma zu setzen.
Warum auch nicht:
Wenn man auf einem Intel-Mac dann ohnehin GNU/LINUX laufen läßt, stellt
sich die Frage, wozu man da noch einen Macintosh-Rechner braucht. Denn
das Argument herausragender Qualität, das OS X ganz klar auf seiner
Seite hat, würde wegfallen, und das Design ist zwar hervorragend, um
nicht zu sagen allein auf weiter Flur, aber letztenendes nicht der
entscheidende Faktor.
Apple müsste also mit der Qualität der Hardware
und dem Support argumentieren.
Ansonsten - ansonsten war es das,
Apple.
Zu hundert Prozent stimme ich Boing Boings Aussage zu:
"My data is my life, and I won't keep it in a strongbox that someone
else has the keys for."
Wehret den Anfängen! Aber bevor man
zu Extremfolgerungen greift, lassen wir uns erst einmal überraschen, wie
gefährlich das DTRM für den Benutzer tatsächlich werden wird.
(via
Schockwellenreiter)
29/07/05
Kommentare über Haloscan aktiviert!
Probeweise habe ich die Kommentarfunktion über Haloscan aktiviert. Damit
ergeht herzliche Einladung für die "Speaker's Corner"!
Ich bitte allerdings um die Selbstverständlichkeit, daß man sich dort den
üblichen Umgangsformen bedient. Ausfälle und dergleichen werden durch
Löschung beantwortet. Alle anderen: Herzlich willkommen!
Dies ist natürlich erst einmal ein Testlauf.
27/07/05
Kostenlose Opera-Vollversion
In den alten PC-Zeiten hatte ich mich mit dem Browser Opera angefreundet, denn der war (und ist) nicht nur wirklich sehr schnell, sondern auch sicher - und vor allem: Ausgezeichnet zu bedienen, intelligent zusammengesetzt und einfach verdammt praktisch.
Jetzt, unter OS X, läuft Opera auch wieder und ist mein klarer Favorit - wegen seiner hohen Konfigurierbarkeit auch weit vor Safari und Camino. Bilder nach Belieben per Knopfdruck ein- oder ausschalten, nur die bereits geladenen Bilder anzeigen, oder - besonders praktisch - Webseiten als schwarz-weißen, gut lesbaren Text darstellen lassen, das sind einfach gute Argumente; zumal inzwischen auch praktische Funktionen wie ein Notizblock, ein vollwertiges (einfaches, aber gutes) Mailprogramm und ein guter Downloadclient hinzugekommen sind.
Wermutstropfen war stets das Werbebildchen der kostenlosen Version des Browsers. Jetzt aber kann man die Vollversion kostenlos bekommen - indem man ein Opera-Banner auf seiner Seite einbaut und insgesamt 250 Klicks sammelt. Als registriertes Opera-Community-Mitglied (kostenlos) bekommt man dann den Freischaltcode zugesendet.
Also möge der geneigte Leser bitte hier erst einmal auf das Banner klicken und sich sodann diese m. E. echte Alternative zu anderen Browsern holen! Danke!
24/07/05
Anonymiser TOR unter OS X: Problemlose Installation
Installation von TOR
(als Versuchslauf gegen JAP - s. vorangegangener Eintrag) unter OS X
10.3 verläuft erstaunlich problemlos:
In der Disk Image-Datei,
die kostenlos geladen
werden kann, sind sowohl Privoxy, eine Art Werbe- und
Informationsfilter, als auch TOR selbst enthalten. Beide installieren
sich durch einen einfachen Doppelklick gemeinsam; eine vorhandene
Privoxy-Version wird aktualisiert. Privoxy dient als "Türsteher" für TOR.
Jetzt muß man nur noch
1. unter
("Systemeinstellungen"-"Netzwerk"-"Ethernet" bzw. "Modem" - "Proxies")
für http: als IP 127.0.0.1 und als Port 8118
eintragen (der verwendete Browser spielt keine Rolle). Danach
2. den
Computer neu starten, und dann surft man bereits über TOR.
Bei einem 1 GHz-ibook mit 560 MB RAM sinkt die Ladegeschwindigkeit der
Seiten, je nach Verbindungsgeschwindigkeit, minimal - aber das ist es
wert. Probleme mit einer Router-Firewall oder der internen Firewall von
OS X gab es keine, auch mußten dort keine Ports freigeschaltet werden.
Bevor aber ein abschließendes Urteil gefällt werden kann, muß TOR jetzt erst
einmal ein Weilchen laufen ...
(Weitgehend) anonym im Internet
Rabenhorst - ein Blog, dessen Name Uhus Nest doch sogleich
sympathisch war - hat dankenswerterweise eine ausführliche, mit
Screenshots und Schritt-für-Schritt-Anleitungen versehene
Zusammenstellung der verschiedenen (und natürlich weitlichst
Betriebssystemunabhängigen) Modelle
online gestellt, mit deren Hilfe man sich recht anonym im Internet bewegen
kann.
Sowohl
Privoxy, TOR und
das Projekt der TU Dresden,
JAP, das sowohl von der DFG als auch vom Bundesministerium für Wirtschaft
und Technologie gefördert wird, finden sich hier, als auch allgemeine
und gut verständliche Erläuterungen zur Frage, was (und wozu) anonymes
Surfen eigentlich ist.
Zu PC-Zeiten hatte ich ja den guten alten
Proxomitron als lokalen Proxy bevorzugt, mit dessen Hilfe man nicht mit
Netscape, IE oder Opera nicht mit der Bezeichnung des betreffenden
Browsers durchs Netz wanderte, sondern unter dem legendären Tarnnamen
Space Bison ...
Wer also noch nichts dergleichen auf
seinem Rechner hat -
Lesen lohnt sich!
26/06/05
Heute --- Gestern, als der Tiger kam
Ehre, wem Ehre gebührt: Vor ein paar Stunden (so um 20 Uhr) hatte
ich die Freude, Kai beim Empfang des Erstexemplars seines neuen
Tiger-Handbuchs beizuwohnen. Viele Wochen Tag- und Nachtarbeit, viele
Liter Kaffee und so einige Zigaretten mußten für das Buch geradestehen.
