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<title>Uhus *finest-assorted* Weblog Droppings</title>
<link>http://www.uhusnest.de/blog/index.shtml</link>
<description>Item Gewölle aller Art, item Jugger</description>
<language>de-DE</language>
<copyright>Copyright 2012</copyright>
<lastBuildDate>Wed, 01 Feb 2012 16:33:33 +0100</lastBuildDate>
<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 16:33:33 +0100</pubDate>
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<item>
<title>Wein, Whisky und Tabak: Laphroaig Quarter Cask 48% </title>
<description>&lt;p&gt;
  &lt;b&gt;Item. Der erste Whisky. &lt;/b&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Ein ganz besonderer Whisky soll nun, endlich, den Anfang dieser Sparte 
  in der Rubrik &amp;quot;Wein, Whisky und Tabak&amp;quot; machen. Viele wurden probiert, 
  unter anderem im vorz&amp;#252;glichen &lt;a href=&quot;www.big-market.de/ &quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Big Market Whisky&quot;&gt;Big 
  Market&lt;/a&gt;, bei Freunden und entsprechenden Gelegenheiten, aber kein 
  Whisky schien bislang f&amp;#252;r diese Startposition geeignet.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Ein Schluck vom Laphroaig 48%, Non Chill Filtered* Quarter Cask Double 
  Cask Matured, bot nun endlich den erforderlichen Anla&amp;#223;. Was f&amp;#252;r ein 
  Erlebnis!&lt;br&gt;Es handelt sich um einen charaktervollen Islay mit stark 
  rauchiger Note, die aber nicht an die iodige Intensit&amp;#228;t der 
  Ardbeg-Extreme heranreicht. So bietet er einen vollen, runden und sanft 
  nachwirkenden Geschmack, ist auch im Anschlu&amp;#223; an die Verkostung anderer 
  Sorten probiert, noch voll pr&amp;#228;sent und doch nicht derart erschlagend wie 
  das Extrem; was auch bedeutet, da&amp;#223; er nicht so rasch den &amp;quot;schalen&amp;quot; 
  Einschlag des Ardbeg entwickelt, wenn er im Glas ruht. Was im Grunde 
  &amp;#252;berfl&amp;#252;ssig ist, denn zum Ruhen bleibt er nicht lange genug im Glas.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/6794459845/&quot; title=&quot;Laphroaig 48% DC von El Uhu bei Flickr&quot;&gt;&lt;img height=&quot;240&quot; alt=&quot;Laphroaig 48% DC&quot; width=&quot;180&quot; src=&quot;http://farm8.staticflickr.com/7167/6794459845_f48873ce06_m.jpg&quot; align=&quot;right&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;Fass-Reifealter: 
  &lt;/i&gt;-- (&lt;i&gt;Quarter Cask Double Cask Matured).&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;St&amp;#228;rke: 48%&lt;br&gt;Besonderheiten: 
  Non chill filtered und siehe oben.&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Preisklasse: Unteres Mittel 
  (35-45&amp;#8364;). F&amp;#252;r die Qualit&amp;#228;t sehr g&amp;#252;nstig.&lt;br&gt;Typ: 
  Islay Single Malt&lt;br&gt;Wasser: Unbedingt. 8+ Tropfen/4cl, gut zum 
  langsamen Weiterverd&amp;#252;nnen. Erster Schluck pur.&lt;br&gt;Vorwhisky 
  empfohlen: Unbedingt. Idealerweise nichtw&amp;#252;rzige Sorten, es ist aber auch 
  ein leichter Islay nicht verkehrt.&lt;br&gt;Begleitspeisen: Keine. Zur Not 
  doppelt gebackenes Krustenbrot (Roggen), ungew&amp;#252;rzt, mit exzellenter, 
  nichtsalziger Butter.&lt;br&gt;Wertung: 6 &amp;#220;vens&lt;/i&gt;&lt;br clear=&quot;all&quot;&gt;
  &lt;br&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  &lt;b&gt;Item. Weitere Sorten und Whiskytasting.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;
Der &lt;b&gt;Glennfiddich 21yrs.&lt;/b&gt; ist ebenfalls erw&amp;#228;hnenswert: Rund und 
intensiv wie eine Sonne, ist ein Schluck von diesem Labsal ehrlicher 
Genu&amp;#223;. Was erstaunlich ist, vergleicht man den &amp;quot;Standard&amp;quot; 12j&amp;#228;hrigen, der 
es nicht einmal mit einem Tullamore Dew aufnehmen kann und wohl vor allem 
von seinem Nimbus als Single Malt Scotch Whisky zu geringem Preis zehrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
  Die Verkostung, auf der der hier beehrte Tropfen entdeckt wurde, 