Und ich muß sagen, ganz ohne falsches Freundeslob: Es hat sich gelohnt!
Auf den ersten Blick fällt besonders die Gestaltung ins Auge: Reichlich gute
Bildschirmfotos und ausführliche Marginalien fügen sich in einem
gelungenen Layout zusammen (hier gebührt dem Setzer einige Achtung!) -
und mit den über sechshundert Seiten kann man ohne Weiteres jede dicke
Berliner Ratte erschlagen. Und die Konkurrenz ... wo ist sie denn?
Da kann man nur sagen: Gratulation!
20/06/05
Stromsparen: ibook in Schwarz-Weiß
Man könnte mit dieser Tastenkombination dem gemeinen
ibook-Besitzer quasi im Vorbeigehen einen Heidenschreck einjagen - man
kann sie aber auch zum Stromsparen nutzen, wenn es Not tut:
Durch
Drücken der Tasten Strg+Apfel+Alt+8
läßt sich der Bildschirm nämlich in den Schwarz-Weiß-Modus versetzen.
Das sieht dann so aus:
Entweder, die Batterieanzeige spielt daraufhin völlig verrückt, oder dieser Modus bewirkt wahre Wunder (leider wohl eher Ersteres):
Normaler Farbmodus:
Dagegen im Schwarzweißmodus:
Was bei nächster Gelegenheit zu testen wäre ...
(Verraten hat Kai mir diesen Tastenzoo)
17/06/05
Blog auf delta-c wieder online!
Nachdem er wegen diversen Buchprojekten (
wir berichteten) genug um die Ohren hatte, hat er jetzt wieder sein Blog
geöffnet: Kai startet sein
blog.delta-c.de. Darin dreht sich - im Gegensatz zum "Macblog"
mac.delta-c - nicht alles um Software, OS X Tiger und diverse seiner Fach-
und Sachbücher für Galileo, sondern um Politik, Soziales, natürlich auch
ein wenig um das liebe Internet und um allerlei amüsante Dinge.
Also: Feedreader anschmeißen!
11/06/05
Aufruf zum "Owl content": Weblogs für Datenschutz
-->
Ausführlicher Text des Aufrufs <--
Diese Initiative
verfolgt den Zweck, in sympathischem Gewand (gewissermaßen im Federkleid
eines Uhus) das Thema Datenschutz unter Weblogs populärer zu machen und
damit das Bewußtsein der Öffentlichkeit gegen eine drohende umfassende
Durchleuchtung des Bürgers im Alltag zu schärfen. Denn Weblogs gebinnen
mehr und mehr die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
"Owl
content" wurde natürlich vom bekannten "
Cat content" von
Andrea inspiriert.
Verbessertes Logo von
The Incredible Karl:
Jeder, der ein Weblog betreibt, ist herzlich eingeladen, sich das Logo "Owl
content"(*) in sein Blog zu kopieren und es
möglichst als Erklärung auf
http://www.uhusnest.de/owlcont.htm (oder auf diesen Blogeintrag) zu
verlinken. Falls ein Werbefilter das Bild löschen sollte:
Hier kann man es laden.
1. Bedeutung des Logos
Das Logo steht dafür, daß das betreffende Weblog neben unterhaltsamen Themen
- die Entwicklung in Sachen in Sachen RFID, informelle Selbstbestimmung und andere Datenschutzfragen wachsam verfolgt,
- von Zeit zu Zeit darüber berichtet,
-
auf datenschutzrechlich
bedenkliche Geschehnisse aus seiner Umgebung aufmerksam macht (z.B.
die grassierende Videoüberwachung von öffentlichen Räumen,
Verkehrsmitteln, Schulen und Universitäten)
- aktuelle Erläuterungen und Auswirkungen der "Otto-Kataloge" (und wie diese Sicherheitspakete in Zukunft heißen mögen) verlinkt.
- der Entwicklung in Sachen Datenschutz und informeller Selbstbestimmung nicht gleichgültig gegenübersteht.
Warum ist das wichtig?
Derzeit wird das sogenannte "Recht auf
informationelle Selbstbestimmung" mit bedenklicher Geschwindigkeit
aushöhlt. Nicht nur im Mäntelchen der Terrorismusbekämpfung, sondern
auch als angeblich so wichtige Vereinfachung beim täglichen Einkauf, als Bonuspunkte-Karte
und aufgezwungene Offenbarung der Gesundheit mittels Krankenkassenkarte,
sowie durch eine in steigendem Maße selbstverständliche
Videoüberwachung wird die Privatsphäre des Bürgers
mehr und mehr transparent gemacht.
Die angeblich sicher verwahrten
Datensätze, die über Wohnort und Geburtsdatum die Vorlieben und
Abneigungen unzähliger Personen enthalten, gehen immer wieder verloren,
tauchen bei ebay-Auktionen auf gebrauchten Festplatten offizieller
Stellen wieder auf oder werden gezielt gestohlen (siehe für Berichte
dazu die Meldungen beim
Schock wellenreiter und
Telepolis).
Ob Behörden verantwortungsbewußt mit derart brisantem
Material umgehen und überhaupt dazu in der Lage sind, es wirklich vor
Hackerangriffen zu schützen - Interessenten dafür gibt es allein in der
Industrie denkbar viele - mag bezweifelt werden.
Aber auch in der
Privatwirtschaft sind Datensammler unterwegs und werden von
vielen Bürgern allzu bereitwillig mit persönlichen Informationen
versorgt, wenn ein kleiner Gewinn lockt.
Die Bemühungen stoßen
kaum auf Widerstand in der Bevölkerung; in der letzten Zeit wird zwar
immerhin in den Medien ab und zu auf die Problematik hingewiesen - so in
diversen Features der ARD -, und sogar der Bundestag hat kürzlich
Einschränkungen des "Otto-Katalogs" gefordert. Aber das genügt nicht, um
die Entwicklung aufzuhalten - bezeichnend Schilys Forderung nach einer
weiteren Verschärfung der Sicherheitspolitik, die schon bald den
Anschein einer Antwort auf die geforderte Lockerung der bereits
bestehenden Regelungen weckte.