  erfolgte von rechts nach links.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/6794459855/&quot; title=&quot;Whisky-Testreihe von El Uhu bei Flickr&quot;&gt;&lt;img height=&quot;206&quot; width=&quot;240&quot; alt=&quot;Whisky-Testreihe&quot; src=&quot;http://farm8.staticflickr.com/7026/6794459855_731d65c48c_m.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br clear=&quot;all&quot;&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  &lt;b&gt;Irn Bru: &lt;/b&gt;Die Schockstarre f&amp;#252;r den Gaumen. Zucker, k&amp;#252;nstliche 
  Geschmacksstoffe, Koffein. Nichts f&amp;#252;r eine Whiskyprobe. Aber f&amp;#252;r ein 
  Haggis-Essen beispielsweise zur Robert Burns Night (wie im vorliegenden 
  Falle) geradezu Pflicht.&lt;br&gt;&lt;b&gt;Teacher's: &lt;/b&gt;Ein blended Vor-Whisky zum 
  Vorbereiten des Gaumens auf kommende Whiskys, geschmacklich dem 
  Ladenpreis vielleicht gerade so angemessen, mehr aber auch nicht; in 
  einer Reihe mit &lt;i&gt;Queen Margot&lt;/i&gt; und anderen Verwirrungen. Hier ist 
  ein &lt;i&gt;Tullamore Dew&lt;/i&gt; (2 &amp;#220;vens) geeigneter. 0 &amp;#220;vens.&lt;br&gt;&lt;b&gt;Highland 
  Park 12yrs.: &lt;/b&gt;Recht wild, durchaus voll, aber kein Whisky, der sich 
  speziell zu kaufen lohnt &amp;#8211; eher angenehm f&amp;#252;r nebenher. 1 &amp;#220;ven.&lt;br&gt;&lt;b&gt;Laphroaig 
  10yrs. 43%: &lt;/b&gt;Wie zu erwarten, ein charaktervoller, torfiger und 
  klassischer Islay Whisky, bei dem sich die 3% durchaus bemerkbar machen; 
  das angenehme Zwischenst&amp;#252;ck zwischen dem Extrem des &lt;i&gt;Ardbeg&lt;/i&gt; 
  und den sanften Whiskys. 4 &amp;#220;vens.&lt;br&gt;&lt;b&gt;Talisker 57%: &lt;/b&gt;Beinahe 
  Fa&amp;#223;st&amp;#228;rke, ist der Talisker erstaunlich mild und in torfig-iodiger 
  Hinsicht l&amp;#228;ngst nicht so intensiv wie sein Vorg&amp;#228;nger. Auch wenn es b&amp;#246;se 
  klingt, dieser Tropfen wird, wenn er in gew&amp;#246;hnlicher Trinkst&amp;#228;rke 
  erworben wird, eine Zier f&amp;#252;r den Flachmann in eisigkalten Zeiten (also 
  genau jetzt) sein. Damit tr&amp;#228;gt man dann ein festliches Getr&amp;#228;nk stets bei 
  sich, das in Tropfen zu genie&amp;#223;en sich auszahlt und das die n&amp;#246;tige W&amp;#228;rme 
  spendet. Als Genu&amp;#223;- und Verkostungswhisky nat&amp;#252;rlich nicht zu verachten. 
  4 &amp;#220;vens.&lt;br&gt;&lt;b&gt;Laphroaig 48% Non Chill Filtered Double Quarter Cask:&lt;/b&gt; 
  Erstaunlich. Siehe oben. 6 &amp;#220;vens.&lt;br&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Die Qualit&amp;#228;t der Abbildungen bitte ich zu entschuldigen, es war keine 
  bessere Technik zur Hand.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  --
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  &lt;i&gt;*) Es mag vielleicht (!) eine Legende sein, aber sie ist nur zu gut 
  vorstellbar:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Hier sieht man, wohin die Kulturlosigkeit der Amis 
  f&amp;#252;hren kann: Sie lie&amp;#223;en wohl den besten non chill filtered Whisky 
  zur&amp;#252;ckgehen, weil er wolkig wurde. Aber dort wird deren ... &amp;quot;Whiskey&amp;quot; 
  ... auch mit Eis getrunken. In einem Wort: Barbaren.&lt;/i&gt;
&lt;/p&gt;</description>
<link>http://www.uhusnest.de/blog/archives/01-01-2012_01-31-2012.shtml#2820</link>
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<category>Wein, Whisky und Tabak</category>

<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 07:48:55 +0100</pubDate>
</item>

<item>
<title>Chapter One: Kaffee für Genießer und Kenner </title>
<description>&lt;p&gt;
      &lt;a title=&quot;Chapter One von El Uhu bei Flickr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/6707342663/&quot;&gt;&lt;img align=&quot;right&quot; width=&quot;180&quot; height=&quot;240&quot; alt=&quot;Chapter One&quot; src=&quot;http://farm8.staticflickr.com/7008/6707342663_bd4517c881_m.jpg&quot;&gt;
      &lt;/a&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Chapter One&quot; href=&quot;http://www.chapter-one-coffee.com/&quot;&gt;Chapter 
      One&lt;/a&gt; it ein unscheinbares Caf&amp;#233; nahe dem Marheinekeplatz in Kreuzberg. 
      Kollege Frank hatte davon geschw&amp;#228;rmt (auch &lt;a target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Böhmnert&quot; href=&quot;http://frankboehmert.blogspot.com/2012/01/wo-man-mich-trifft_08.html&quot;&gt;in 
      seinem Blog&lt;/a&gt;). Zu recht:&lt;br&gt;In dem kleinen Raum gibt es keine Tische 
      oder St&amp;#252;hle ... aber daf&amp;#252;r eine von zwei japanischen 
      Lampenerhitzungs-Kaffeemaschinen in ganz Deutschland. Die Zubereitung 
      des Kaffees ist dementsprechend ein besonderes Erlebnis f&amp;#252;r sich. Aber 
      ehe es soweit ist, die Heizlampen angeworfen werden und die Glaskolben 
      zu blubbern beginnen, werden erst einmal die verschiedenen Kaffeesorten 
      vorgestellt, die serviert werden k&amp;#246;nnen: &amp;quot;Mit einer Note &amp;#228;hnlich gr&amp;#252;nem 
      Tee&amp;quot;. Nein, nicht Cappuchino oder gar &amp;quot;Latte&amp;quot;s, sondern 
      Kaffeebohnensorten und deren eigene, feine Geschmackrichtungen. Zusammen 
      mit dem Hinweis, da&amp;#223; der Trinkende darauf achten m&amp;#246;ge, wie der Kaffee 
      beim Abk&amp;#252;hlen verschiedene Geschm&amp;#228;cker bietet und da&amp;#223; er in dieser 
      Qualit&amp;#228;t auch kalt ein besonder Genu&amp;#223; ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a title=&quot;Chapter One von El Uhu bei Flickr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/6707342669/&quot;&gt;&lt;img width=&quot;240&quot; height=&quot;208&quot; alt=&quot;Chapter One&quot; src=&quot;http://farm8.staticflickr.com/7002/6707342669_ee54401524_m.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br clear=&quot;all&quot;&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      Die Baristas -- wenn ich das richtig verstanden habe, sind es 
      preisgekr&amp;#246;nte Wettbewerbsgewinner ihrer Zunft -- sind mit Herz und Seele 
      dabei, das sp&amp;#252;rt man an der Begeisterung, mit der sie bei der Sache sind.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a title=&quot;Chapter One von El Uhu bei Flickr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/6707342677/&quot;&gt;&lt;img width=&quot;500&quot; height=&quot;433&quot; alt=&quot;Chapter One&quot; src=&quot;http://farm8.staticflickr.com/7147/6707342677_e302db83ff.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br clear=&quot;all&quot;&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      Und dann beginnt die Maschine zu blubbern und zu leuchten. Durch 
      Unterdruck wird das zun&amp;#228;chst hochgestiegene Wasser durch den 
      Kaffeefilter wieder in den Kolben zur&amp;#252;ckgesogen, und dann bekommt man 
      ihn in einer Glaskaraffe serviert, soda&amp;#223; man ihn aus Porzellanschalen 
      genie&amp;#223;en kann.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a title=&quot;Chapter One von El Uhu bei Flickr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/6707342687/&quot;&gt;&lt;img width=&quot;185&quot; height=&quot;240&quot; alt=&quot;Chapter One&quot; src=&quot;http://farm8.staticflickr.com/7156/6707342687_ab473d33fd_m.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&amp;#160; 
      &lt;a title=&quot;Chapter One von El Uhu bei Flickr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/6707342693/&quot;&gt;&lt;img width=&quot;180&quot; height=&quot;240&quot; alt=&quot;Chapter One&quot; src=&quot;http://farm8.staticflickr.com/7018/6707342693_aa5b734bf5_m.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br clear=&quot;all&quot;&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      Wer also richtig guten Kaffee und nicht das 08/15-Ges&amp;#246;ff diverser 
      Caf&amp;#233;ketten genie&amp;#223;en m&amp;#246;chte, der ist hier richtig. Und f&amp;#252;r diese Qualit&amp;#228;t 
      ist der Kaffee mit 2,50 Euro auch nicht teuer. Ein Erlebnis!
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      PS. Auch der Kakao wird sehr sympathisch serviert. Nat&amp;#252;rlich ...&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a title=&quot;Chapter One Kakao von El Uhu bei Flickr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/6707342699/&quot;&gt;&lt;img width=&quot;500&quot; height=&quot;461&quot; alt=&quot;Chapter One Kakao&quot; src=&quot;http://farm8.staticflickr.com/7153/6707342699_88bc9dfa45.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br clear=&quot;all&quot;&gt;
    &lt;/p&gt;</description>
<link>http://www.uhusnest.de/blog/archives/01-01-2012_01-31-2012.shtml#2814</link>
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<category>Wein, Whisky und Tabak</category>

<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 07:43:34 +0100</pubDate>
</item>

<item>
<title>Wein, Whisky und Tabak: Über Rauchkultur und Lesemundstücke</title>
<description>&lt;p&gt;
      &lt;a title=&quot;Lese-Mundstück 1 von El Uhu bei Flickr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/6324720221/&quot;&gt;&lt;img vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; height=&quot;134&quot; width=&quot;240&quot; alt=&quot;Lese-Mundstück 1&quot; src=&quot;http://farm7.static.flickr.com/6094/6324720221_b4b320e26d_m.jpg&quot; align=&quot;right&quot;&gt;
      &lt;/a&gt;Die Raucherdiskussion ist das eine &amp;#8211; so wohltuend es ist, im Caf&amp;#233; 
      nicht mehr st&amp;#228;ndig silberne Wolken um die Nase geblasen zu bekommen, so 
      skurril verbissene Z&amp;#252;ge nimmt sie doch an, die &amp;quot;Selbstg&amp;#228;ngelung des 
      B&amp;#252;rgers&amp;quot;, wie es so sch&amp;#246;n hie&amp;#223;* &amp;#8211; Rauchkultur hingegen ist das andere. 