3. Folgen?
Es sollte sich erübrigen, die Gefahren eines Gläsernen Bürgers zu erläutern.
Da muß es gar nicht das Horrorszenario sein, welchen Nutzen eine
Diktatur, die in der Zukunft niemals ganz auszuschließen ist, von
Datenallmacht haben würde; auch schon die Vernetzung der von der
Industrie täglich erhobenen Daten kann jeden Bürger zu einer Art
Laborratte machen - man weiß, was er mag; man weiß, was er nicht mag;
man weiß sogar, wie er sich üblicherweise verhält. Ändert er sein
Verhaltens- oder Konsummuster, so kann man durch helfende Werbeanrufe,
durch freundliches Assisitieren oder auch, im Falle subjektiv
verdächtigen oder unbequemen Verhaltens, durch Alarmierung der Polizei
freundliche und präventive Unterstützung liefern. Schon jetzt werden von
Konzernen missliebige von erwünschten Kunden getrennt und entsprechend
behandelt.
Beipiel
Videoüberwachung: Sie breitet sich ganz selbstverständlich auf
öffentlichen Plätzen, Verkehrsmittel (wie U-Bahnen der Berliner
BVG) und inzwischen sogar an Universitäten und Schulen aus.
Wird
diese an biometrische Gesichts- und Bewegungsformerkennung gekoppelt und
vernetzt, so wird es möglich, den Weg eines beliebigen Individuums über
einen beliebigen Zeitraum hinweg komplett zu protokollieren. Beides ist
technisch inzwischen durchführbar, die Erfassung der Gesichtsbiometrie
für den neuen Reisepass ist im Gespräch.
Die Masse der
Informationen ist kein Hindernis: Ebenso groß ist die Massse der
Profiteure und die Effizienz der modernen Datenauswertung.
4. Wachsam sein
Eine demokratische Gesellschaft lebt vom Engagement
ihrer Bürger. Vergleicht man den Aufschrei bei der Volkszählung von 1987
mit den derzeitigen Geschehnissen, so wird eine viel tiefgreifendere
Überwachung heutzutage geradezu begrüßt.
Diese
Entwicklung ist bedenklich. Sie erfordert die Wachsamkeit nicht nur
großer Organisationen, sondern vor allem jedes Einzelnen. Weblogs eignen
sich dazu als schnelle Neuigkeiten-Verbreiter und vielgelesene
Internetpräsenzen besonders gut.
5.
Warum gerade "Owl content"?
Wie der Fuchs in der Nacht
schleicht sich die totale Überwachung in die Gesellschaft ein - in aller
Offenheit und doch ungesehen. Eulen sind da mit ihrem hervorragenden
Gehör und ausgezeichneter Nachtsicht die Richtigen, um derlei
Dunkelgänger aufzuspüren (zumal Uhus Falken, die ja Überwachung über
alles stellen, als absolute Leckerbissen betrachten).
Die Eule
scheint zwar aufgrund ihrer Wachsamkeit eher ein Tier der Überwachung zu
sein - tatsächlich aber ist sie ein Paar- oder Einzelgänger und kein
Denunziant.
Hier also eine herzliche Einladung an alle, sich mit
"Owl content" aktiv daran zu beteiligen, daß die Freiheit nicht
unbemerkt auf dem Altar des Marketings und der Sicherheit geopfert wird.
In diesem Sinne schärfe ich hiermit meiner "Bloody Ventilator"-Eule die Klauen
und wünsche ihr einen guten Flug!
Eine
Initiative von Uhus
*fines-assorted* Weblog Droppings,
-->
Ausführlicher Text des Aufrufs <--
(*)
Logo basierend auf dem "
Cat content"
Ursprüngliches Logo von RPW am 10.6.2005
entworfen. Die Eule ist Rubens Wappentier, ein europäischer Uhu (
bubo bubo), der in strömendem Regen steht.
28/05/05
09/05/05
Mensch gegen Technik
Eine liebevoll illustrierte Zusammenfassung des Technik-Frusts und seiner Ursachen liefert das aktuelle Geo-Spezial mit dem Titel "Mensch gegen Technik". Ob es die Handytasten sind, die man kaum noch bedienen kann, kryptische Bedienungsanleitungen, frustrierende Betriebssysteme - oder Flugzeugschaltknüppel, bei denen sich Radeinzugs- und Landeklappensenkhebel zum Verwechseln ähnlich sahen, hier findet sich so einiges zum Thema Mensch und (bzw. gegen) Technik ...
Wie schrieb schon Schopenhauer so schön?
"Inzwischen übe man, um Menschen ertragen zu lernen, seine Geduld an leblosen Gegenständen, welche vermöge mechanischer oder sonstiger physischer Notwendigkeiten unserem Tun sich hartnäckig widersetzen; wozu täglich gelegenheit ist." (Parerga. Aphorismen ..., C. Unser Verhalten gegen andere betreffend, 1850) .
Wenn das auch bei digitalen Dingen zuträfe, wäre die Welt bereits ein Ort des Friedens ...
03/05/05
Mouseposé: Mauszeiger in Vortrags-Präsentationen hervorheben
Haben Sie bei einem Vortrag auch schon verzweifelt den Mauszeiger
gesucht, mit dem Sie auf ein Detail hinweisen wollten, und mussten
erstmal mit der Maus hin- und herrütteln?
Mit
Mouseposé läßt sich nun durch einfachen Tastendruck der Mauszeiger
mit einem "Lichtschein" umgeben, wodurch er deutlich hervorgehoben wird.
Das kleine Programm steht zum kostenlosen Download zur Verfügung und
kann manche Präsentation erleichtern. Es steht für OS X zur Verfügung.
(Hinweis:
Schockwellenreiter)
28/04/05
Vorankündigung: OS X Tiger auf die Sprünge helfen
Tiger, ick hör dir trapsen - und zu diesem Anlaß wird Kai Surendorf
morgen auf
seinen Internetseiten eine ausführliche Einführung in OS X 10.4 Tiger
präsentieren, die angelehnt ist an das erste Kapitel aus seinem in der
Mache befindlichen OS X Tiger-Handbuch (
Galileo).Per Mail erwähnte er noch was von einem ladbaren Bildschirmschoner, der Kurztipps zu Tiger auf den Bildschirm zaubert ... *roooarrr* ...
Nachtrag:
Genervt vom oder rätselnd über den aktuellen Tiger-Hype? - Da kann man nur mit Industrial Technology & Wichcraft sagen:
"Liebe Nicht-Mac-User - ihr versteht das alles wahrscheinlich völlig falsch bzw. gar nicht. Aber mit Mac OSX hat man eben so selten Gelegenheit, das Betriebssystem neu zu installieren."
Das M$-OS ist nämlich wirklich die Pest am A ... . Sagt übrigens einer, der bis 2000 mit einem PC gearbeitet hat und heute noch ständig irgendwelche unsinnigen Zipperlein von XP bei Nachbarn zu richten hat.
Zu dem Thema hat das Blog übrigens auch eine sehr amüsante Rezension gefunden: XP läßt sich nicht auf mac mini installieren. Das ist schon fast Niveau neukölln.
Nachtrag II:
Gerade zur IT&W-Anmerkung (Nachtrag I) lustig, daß in einem anderen Blog die "Vorankündigung" mit den Worten kommentiert wird: "Apple/MAC ist tatsächlich immer noch die Computerfirma mit Fans statt Kunden. Ist schon irgend eine Windowsversion mit soviel Spannung und Vorfreude erwartet worden. Nicht Harry Potter, ein Betriebssystem kommt neu raus :-)" - Rolf Langhoff (BTW.: Nanana, Volltext-Zitate ...)
27/04/05
Crashing XP unlimited
Der Rechner meines Kollegen hat schon wieder seine Registry zerschossen, "Windows konnte nicht gestartet werden, da folgende Datei fehlt oder beschädigt ist (...) ".
Also wieder her mit Knoppix. Und was die so vollmundig verkündete, jetzt schon veraltete Zukunft betrifft: Da wird wohl jedes Rehkitz längere Hörner haben.
Sie lasen: Mr. Uhu featuring the well-known, cry-out-loud song among certain OS users called %$§&%§$&$/&%$!
23/04/05
Rooooarrrrr
Der Tiger ist los! Oder wird es demnächst sein. Mein verehrter Kollege Kai Surendorf arbeitet derzeit mit Hochdruck an dem Handbuch zu OS X Tiger, das bei Galileo Press erscheinen wird (sogar mit schickem Plakat).Und nachdem es bestimmt so gut, wenn nicht sogar besser werden wird wie sein zweites, wird sich eine Anschaffung lohnen ... ich freu mich schon aufs Gegenlesen!
21/04/05
Was es nicht alles gibt ...
Jetzt gibt es mit "'News', eine neue Tageszeitung der Handelsblatt-Verlagsgruppe" eine Zeitung mit Blogteil: "In einer festen Rubrik drucken wir täglich zu einem Schwerpunktthema Auszüge aus der Welt der Weblogs", hieß es in der Mail, in der ich heute um Einwilligung des Zitierens aus meinem Blog gebeten wurde ...Nachtrag:
Wusst ich's doch. Diese "NEWS"-Sache ist für ihre Inhalte-Wiederverwertung nicht ganz unbekannt ... Siehe
http://rebellmarkt.blogger.de/stories/148142/ und
http://www.notizblog.de/comments/4450_0_4_0_C/
Na, wer schon auf 20six rekuriert (der Blogservice nur für den Internet Explorer unter Windows) ...
(Dank an Kai)
12/04/05
Die EU-Bürokratie und der Amoklauf
"Softwarepatente" - was gehen die uns schon an? Die
betreffen Normalbenutzer des Computers wie unsereinen doch nicht.
Das stimmt tatsächlich. Der Versuch, die Softwarepatentrichtlinie
durchzuboxen, betrifft nämlich aller Voraussicht nach nur
- unseren Geldbeutel, da kostenlose und günstige Programme durch Patentzahlungspflicht und -"recht" verhindert werden
- die Vielfalt und Weiterentwicklung von Programmen insbesondere in der "Open-Source-Bewegung" (d.h. auch hier: Kostenlose, von engagierten Entwicklern umgesetzte Programme wie z. B. der Browser Firefox, der Mailclient Thunderbird, dieses Blogging-Tool thingamablog usw. usf. )
- die Rechtssicherheit für Programmierer allgemein
- positiv den Profit der großen Firmen auf Kosten der kleinen und mittelständischen Unternehmen.
Hier findet sich eine Zusammenfassung zum Stand der Dinge.
04/04/05
Von realen und virtuellen Brieftauben
Die SPAM-Mail, die kürzlich in meinem Briefkasten landete, ist schon
lustig ...
Nur weil unser
Autorenkreis Historischer Roman ein Diskussionsforum mit dem Namen "
Elektronische Brieftaube" betreibt, meinte ein offenbar im SPAMmen noch
Blauäugiger (noch dazu mit Sitz in Deutschland ...), uns folgende
Werbemail senden zu müssen:
--
To: Quo Vadis
Subject: Brieftaubenzucht
Newletter 01/05
Liebe
Brieftaubenfreunde, vielleicht haben Sie es schon gehört? Die Firma
Software hat den Brieftauben**** geschaffen. Der Brieftauben**** ist
eine umfangreiche Brieftaubenverwaltung (Zuchtprogramm) für komfortable
Verwaltung Ihrer Zucht am PC. Umfassende Funkionalitätund eine intuitive
Bedienung der Software garantieren für erfolgreichen Einsatz in Ihrer
Zucht. (...) Schon ?000 zufriedene Kunden nutzen unsere Software!!!!!!