      Also nicht der sinnentleerte Konsum ganzer Zigarettenpackungen aus 
      bem&amp;#252;hter Coolness, Langeweile oder Sucht, sondern der Genu&amp;#223; des 
      Kulturguts Tabak, wie er in der Neuzeit so sch&amp;#246;n mit &amp;quot;Rauchtrinken&amp;quot; 
      bezeichnet worden ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Rauchersalon und der Smoking sind 
      leider so gut wie vergessen, und der Pfeife droht ein &amp;#228;hnliches 
      Schicksal. Dabei ist doch gerade die Pfeife die sch&amp;#246;nste Form, Tabak zu &lt;i&gt;genie&amp;#223;en&lt;/i&gt;. 
      Sie kann nicht einfach verkonsumiert werden (wenigstens nicht, ohne sie 
      zu vergewaltigen; allerdings zahlreiche Beispiele auch und gerade aus 
      der akademischen und literarischen Welt belegen solche vom Weg 
      abgekommenen Pfeifendauerraucher). Sie mu&amp;#223; nach Gebrauch wenigstens 
      einen Tag trocknen, und f&amp;#252;r die &amp;quot;Raucherpause&amp;quot; dauert ein Pfeifenkopf 
      mit einer halben bis Dreiviertelstunde Brenndauer zu lang. Sie will 
      besonnen gestopft werden, nicht zu fest und nicht zu locker, die erste 
      Schicht so, die zweite Schicht so; sie m&amp;#246;chte nach Gebrauch umsorgt 
      werden, gilt es doch, sie sorgsam mit Pfeifenreinigern zu umschmeicheln, 
      nicht zu viel vom Brand in der Rauchkammer zu entfernen und sich daher 
      mit Geschick des Pfeifenbestecks zu bedienen. Und auch im Stadium des 
      Trocknens ist sie ein Genu&amp;#223;, ein optischer n&amp;#228;mlich, wenn sie den 
      Schreibtisch ziert und sich still und geduldig auf ihren neuerlichen 
      Einsatz vorbereitet. Nicht umsonst war und ist die Pfeife bei vielen 
      indianischen V&amp;#246;lkern ein Symbol der Gemeinschaft und der friedlichen 
      Diskussion, aber diesen leider hierzulande gern esotherisch verb&amp;#228;mten 
      Aspekt m&amp;#246;chten wir doch schnell wieder beiseitestellen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Damit 
      nicht genug: Auch der Tabak ist bei der Pfeife eine Wahl ganz eigener 
      Art. Wie bei guten Weinen oder Whiskys mu&amp;#223; hier ein jeder seine eigene 
      Vorliebe erst entdecken, indem er seine Sinne darin schult, w&amp;#252;rzige 
      Tabake von aromatisierten zu trennen lernt, scharfe von sanften, 
      geschmackvolle von allein geruchsstark protzigen, die letztlich aber 
      keinen Charakter besitzen. Er kann so einen sch&amp;#246;nen Anla&amp;#223; damit feiern, 
      einen bestimmten Tabak bei dem H&amp;#228;ndler seines Vertrauens zu erwerben, 
      wobei leider die gute Tradition der Tabaksproben mittlerweile allzu sehr 
      leidet, jene Tradition, die einst einen so guten &amp;#220;berblick &amp;#252;ber 
      verschiedene Sorten zu geben vermochte. Er kann zu seiner einen 
      Tabaksorte stehen wie ein Fels in der Brandung, und tats&amp;#228;chlich kann 
      dieser sein Tabak einzigartig schmecken, nicht allein in der Theorie, 
      und da es sich &amp;#252;ber Geschmack nicht streiten l&amp;#228;&amp;#223;t, wird niemand diese 
      Stellung zu st&amp;#252;rzen verm&amp;#246;gen. &amp;#220;ber &lt;a title=&quot;Kentucky Bird Tabak&quot; href=&quot;http://www.uhusnest.de/blog/archives/02-01-2011_02-28-2011.shtml#2636&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;einen 
      solchen w&amp;#252;rzigen Tabak ist bereits an diesem Ort berichtet worden&lt;/a&gt;.
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      Es liegt nun leider in der Natur des Menschen, Dinge &amp;#252;ber einen Kamm zu 
      scheren und also allzu flink alles Rauchwerk zu verdammen, anstatt hier 
      zu differenzieren; es ist ja auch viel einfacher, sich im absoluten 
      Recht zu w&amp;#228;hnen, anstelle sich der M&amp;#252;he des Hinterfragens hinzugeben. 