(...)
(Inhalt:) (...)
Zucht:
# Bestand
#
Paarungsliste
# Legeliste
# Abstammung
# Ausstellung
(undsoweiterundsoweiter)
--
Anstelle des
"Folterfragebogens für Spammer" klärte hier ausnahmsweise ein kurzer
Anruf die Lage.
Die umgekehrte Vorstellung, daß sich eines
Morgens eine bunte Taubenschar auf meinem Balkon drängelt und mir
Beinchen mit Werbebrieflein entgegenstreckt, ist schon amüsant. Ich
könnte dann jedenfalls endlich den Turmfalken von nebenan engagieren.
18/03/05
Notebook platt - Knoppix, die Rettung
Meinem verehrten Kollegen ist das Betriebssystem seines Notebooks abgeschmiert. Nun ermöglicht die Recovery-CD nur ein Neuaufspielen des Systems, aber keine Datenrettung - und das nennt man dann "Recovery". Great stuff.
Und dieses BESCH******* Betriebssystem akzeptiert aus wilden
Kopierschutzgründen ja auch nur noch die eine dem NTB beigelegte
Rettungs-CD (danke, danke, M$, ihr treibt einen in den Wahnsinn!). Will
sagen, nach M$ hätte der Gute alle seine Mails, alle seine Texte, alles
verloren, und das, obwohl sich nur das besagte BESCH******
Betriebssystem aufgehängt hatte. Firewire an Mac ging auch nicht, da das
NTB kein Firewire hat. Pech.
Gäbe es da nicht
KNOPPIX. Dieses wunderbare LINUX-System kann man sich downloaden, auf CD
brennen und hat ein voll funktionsfähiges Betriebssystem mit grafischer
Benutzeroberfläche und einem Berg an Anwendungen (Internet, Netzwerk,
OpenOffice, Emacs, Spiele zum abreagieren, und noch jede Menge mehr),
das man ohne Festplatte direkt von CD ROM aus betreiben kann. Und das,
natürlich, auch NTFS-Dateisysteme einzulesen vermag. Also CD ins NTB
rein, gestartet, unter Knoppix die Festplatte angesprochen, ein LAN mit
meinem Mac gebildet und das Gigabyte an Benutzerdaten rüberkopiert.
Fertig.
KNOPPIX, ich danke von Herzen. Und
Kai, der mir diese LINUX-Variante wieder in Erinnerung gerufen hat ...
11/03/05
Uhus Spielekiste IV: Eve online - erstaunlich!
Am Wochenende hat ein Bekannter mir Eve online gezeigt.Seiner Beschreibung nach sollte dies ein unvergleichliches Online-Spiel sein, bei dem man mit einem Raumschiff durch eine riesige Galaxie kurven kann. Erträumt hatte ich das Ganze in 3D mit Ansicht des eigenen Schiffes und allem was Spaß macht; befürchtet hatte ich einen abstrakten Tabellenwust, der nur Statistikern das Herz höher schlagen lässt.
Und wie ist es nun wirklich? Schlicht und einfach überwältigend. Die Galaxie ist unglaublich groß; Raumschiffe fliegen als detailgenaue 3D-Objekte über einen weiten Sternenhimmel; trotz der Weite des Raumes verlieren sich die Spieler aber nicht in der Unendlichkeit.
Dieser Screenshot ist nicht etwa ein Werbe-oder Standbild, sondern "ingame" - aus dem laufenden Spiel. Die Raumschiffe fliegen als prächtig ausgeleuchtete 3D-Objekte durch die Weiten des Raumes, die Sonne blendet ...
Besonders beeindruckt hat mich die Spieldynamik.
Hier haben wir es nicht mit einem Haudrauf-Spiel mehr zu tun, sondern mit einem Spiel, das reichlich ausgewogen Handel, Kommunikation und natürlich auch Konflikt meistert. Der Kommandant eines Industrieschiffes ist für den Betrieb einer Station ebenso wichtig wie der Kampfpilot zu dessen Schutz; ein Kreuzer ist groß und feuerkräftig, aber so träge, daß er ohne Unterstützung durch wendigere Schiffe nicht gut wegkommt. Kleine, wendige Raumschiffe können gefährliche Gegenden erst einmal erkunden, Minenschiffe bauen wichtige Rohstoffe von Monden und Meteoriten ab. Kooperation ist gefragt.
Die Bedienung ist einfach, das Organisieren von Chat-Kanälen problemlos.
Der mächtigste Spieler ist zudem nicht unbedingt der, der am längsten vor der Flimmerkiste hockt; auch hier vertritt das Spiel einen interessanten Ansatz. Wer nur selten online sein kann, dessen Spielfigur entwickelt sich dennoch auf den Servern von Eve weiter.
So begegnet man in diesem virtuellen Weltraum im Grunde einer Abbildung der menschlichen Gesellschaft, in der nicht die Größe der Waffe, sondern Sozialkompetenz, Handelsgeschick, Kommunikationsfähigkeit, Gruppendynamik, ja sogar reale Vertrauenswürdigkeit zählen.
Das Spiel steht im Internet gratis (!) als Vollversion mit zwei Freiwochen zum Download zur Verfügung, danach kostet das Onlinespiel etwas über 12 Euro im Monat. Angeblich kann man auch Monate aussetzen, in denen man verreist ist.
Bleibt nur noch die Frage: Wann wird dieses Spiel endlich für OS X erscheinen?
09/03/05
Das amüsante Zitat
Ein interesssantes Experiment des Verlages Markt&Technik. Der Verlag stellt bis Ende März das "Blogbuch" gratis als PDF zum Download zur Verfügung. Darin finden sich Tips, Hinweise und Anleitungen für jeden, der wissen möchte, was ein Weblog sein kann und wie er ein eigenes bastelt.Amüsant ist dort die Aussage über eine Blogsoftware:
"Es gibt also keinen wirklichen Grund mehr, sich 20six nicht anzuschauen. Außer, wenn Sie nicht den Internet Explorer unter Windows nutzen. Auf anderen Plattformen (...) oder mit anderen Browsern hat 20six.de nämlich einige Schwierigkeiten. ((Zum Beispiel verschluckt Safari, der mitgelieferte Browser des immer beliebter werdeneden OS X, Text))."- Das Blog-Buch, Markt und Technik 2005, S. 30
Äh ... das ist der Grund schlechthin, diese Software eben nicht zu nutzen. Nichts nervt mehr als Textverschwindibus, nur weil man sich nicht der wandelnden Sicherheitslücke M$IE (*)unterwirft.
(*) So sprach nicht irgend wer, sondern sinngemäß der Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationsfreiheit über dieses Programm.
27/02/05
Bauchlandung von Apples ibook und mehr
Das ibook wurde anstandslos und im zeitlichen Rahmen repariert. Kaputt gegangen war die Toshiba-Festplatte - ein offenbar verbreiteter Fehler, von dem mir schon mehrere Bekannte bei ihren ibooks berichtet haben. Das Netzteil, das aus unerfindlichen Gründen nach einiger Zeit ausfällt und nach "Stecker raus-Stecker rein" wieder geht, wurde jedoch nicht ausgetauscht, weil "der Fehler nicht nachvollziehbar war". Bei mir ist es dann gleich wieder ausgefallen. Danke.
Deutlich nerventötender ist aber die Tatsache, daß das 14-Zoll-Gerät nicht sauber auf seinen vier Füßchen steht, sondern quasi "auf dem Bauch liegt" - und damit in alle Richtungen wackelt. Außerdem zerkratzt die Unterseite natürlich.
Die bittere Pille wird dadurch aufgewertet, daß man selbst mit dem teueren "Apple Care"-Paket (3-Jahre-Garantie) immernoch für Reparaturnachfragen durch eine 0800-Nummer löhnen muß - denn die Leitung ist ganz und gar nicht gratis, wie es das Handout über den "Apple Care Protection Plan" suggeriert. Nebenher ein bisschen Geld einstreichen mit den eigenen Fehlern, das ist natürlich eine interessante Strategie - wenn auch nicht eine Erfindung von Apple.
Und trotz allen Meckerns: OS X ist einfach traumhaft. Und das ibook eine leistungsstarke Schönheit.
23/02/05
Wesnoth devel
Seit heute bei der Wesnoth devel für Englisch-Deutsch-Übersetzung, "Storyline straightening" und dergleichen mehr unterwegs.Wenn man schon keine Zeit hat, kann man sie wenigstens nutzen ...
17/02/05
Open Office und suizidales M$ W.
Eigentlich sollte in diesem Weblog möglichst wenig aus anderen Blogs gespiegelt werden - aber manchmal ist es einfach zu reizvoll. Daher ist heute "Schockwellenreiterzeit"!
Da ich gerade das bald bei Galileo erscheinende Handbuch zu Open Office von Kai Surendorf gegenlese (ich *soll* mächtig kürzen! Shuhuu!), hier eine Darstellung, die mancher von einem bekannten kommerziellen Programm kennen dürfte ... dem Inhalt nach wenigstens "gefühlt" ...
Ich habe diese Meldung jedenfalls damals zu M$ WinW-Zeiten regelmäßig vor meinem geistigen Auge gesehen (siehe auch M$ WORD 5.5 für DOS).
(Schockwellenreiter)
05/02/05
MacTracker - Daten und Startklaenge aller Macs
Der MacTracker hat fast alle Mac- und Clone-Modelle (wie Performa usw.), inklusive dem "Millenium-Modell", sowie viele Periferiegeräte aufgelistet.Die Liste enthält neben einer Abbildung die technischen Daten sowie (bei dem Macs) den jeweiligen "Start Chime" - und dem gefürchteten "Death Chime", der nur erklingt, wenn die Hardware definitiv hinüber ist.
MacTracker läuft unter Classic wie OS X.
Online stehen die Mac-Modelle auch bei Apple-History.com.
16/01/05
Zum Vergleich ...
... das ist der
PowerPC
9600 MaCh 5/604ev, mit dem ich bislang gearbeitet habe (2001 gebraucht
erstanden) und vor dem ich
derzeit wieder sitze - ein Arbeitstier aus dem
Jahre 1997, und im Gegensatz zu manchen PCs trotz 300 MHZ und 320 MB RAM
noch voll
funktionstüchtig - unter OS 9.1 wenigstens. Zwar braucht er rund 1
1/2
Minuten zum Hochfahren und ist OS 9.1 entsprechend unvergleichlich
umständlicher zu bedienen als OS X. Dafür aber besitzt er
reichlich PCI-Slots:
Satte sechs Stück. Und an denen akzeptiert er anstandslos sowohl
die SCSI-auf-IDE-Karte als auch die
Steckkarte, die ihm zwei USB-Anschlüsse beschert - sowie die daran
angeschlossene optische Dreitastenmaus, den Scanner und die externe 40
GB-Fesplatte. Er würde vielleicht sogar OS X schlucken, wenn man ihm
eine G3-Steckkarte
gönnte ...
Ausgezeichnet als "the flagship of what might be termed the third wave of Power Macs" (Quelle) und kostete rund 3,700 Dollar im Jahre 1997 - man halte sich den Preis des Mac mini vor Augen.
Das nenne ich Qualität.
Nachtrag:
Ganz nett aber zum Thema Apple, was der SPIEGEL zu einer Trojaner-Meldung schreibt: Nachsatz für alle Apple-Nutzer: Ja, auch dieses Virus betrifft - wie weit über 90 Prozent aller Viren - nur die Windows-Betriebssysteme. Die massenhafte Zusendung entsprechender Triumph-Mails ist darum überflüssig. So etwas tun Linux-Nutzer, obwohl ebenfalls so gut wie nie betroffen, ja auch nicht.