      Denn die Pfeife kann das Wesentliche bef&amp;#246;rdern: Den bewu&amp;#223;ten Umgang mit 
      einem Genu&amp;#223;mittel, mithin vielleicht gar zum Verschm&amp;#228;hen des reinen 
      Massenkonsums von billigem Zigarettentabak f&amp;#252;hren.&lt;br&gt;Und wenn ihre 
      M&amp;#246;glichkeiten ausgesch&amp;#246;pft werden, dann bietet die Pfeife sogar einen 
      Ansatz f&amp;#252;r Bildung: Ist man doch, will man sie genie&amp;#223;en, gezwungen, 
      innezuhalten; sei es durch einen Spaziergang, sei es durch die Lekt&amp;#252;re 
      eines guten Buches. Und hier bietet sich eine weitere Facette an.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Item. 
      Das Lesemundst&amp;#252;ck&lt;/b&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      Denn es kann gerade die Pfeife selber auf spannende Weise ver&amp;#228;ndert 
      werden: Dergestalt, da&amp;#223; sie zum einen mit dem &amp;#252;blichen und bekannten 
      Mundst&amp;#252;ck genossen wird, zum anderen aber, und hier kommt besonders der 
      Faktor des in der heutigen hektischen Zeit so vernachl&amp;#228;ssigten 
      M&amp;#252;&amp;#223;iggangs ins Spiel: Mit einem &lt;i&gt;Lesemundst&amp;#252;ck&lt;/i&gt;. 
      Dieses Mundst&amp;#252;ck, von kundiger Hand angepa&amp;#223;t an den gew&amp;#246;hnlichen 
      Bruy&amp;#232;rekopf, zeichnet sich durch seine L&amp;#228;nge aus, wenigstens zwanzig 
      Zentimeter d&amp;#252;rfen es schon sein. Hierdurch liegt die Pfeife ganz 
      exzellent in der Hand, wenn man es sich in einem Sessel bequem gemacht 
      hat, und der Arm kann entspannt auf die Lehne gest&amp;#252;tzt sein, w&amp;#228;hrend die 
      andere Hand geradezu aus eigenem Antrieb nach dem Buch oder, sofern 
      bewu&amp;#223;t auf den Tabak abgestimmt, Whisky greift. Au&amp;#223;erdem ist der Rauch 
      merklich k&amp;#252;hler und somit angenehmer.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nun hat leider die 
      Verfilmung von Tolkiens &amp;quot;Herr der Ringe&amp;quot; dazu beigetragen, das 
      Lesemundst&amp;#252;ck in Verruf zu bringen, indem es dieses in Verbindung bringt 
      mit Fantasygesch&amp;#246;pfen, Liverollenspielern und Mittelaltermarktbesuchern, 
      gegen die gewi&amp;#223; nichts einzuwenden ist, au&amp;#223;er da&amp;#223; diese modischen 
      Erscheinungen oder auch der mit jenen Moden implizite Verdacht einer 
      Realit&amp;#228;tsflucht eben nichts mit dem Wesen des Rauchtrinkens gemein hat. 
      Kontemplation ist vielmehr das Gegenteil dessen, dient sie doch dazu, 
      sich der Realit&amp;#228;t mit m&amp;#246;glichst geringer Ablenkung zu stellen.&lt;br&gt;Doch 
      wie es bei Moden so ist, wird auch dies mit der Zeit vergessen werden. 
      Hingegen der Zirkel der Genie&amp;#223;er, die bewu&amp;#223;t eine Pfeife entz&amp;#252;nden, 
      derweil die Verallgemeinerer gegen das Rauchen an sich zetern, wird sich 
      gewi&amp;#223; halten. Denn Qualit&amp;#228;t findet ihre Wertsch&amp;#228;tzung, auch gegen Volkes 
      Wille.
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      &lt;a title=&quot;Lese-Mundstück 2 von El Uhu bei Flickr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/6325472964/&quot;&gt;&lt;img height=&quot;176&quot; width=&quot;240&quot; alt=&quot;Lese-Mundstück 2&quot; src=&quot;http://farm7.static.flickr.com/6112/6325472964_89a74df91f_m.jpg&quot;&gt;
      &lt;/a&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      &lt;i&gt;Ein gew&amp;#246;hnliches Mundst&amp;#252;ck unter einer g&amp;#252;nstigen und ein 
      Lesemundst&amp;#252;ck unter einer besseren Bruy&amp;#232;re-Pfeife.&lt;/i&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      &lt;b&gt;Item. Ein Pfeifenmacher, ein Raucherzirkel und Tipps f&amp;#252;r Einsteiger.&lt;/b&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      Abschlie&amp;#223;end sei noch der &lt;a title=&quot;Nils Thomsen Pfeifen, berlin&quot; href=&quot;http://www.nilsthomsenpipes.com/deutsch/home_de.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;preisgekr&amp;#246;nte 
      Berliner Pfeifenmacher Nils Thomsen&lt;/a&gt; empfohlen, dessen kleine 
      Werkstatt, gut verborgen in dem modernen Glaspalast eines Treptower 
      Kinos und nach Betreten eine Welt ganz f&amp;#252;r sich, Wunderwerke der 
      Pfeifenbaukunst zeitigt und von dem auch die Bruy&amp;#232;repfeife zur rechten 
      Hand auf der untenstehenden Abbildung stammt. Und dann gibt es auch noch 
      das &amp;quot;&lt;a title=&quot;Tabakskollegium&quot; href=&quot;http://www.berliner-tabakskollegium.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Tabakskollegium 
      Berlin&lt;/a&gt;&amp;quot;. Grunds&amp;#228;tzliche Tipps &lt;a href=&quot;http://pipesfantasy.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;finden 
      sich hier&lt;/a&gt;.&lt;br&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      ---&lt;br&gt;*) Das sehr treffende komplette Zitat lautet: &lt;i&gt;&amp;quot;Eine 
      Demokratie, die sich darauf beschr&amp;#228;nkt, Rauchverbote in Gastst&amp;#228;tten zu 
      erlassen oder die Helmpflicht von Radfahrern zu diskutieren, also dem 
      gegenseitigen G&amp;#228;ngelungsverhalten der B&amp;#252;rger nachzugeben, aber die eine 
      gro&amp;#223;e Macht, die alle g&amp;#228;ngelt, nicht beherrschen kann, ist das Papier 
      nicht wert, auf dem ihre Verfassung gedruckt wird.&amp;quot;&lt;/i&gt; -- &lt;a title=&quot;Gängelung: Zeit&quot; href=&quot;http://www.zeit.de/2011/36/Finanzkrise-Demokratie/komplettansicht&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jens 
      Jessen, DIE ZEIT&lt;/a&gt;
    &lt;/p&gt;</description>
<link>http://www.uhusnest.de/blog/archives/11-01-2011_11-30-2011.shtml#2774</link>
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<category>Wein, Whisky und Tabak</category>

<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 07:49:18 +0100</pubDate>
</item>

<item>
<title>Wein, Whisky und Tabak: Kentucky Bird</title>
<description>&lt;p&gt;
      Und wieder einmal gibt sich der Uhu die Ehre der Verkostung. Dieses Mal 
      m&amp;#246;chten wir uns einem Genu&amp;#223; widmen, der ob seiner durch Gier gepr&amp;#228;gten 
      Hingabe vielerorts zu einem Laster verkommen ist und nun mit um so 
      gr&amp;#246;&amp;#223;erer Keule in teilweise durchaus blinder Wut niedergebracht wird: 
      Dem Trinken von Tabak, wie man es in der Neuzeit bildhaft nannte. Es ist 
      ein Gl&amp;#252;ck, da&amp;#223; sich in der Stadt Berlin der Fundamentalismus der 
      Nichtraucherkampagnen noch nicht durchsetzen konnte - hingegen ihre 
      durchaus vern&amp;#252;nftigen Auspr&amp;#228;gungen schon - und also immernoch 
      Rauchercaf&amp;#233;s und -kneipen betrieben werden k&amp;#246;nnen, wo dieses Kulturgut, 
      das in Bausch und Bogen zu verdammen ebenso dumm ist wie es vorbehaltlos 
      zu umjubeln, geehrt werden kann.
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      Eine Form, die sich der Gier weitgehend schon durch ihre Darreichung 
      weitgehend verschlie&amp;#223;t, ist das Pfeifenrauchen. Wenigstens auf 
      zivilisierte Art sollte eine Pfeife schlie&amp;#223;lich wenigstens einen Tag 
      lang nach Gebrauch zum Trocknen ruhen; selbst Pfeifenkarusselle mit 
      mehreren Modellen, die den h&amp;#228;ufigen Genu&amp;#223; durch t&amp;#228;glichen Wechsel 
      erm&amp;#246;glichen, &amp;#246;ffnen doch nicht den Weg zu jenem Ph&amp;#228;nomen, mit dem 
      insbesondere Zigarettenraucher fr&amp;#252;her oder sp&amp;#228;ter zu k&amp;#228;mpfen haben, dem 
      hilflosen Massen- und Kettenkonsum n&amp;#228;mlich.
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      Eine Pfeife ist schon durch den Akt des Bef&amp;#252;llens, der gewissenhaft mal 
      fester, mal lockerer zu stopfenden Tabakmasse, und nicht zuletzt nach 
      dem Genu&amp;#223; durch die notwendige, mit Ruhe vorzunehmende Reinigung der 
      einzelnen Teile mithilfe des Bestecks und der Pfeifenreiniger ein 
      Objekt, das f&amp;#252;r einen schnellen Konsum nicht taugt. Und so sollte sie 
      dann auch geraucht werden: Bed&amp;#228;chtig und Raum gebend f&amp;#252;r die Aromen und 
      die Gelegenheit zum Verweilen auf einer Insel der Ruhe in einer 
      hektischen Zeit. Ein guter Wein oder ein kleiner Whisky, ein ruhiges 
      Brettspiel oder entspanntes Philosophieren wird hier ganz fraglos gute 
      Dienste leisten. Es sollte aber durchaus auch gelegentlich so sein, da&amp;#223; 
      der Pfeife ganz allein alle Aufmerksamkeit geb&amp;#252;hrt. Von besonderer 
      Bedeutung ist da nat&amp;#252;rlich der Tabak. An dieser Stelle sei ein 
      besonderes Kraut gew&amp;#252;rdigt.