(Schockwellenreiter)
11/01/05
Mac auf die Hand
Respekt ... Apple hat mit dem Mac mini
gerade einen ausgewachsenen PowerPC
vorgestellt, der fast auf eine Handfläche passt - und sogar durchaus
bezahlbar ist:
Die stärkere 1,4 GHZ/80GB-Variante
für 589,00 Euro. Da mache sogar ich freiwillig Werbung ... Auf die Berichte aus der Praxis kann man gespannt sein!
02/01/05
Uhus Spielekiste II: Argonaut für OS X
Für ein kleines Feuerwerk nach Sylvester sorgt Argonaut, ein Asteroidoides, grafisch und musikalisch durchaus beeindruckendes Freeware-Spielchen, das hier heruntergeladen werden kann.Ein Radar hilft bei der Orientierung auf der Suche nach Asteroiden, darunter richtiggehenden Monstern (oben im Bild). Mit eingesammelten Kristallen kann man sein Schiff ein wenig aufrüsten. Allerdings stehlen einem wendige Diebesschiffe die Kristalle vor dem Bug weg, und wenn man nicht aufpasst, gerät man in die Fänge eines Piratenschiffs (links im Bild). Viel Spaß! (Mac OS X)

Programming - Holmes Futrell
Music - Miyaka Cochrane
Artwork - Daniel Labriet
01/01/05
Wieder funktionstüchtig ...
Nachdem mein verehrter Mac sich über Weihnachten gründlich zerlegt hatte (das passiert auch diesen Geräten - aber wenn, dann machen sie es wenigstens gründlich ...), läuft er nach Neuinstallation nun wieder.Wirklich dankbar ist man Apple in solchen Fällen für die Möglichkeit, die interne Festplatte als Firewire durch Drücken der "T"-Taste zu aktivieren, auch wenn das Betriebssystem am Boden ist ...
17/12/04
Geld zu verschenken?
Heute ist auch bei mir das Schreiben des "Deutsches Internet Register" (bzw. "DAD Deutscher Adressdienst") hereingeflattert mit dem Angebot, meine Internetseiten für schlappe 758 Euro zzgl. MWSt. pro Jahr in ihrem "Register" eintragen zu lassen. Kürzlich wurde darüber schon im Schockwellenreiter berichtet.Zum Geldverschenken gibt es wahrlich sinnvollere Möglichkeiten ...
07/12/04
HTML-Editoren
Erstaunlich, was WYSIWYG-HTMLeditoren gelegentlich leisten - sie werten einfachstes HTML als fremde Codesprache:"Habe mich redlich gemüht, deinen Wünschen nach zu kommen, aber: Deine Seite ist nicht im htm oder html-Format, sondern in einem shtml Format. Dieses kann ich nicht bearbeiten! Habe versucht es umzuwandeln, ging alles nicht. Hm. Wat nu?"
(Mail einer Webmistress)
23/11/04
Bankomat als Spielkonsole!
Ich habe mich nicht geirrt! Nein, ich habe nicht halluziniert, als ich vor einem Geldautomat in Mainz stand (irgendwann 1999) und der vor meinen Augen Windows im DOS-Modus hochgefahren hat! Das gibt es wirklich!Und man kann mit den Dingern sogar Schach spielen! Hat der CCC herausgefunden. Und zwar dokumentiert in dieser wunderbaren Bilderserie.
Da beklage sich noch einer über zu geringen Unterhaltungswert der Banken!
(Bronskis Weblog)
Nachtrag:
Das System auf den CCC-Bildern ist natürlich OS/2. Das von mirt beobachtete DOS-Windows.
Gesammelte Werke - winzige Auswahl
M$ InEx(*): Sicherheitswarnung vor Virenverbreitung(**) auch über seriöse (!) Internetseitenhttp://www.golem.de/0411/34807.html
Er ermöglicht vollen Systemzugriff
http://www.heise.de/newsticker/meldung/52844
Er ist Nicht ‘trustworthy’: - gefährdet Rechner und Netze (heise.de)
http://www.heise.de/ct/02/25/100/
Er kann Trojaner transportieren:
http://blog.schockwellenreiter.de/1891
... to be continued ...
Ob Ihr Browser sicherer ist, können Sie unter anderem beim Heise-Verlag (c´t) mit dem "Browsercheck" hier prüfen.
Allgemeine und aktuelle Informationen, Säuberungsprogramme und Warnungen finden sich für PC bei Trojaner-Info.
Welche Alternativen gibts? Browse, be happy!
--
(*) "M$ InEx" ist kein eigenständiger Markenname, sondern eine Abkürzung, liebe Rechtsabteilung. Für was, verrate ich lieber nicht.
(**) Exakter: Wurmcode
02/11/04
M$ WORD 5.5 - Aus der Guten Alten Zeit
OpenOffice (kostenloses, famoses Textverarbeitungs- und
Tabellenkalkulationsprogramm, siehe Buch von
Kai) verwende ich für alles, was mit Layout und Datenbankverwaltung zu tun
hat. Meine eigentliche Arbeit, das
Bücherschreiben, verrichte ich auch unter OS X noch wie damals zur
Zeit meines ersten PCs - 16 MHZ 386 SX/2MB RAM Babycase - mit word 5.5,
einem MS-DOS-Programm.Nostalgie? Ganz und gar nicht. Hier die Vorzüge, die das Programm für mich unschlagbar machen:
- In 11 Jahren ein problematischer Absturz
- In 11 Jahren kein zerstörtes Dokument
- Extrem hohe Lade- und Speichergeschwindigkeit auch umfangreicher Texte (600 und mehr Seiten)
- Komplett mausunabhängig, ausgereifte Tastaturbefehle
- Einheitliche, dicke, klar lesbare DOS-Schrift (bei -12 Dioptrien nicht ganz unwichtig)
- Farbliche Kodierung der Formatierung anstelle "WYSIWYG"-Darstellung erleichtert Querlesen (insbesondere bei 7 pt. oder kursiven Textpassagen)
- Blitzschnelle Navigation (Fußnote-Text, zu Textmarken usw.)
- Nur echte Vollbildschirmdarstellung: Volle Konzentration aufs Wesentliche
- Bei Bedarf Ausblendung aller Menüs möglich: Nichts als Text auf dem Bildschirm!