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      &lt;b&gt;Item. Kentucky Bird&lt;/b&gt; &lt;b&gt;Mixed Cut&lt;/b&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      Dieser Pfeifentabak, der mit dem etwas einf&amp;#228;ltigen Spruch &lt;i&gt;&amp;quot;with 
      natural flowers&amp;quot; &lt;/i&gt;wirbt, erweist sich als kleines Fundst&amp;#252;ck. Im 
      Gegensatz zu seinen Kollegen, die mal mehr, mal weniger mit Vanille oder 
      Pflaume versetzt werden - einige schr&amp;#228;ge Varianten wagen sich gar an den 
      Apfel, mit zu erwartendem kaugummi&amp;#228;hnlichem Ergebnis - verzichtet der 
      Kentucky Bird auf solche simplen Aromeneinschl&amp;#228;ge. Der Geschmack des 
      Tabaks ist dementsprechend angenehm w&amp;#252;rzig, keinesfalls aufdringlich, 
      zugleich aber auch nicht zu leicht. Ein Tabak, der sich sehr zu guten 
      Getr&amp;#228;nken eignet, aber vor allem f&amp;#252;r sich geraucht seine Qualit&amp;#228;ten 
      entfaltet. F&amp;#252;r Pfeifenraucher, die ansonsten eher stark aromatisierte 
      Tabake nehmen, m&amp;#246;gen die ersten Pfeifen etwas farblos erscheinen, 
      einfach weil sich beim Kentucky Bird keine einzelne Geschmacksnote in 
      den Vordergrund dr&amp;#228;ngt; die sanfte Komplexit&amp;#228;t kommt dann aber rasch zum 
      Tragen und belohnt ein wenig Ausdauer und den Verzicht auf die beliebte 
      &amp;#220;beraromatisierung. Der Geruch der Pfeife selbst ist durchaus angenehm.
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      Kurz und gut, ein ausgezeichneter Tabak auch als gehobener Dauergast.
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      &lt;i&gt;Hersteller: Stanwell.&lt;br&gt;Tabake: Virginia, Kentucky.&lt;br&gt;Schnitt: 
      Mixed Cut, bereits recht kurz, aber noch krautig; gut zu stopfen.&lt;br&gt;Geschmack: 
      W&amp;#252;rzig, in Richtung Kr&amp;#228;uter.&lt;br&gt;Intensit&amp;#228;t: Sanftes, aber 
      nicht schwaches Aroma, komplex.&lt;br&gt;Haltbarkeit: In der Folienverpackung 
      gut. Mit einer getrockneten Apfelscheibe auch sp&amp;#228;ter gut 
      wiederzubefeuchten. Beginnt auch nicht zu schnell zu kr&amp;#252;meln.&lt;br&gt;Aromaverlust: 
      In der Folienverpackung gering.&lt;br&gt;Abbrennverhalten: Auch l&amp;#228;ngere Zeit 
      nach dem &amp;#214;ffnen recht gleichm&amp;#228;&amp;#223;ig, stabil.&lt;br&gt;Pfeifenerhitzung: 
      M&amp;#228;&amp;#223;ig.&lt;br&gt;Preis: 50g zu ca. 7&amp;#8364; (2010)&lt;/i&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      &lt;br&gt;
      
    &lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;
      &lt;a title=&quot;kentukcytabak von El Uhu bei Flickr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/5441202516/&quot;&gt;&lt;img height=&quot;456&quot; alt=&quot;kentukcytabak&quot; width=&quot;500&quot; src=&quot;http://farm5.static.flickr.com/4081/5441202516_4e0d4aa706.jpg&quot;&gt;
&lt;/a&gt;    &lt;/p&gt;</description>
<link>http://www.uhusnest.de/blog/archives/02-01-2011_02-28-2011.shtml#2636</link>
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<category>Wein, Whisky und Tabak</category>

<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 19:48:49 +0100</pubDate>
</item>

<item>
<title>Wein, Whisky und Tabak: Der Uhu verkostet</title>
<description>&lt;p&gt;
  In Uhus kleinem Nest wird fortan dann und wann eine K&amp;#246;stlichkeit 
  verkostet werden, grundsubjektiv gem&amp;#228;&amp;#223; dem Urteil eigener 
  Geschmacksknospen und somit ultimativ wahr.&lt;br&gt;Neben herausragenden 
  Weinen werden sich hier Whiskys die Ehre geben (&amp;#252;berwiegend schottischer 
  Art; kaum kanadische und nur seltener irische und wohl kaum 
  amerikanische Whiskeys), aber auch hin und wieder Pfeifentabake. 
  Durchaus sollen auch Begleiter in Erscheinung treten, beispielsweise 
  Brot.&lt;br&gt;Dabei kommt es ausdr&amp;#252;cklich nicht auf Qualit&amp;#228;t qua Investition 
  an - es werden also Dinge f&amp;#252;r den kleinen Geldbeutel besungen, die 
  dennoch herausragend in ihrem Geschmack sind, eben die wahren 
  Fundst&amp;#252;cke; denn f&amp;#252;r Unsummen kann ein jeder k&amp;#246;stliche Dinge erstehen 
  und damit protzen, das ist eine triviale Kunst.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  &lt;b&gt;Item. Giacondi, Nero d'Avola 2009 (Rotwein)&lt;/b&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  &lt;a title=&quot;Giacondi, Nero d'Avola 2009  von El Uhu bei Flickr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/25921504@N07/5441202210/&quot;&gt;&lt;img align=&quot;right&quot; height=&quot;240&quot; width=&quot;173&quot; hspace=&quot;5&quot; vspace=&quot;5&quot; alt=&quot;Giacondi, Nero d'Avola 2009&quot; src=&quot;http://farm6.static.flickr.com/5056/5441202210_ab34cb81ae_m.jpg&quot;&gt;
  &lt;/a&gt;Beginnen wir unsere kleine Serie also mit einem ganz ausgezeichneten 
  Rotwein, einem Merlot.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Es handelt sich um einen trockenen, aber 
  sehr vollmundigen Rotwein, m&amp;#228;&amp;#223;ig schlierend, von angenehm dunkler und 
  satter Farbe, leicht ins Dunkelblaue, jedoch noch nicht ins Schw&amp;#228;rzliche 
  gehend. Sein Bouquet ist komplex und kompakt, und wenn irgendein Kenner 
  einmal von einem Wein gesagt haben soll, er rage im Abgang &amp;quot;rhombisch in 
  den Hals&amp;quot;, so f&amp;#252;llt dieser die Mundh&amp;#246;hle auf sph&amp;#228;rische Weise.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Seine 
  W&amp;#252;rze macht ihn zu einem guten Begleiter gerade von deftiger gew&amp;#252;rzten 
  Speisen. Jedoch wird damit seine eigentliche Qualit&amp;#228;t verschenkt: Am 
  besten sei er allein gew&amp;#252;rdigt, zu einem Glas Wasser vielleicht, und in 
  angenehmer Gesellschaft. Wenn Spielereien in Gestalt von Begleitspeisen 
  gereicht werden sollen, dann sollte auf Oliven, aber auch auf die hier 
  und da so sehr empfohlene Bitterschokolade - ein popul&amp;#228;rer Irrweg - 
  verzichtet werden. Stattdessen wird ein doppelt gebackenes Krustenbrot 
  mit ein wenig guter Butter einen durchaus akzeptablen Begleiter abgeben, 
  auch um dem Gaumen zwischen den Schlucken Ruhe zu g&amp;#246;nnen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Was 
  das Dekantieren betrifft, so nimmt es dieser Wein nicht &amp;#252;bel, direkt aus 
  der Flasche ausgeschenkt zu werden. Er gewinnt noch, wenn man ihn ein 
  wenig atmen l&amp;#228;&amp;#223;t. Zu lange angebrochen (auch in wiederverkorkter 
  Flasche) nimmt er jedoch rasch an Qualit&amp;#228;t ab.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  W&amp;#252;rzig wie dieser Wein ist, ist er zun&amp;#228;chst auch s&amp;#252;ffig, jedoch aufgrund 
  seiner Geschmacksvielfalt eher nicht zu mehreren Glas zu trinken; ein 
  genossenes Glas bringt ihn am besten zur Geltung, jedes weitere dient 
  nur mehr der Abstumpfung. Ein ger&amp;#228;umiges Glas ist dringend zu empfehlen. 
  Auch sollte ein Korken bereitgehalten werden, da hier von Hause aus 
  leider ein Kunststoffkorken zum Einsatz kam.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  &lt;i&gt;Fazit:&lt;/i&gt; Ein Tropfen, der sich auch vor teuren Weinen nicht zu 
  verstecken braucht. Sicherlich kein Mu&amp;#223;, aber ein hervorragender guter 
  Wein f&amp;#252;r entsprechende Anl&amp;#228;sse, oder auch gelegentlichen zum ruhigen 
  Genu&amp;#223;. Seine Auszeichnung - Berliner Weinmedaille in Gold 2010 - hat er 
  verdient.&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;Jahrgang: 2009&lt;br&gt;Umdrehungen: 14%&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Preisklasse: 
  Unterste (ca. 3&amp;#8364;) .&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Korken: Kunststoff.&lt;br&gt;Richtung: 
  Trockener Rotwein, w&amp;#252;rzig und vollmundig.&lt;br&gt;Zu Speisen: Gut 
  geeignet, richtig gew&amp;#252;rdigt jedoch nur als Einzelwein.&lt;br&gt;Speisenart: 
  Auch Deftiges, dunkles Fleisch und Scharfes.&lt;br&gt;Begleitspeisen: Doppelt 
  gebackenes Krustenbrot (Roggen) mit guter Butter.&lt;br&gt;S&amp;#252;ffigkeit: Kein 
  Trinkwein - ein, maximal zwei Glas mit bewu&amp;#223;ten Sinnen.&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Wertung: 
  3 &amp;#220;vens&lt;/i&gt;
&lt;/p&gt;</description>
<link>http://www.uhusnest.de/blog/archives/02-01-2011_02-28-2011.shtml#2631</link>
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<category>Wein, Whisky und Tabak</category>

<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 17:32:26 +0100</pubDate>
</item>

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