- Konvertierung in NurText und RTF, Druckformatvorlagen, Makroaufnahme (Tastenkürzel), Textblöcke, Serienbriefe ...
- Sehr kleine Dateien
- Bildschirmdarstellung farblich verstellbar
- Alles in allem unter 3 MB, bei Bedarf sogar unter 1,4 MB groß
- Kein ständiges Wechseln von einem neuen Textverarbeitungsprogramm zu einem noch neueren
- Tut unter allen Betriebssystemen mit einfacher DOS-Emulation
- Tut sogar auf einem 16 MHZ 2MB RAM PC
- Und: Seit 13 Jahren kein einziges Update erforderlich!
26/10/04
Was WLAN und Zinken gemeinsam haben ...
... steht in diesem Überblick zum Thema WLAN-Sicherheit.
Mit "WarChalking" Kreidemarkierungen an Häuserwände anbringen, um offene APs anzuzeigen ...Was es nicht alles gibt.
17/10/04
Rundmails: Ist "BCC" denn so schwer?
Zumal das "korrekte" Eintragen wirklich EINFACH ist! Wie das geht, steht gut verständlich hier:
Kurz und knapp: http://www.web-toolbox.net/webtoolbox/emails/email-bcc.htm
Ausführlicher: http://www.trollpress.de/bcc/
Kurz: Das Versenden von Rundmails ohne Eintrag der Empfänger ins Feld "BCC" /"Blindkopie" ist ebenso verantwortungs- wie rücksichtslos.
Gegenwehr: Eintrag des Versenders in alle Gratis-Newsletter des Internets.
06/10/04
Knöpfe, so weit das Auge reicht
Bei Gtmc Knight findet sich eine außerordentlich umfangreiche Sammlung von "Buttons" bzw. Linkstreifchen aller Art. Eigene Streifen können ebenfalls hochgeladen werden. Ein anderer Namen als "Buttons" findet sich dort aber auch nicht ...Vorschlag: Linkschnipsel. Schön anglodeutsch.
(Danke für den Hinweis an Bronski)
05/10/04
"Button"? "Strip"? Oder wie?
Die kleinen Linkbildchen, die ein wenig an Papierschnipsel erinnern (z. B.Aber weiß jemand, wie man die Dinger nennt? "Strip"?
01/10/04
Thingamablog
Thingamablog ist ein weiteres nützliches und noch dazu kostenloses Programm in der Reihe der JAVA-basierten Anwendungen. Mit seiner Hilfe lassen sich Weblogs mühelos erstellen und verwalten, und zwar ohne Anforderungen an den Domainhoster - man könnte damit sogar ein Weblog auf geocities.com oder anderen freien Webhostern betreiben. Braucht man für andere Blogsoftware PHP- / MySQL-Verfügbarkeit auf dem Server, so ist dies bei Thingamablog nicht notwendig: Das Blog wird offline auf dem Computer erstellt, erst die fertigen Internetseiten werden als HTML bzw. RSS per integriertem FTP-Client hochgeladen.
Enthalten ist eine Vielzahl css-basierter Layouts, aus der man wählen oder seine individuellen Blogs zusammenstellen kann. Auch Bilder können eingebunden werden, Monatsarchive werden automatisch erzeugt und verwaltet. Thingamablog besitzt einen eigenen, leistungsfähigen RSS-Reader. Der Entwickler, Bob Tandlinger, ist zudem überaus hilfsbereit.
Und zu guter Letzt läuft Thingamablog natürlich als JAVA-Programm auf (fast) allen Betrsiebssystemen.
Thingamablog ist nicht nur denen zu empfehlen, die (wie ich) nicht über PHP-Zugang auf ihren Servern verfügen, sondern auch solchen, die per Analogmodem immer nur für kurze Zeit online sein wollen.
Nachtrag
Mein selbstgeschneiderter "Button" (besser: Streifchen) ist jetzt offiziell Thingamablog-Knopf:
24/09/04
Adressammler füttern
Bei Superbot kann man sich einen eigenen "Bot" zusammenbasteln, inklusive fiktiver Kontaktadresse, fiktiven persönlichen Interessen und so weiter, und der klappert dann automatisch einige Adressammler ab. Die können dann an den fiktiven König Kunde ihre ganze schöne Werbung versenden.Überflutung der SPAMmer mit Unsinn - nette Idee.
(Telepolis)
22/09/04
ImageWell für OS X
ImageWell ist ein kleines, aber feines Bilduploadprogramm für OS X (FTP, WebDAV und iDisk). Bilder können mit verschiedenen Rahmen, Wasserzeichen und Schriften ausgestattet sowie beschriftet, skaliert und gefärbt werden. Außerdem kann es Bildschirmfotos erstellen. Und mit letzterem vermag es etwas, was das Herz jedes Bildschirmhintergrund-Liebhabers höher schlagen lässt ...Klein und leistungsfähig - und das sogar kostenlos.
Dank an Kai Surendorf für den Tip!
Nachtrag:
Eine ausführliche Beschreibung mit Screenshots etc. findet sich unter panther.delta-c.de
03/09/04
"Domain Registry of America" aus den Philippinen bittet um Kohle
Der war neu: Gestern trudelte bei mir ein Brief einer "Domain Registry of America" ein, ganz farbenfroh-seriöser Briefkopf, und teilte mir mit, ich solle die Registrierung für eine meiner Domains (einer .org) doch bitte schnellstens erneuern, da die Domain sonst "ablaufen" würde. Das Ganze für nur 27 Euro im Jahr und inklusive DNS, URL und E-Mail Forwarding. Zu senden nach England. Und auf dem Kuvert prangte ein Adresstempel der Philippinen ...Gewöhnlich bekommt man solchen Unsinn ja per E-Mail. Daß das realpapieren in meinem Postkasten landet, das war neu.
Hintergünde dazu auch bei Golem.de

Der Uhu führt hier ein Weblog, ist aber gewiß kein "Blogger".





